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Stoppt die wiedererstarkte "Spieli" den Veitsbronner Siegeszug?

Vorschau Bezirksliga Nord 8. Spieltag, Wochenende

Die SpVgg Erlangen hat zuletzt in der Bezirksliga Nord die Wende geschafft, hat jetzt mit dem ASV Veitsbronn aber "ein Brett" vor der Brust. Auf den "Turnaround" hoffen sie auch in Neunkirchen, beim ASV Fürth und bei Türkspor. Das Trio am Tabellenende muss allerdings schwere Aufgaben meistern.

Die Mannschaft von "Jojo" Müller kam zuletzt immer besser in Tritt. Sieben Punkte holte die SpVgg Erlangen aus den letzten drei Spielen. Nun geht es gegen den Spitzenreiter.

 / © Sportfoto Zink

Mit dem 4:1-Sieg beim Gastspiel in Neunkirchen war SVG-Coach Reinhold Fischer sehr zufrieden. "Wir eine gute Leistung gezeigt. Wir waren spielbestimmend und haben völlig verdient gewonnen". Für Fischer ist das Duell gegen den ASV Fürth ein besonderes, dort war er neun Jahre (2001-2010) Trainer. "Ich hatte dort eine schöne und erfolgreiche Zeit". Er erwartet einen hartnäckigen Gegner. "Wir müssen geduldig sein und die Chancen, die wir hoffentlich bekommen werden, nutzen". Der ASV Fürth hat nach Veitsbronn und Stadeln nun den nächsten starken Gegner vor der Brust. Doch vielleicht kommt es für die Fürther nicht ganz ungelegen, wieder auf fremden Terrain unterwegs zu sein, denn zu Hause ist die Satzinger-Elf noch ohne Punkt. Das letzte Auswärtsspiel hingegen, konnte man in Hüttenbach für sich entscheiden. Die Punkte würden ihnen zumindest momentan mehr als gut tun.

Nach der ersten Saisonniederlage (0:4 in Schwaig) ist Coach Helmut Wolff gespannt wie seine Jungs die Niederlage verkraften. "Wir waren elf Monate ungeschlagen und haben jetzt erstmals wieder ein Punktspiel verloren. Die Jungs sind sehr selbstkritisch. Wir haben in Schwaig einfach keinen guten Tag erwischt und verdient verloren". Dass der kommende Gegner noch ungeschlagen ist, kommt für Wolff nicht von ungefähr. "Sie arbeiten gut nach hinten und haben wenig Gegentore kassiert. Wir werden sie sicher nicht unterschätzen und wollen zu Hause weiter Punkte einfahren", so Wolff. Nach dem 0:0 in Hersbruck bleibt der ASV Weisendorf weiterhin ungeschlagen. Für Coach Bernd Fuchsbauer zwar ein schöner Nebeneffekt, die Serie will er aber nicht überbewerten. "Zwei Siege aus sieben Spielen sind zu wenig, aber ohne Niederlage zu sein, ist natürlich überragend. Mit dem Auftritt in Hersbruck bin ich schon zufrieden. Die konstante Basis kann man schon erkennen". Durch weitere Verletzungs-Rückkehrer hat der Coach noch mehr Alternativen, um auch in Buckenhofen etwas mitzunehmen. "Auch wenn sie letzte Woche verloren haben stehen sie zurecht vor uns. Sie sind als Team sehr stark, aber wir wollen auch dort wieder punkten", so Fuchsbauer.

Sein Team habe sich für "die spielerisch gute Leistung belohnt", so "Spieli"-Coach "Jojo" Müller nach dem 2:0-Sieg beim SK Lauf. "Wir haben die Punkte gebraucht, um da hinten rauszukommen. Dass wir es geschafft haben in Lauf zu gewinnen, ist eine gute Geschichte". Müller findet es "schade", dass es nun gegen Veitsbronn geht. "Veitsbronn ist natürlich ein Brett. Wir müssen uns strecken, wenn wir da punkten wollen und schauen, dass wir nicht in Rückstand geraten. Bei uns schaut es jetzt im Moment ein bisschen besser aus, deswegen wäre es schade wenn wir das Spiel verlieren würden", so Müller. Der Tabellenführer hatte am Wochenende aufgrund eines Faustballturniers auf der eigenen Anlage spielfrei. Nun geht es für die Rambau-Elf zur wieder erstarkten "Spieli". In Erlangen ist der Coach gezwungen umzubauen, denn er muss auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. "Mir fehlen am Wochenende einige Spieler. Vor allem in der Defensive, die uns in den letzten Wochen so ausgezeichnet hat, muss ich umstellen. So wird das natürlich eine schwere Aufgabe für uns", so Rambau.

Der FC Bayern Kickers konnte sich im Duell in Diepersdorf mit 2:0 durchsetzen und damit einen wichtigen Erfolg feiern. Für BaKi-Kapitän Mike Meyer war der Sieg seines Teams sehr wichtig. "Wir wurden optimal auf den Gegner eingestellt und fanden immer wieder Lösungen, sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive. Wir hätten das Spiel bereits bis zur Halbzeit entscheiden können. Leider fehlte uns vor dem Tor die nötige Konzentration". Gegen Hersbruck soll seine Mannschaft genauso weiter machen. "Wir wollen an die Leistung anknüpfen und konzentriert und gemeinschaftlich arbeiten", so der Kapitän. Hersbruck-Trainer Stefan Erhardt sieht sein Team nach dem 0:0 gegen Weisendorf wieder auf dem Weg der Besserung. "Wir haben wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wir waren kompakt, aggressiv und zweikampfstark. Darüber hinaus haben wir speziell in den letzten 20 Minuten auch die besseren Chancen gehabt". Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Erhardt absolut zufrieden. Am Sonntag geht es zu Bayern Kickers. Für ihn ein undankbarer Gegner. "Sie stehen natürlich unter Druck und werden alles reinlegen, um gegen uns zu punkten. Wir müssen alles was der Gegner reinlegt entgegensetzen und vorne zum Torerfolg kommen", so der Coach.

Aufgrund der Absage in Veitsbronn hatte Cagrispor am Wochenende frei. Trainer Turgay Karali wäre gerne in Veitsbronn angetreten, auch weil seine Jungs momentan sehr gut drauf sind. "Wir hätten gerne gespielt, aber es ist jetzt wie es ist. Die Trainingsbeteiligung ist super. Die Stimmung ist top und die Jungs geben im Training 100 Prozent, so macht es für alle Beteiligten Spaß". Gegen Neunkirchen soll nun nachgelegt werden, um weiter oben dabei zu bleiben. "Wir müssen unsere Aufgaben erledigen. Neunkirchen hatte zuletzt zwar schlechte Ergebnisse, aber im Fußball ist alles möglich", so der Coach warnend. Neunkirchens Trainer Harald Gerstner sah gegen Gutenstetten 70 Minuten ein "ausgeglichenes Match. Nach dem 0:1 sind wir dann komplett weggebrochen. Das ist jetzt ein Lernprozess für meine Jungs. Wir haben einige Abgänge zu verkraften, das geht nicht von heute auf morgen". Im Duell bei Cagrispor will er auf die guten 70 Minuten aufbauen. "Wir müssen die Performance über 90 Minuten bringen. Durststrecken gibts es nun mal, aber die können auch schnell wider vorbei sein", so Gerstner zuversichtlich.

Hüttenbachs Coach Kevin Trauner ist nach sechs Punkten aus den letzten beiden Spielen etwas beruhigt. "Die zwei Siege waren extrem wichtig, da die Luft schon dünner wurde. Wir haben die Spielweise ein bisschen umgestellt und damit auch zu alten Stärken zurückgefunden, vor allem in Sachen Laufbereitschaft". Im Duell gegen Türkspor erwartet er einen unangenehmen Gegner. "Sie sind unter ihren Verhältnissen gestartet und haben kürzlich den Trainer gewechselt. Das macht die Aufgabe nicht einfacher, aber trotzdem soll der erster Heimdreier her, egal wie", so Trauner kämpferisch. Er kann am Sonntag wieder auf fast alle Spieler zurückgreifen, so dass es auf der ein oder anderen Position "eine harte Entscheidung geben wird". Für die 1:2-Niederlage gegen Kalchreuth sah Türkspor Interims-Coach Mehmet Marabaoglu folgende Gründe. "Die Trainerfrage hat die Jungs natürlich die ganze Woche beschäftigt. Dazu kommt, dass ich erst am Samstag aus dem Urlaub zurückgekommen bin. Trotzdem hat man eine Veränderung im Team gesehen. Man sieht den Aufschwung und dass der Wille bei den Jungs wieder da ist". Desweiteren war der Coach mit dem Schiedsrichtergespann nicht gerade zufrieden. Gegen Hüttenbach soll angefangen werden, wieder Punkte zu sammeln. "Der Motor läuft wieder heiß. Wir wollen von Woche zu Woche schauen und am Sonntag die drei Punkte mitnehmen", so Marabaoglu.

Für Kalchreuth-Kapitän Markus Giering haben seine Jungs beim 2:1-Sieg bei Türkspor eine ordentliche Leistung hingelegt, aber es am Ende unnötig spannend gemacht. "Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir die Partie beherrscht, müssen aber früher den Deckel draufsetzen. Aber der Sieg war hochverdient". Was sein Team gegen Diepersdorf erwartet. weiß er genau, will aber mit seinen Jungs weiter oben dran bleiben. "Diepersdorf wird versuchen ihre Negativserie zu durchbrechen. Wir wollen uns mit einem Sieg ein Stück weit in der Spitzengruppe festsetzen, sind uns aber natürlich im Klaren, dass das kein Selbstläufer wird", so der FCK-Kapitän. Die SpVgg Diepersdorf musste beim 0:2 gegen Bayern Kickers bereits die fünfte Niederlage in Folge einstecken und findet sich nach sieben Spieltagen auf einem Abstiegsplatz wieder. Beim Gastspiel in Kalchreuth will die Wolf-Elf den Negativtrend stoppen und wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

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