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Forchheims Schwung ebbt gegen Aubstadt ab

Bayernliga Nord 13. Spieltag, Samstag

Nach dem Kantersieg gegen den ATSV Erlangen hat die SpVgg Jahn Forchheim gegen Aufstiegsanwärter Aubstadt nicht nachlegen können. Bitter endete der Nachmittag für den ASV Vach und den FSV Erlangen-Bruck, die beide Führungen verspielten, die Brucker sogar in Überzahl. Der ATSV Erlangen hat sich indes von der Derbypleite gegen Forchheim erholt und sich im mittelfränkischen Duell mit Ansbach den Dreier aufs Konto gebucht.

Steckengeblieben: Forchheim (dunkle Trikots) hatte dem Spitzenteam aus Aubstadt zu wenig entgegenzusetzen.

 / © Roland G. Huber

Ein "feuriges Derby" hatte Bernd Eigner, Trainer der SC Eltersdorf gegen den ASV Vach erwartet. In der ersten Halbzeit blieb das Spiel aber hinter den Erwartungen zurück. Mit 0:0 ging es in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Vacher um einiges bissiger aus der Kabine. Das drückte sich aber zunächst nur in Gelben Karten aus. Nach einem Angriff, den Rico Röder selbst einleitete, bekam er im Sechzehner den Ball zurück, dribbelte noch ein paar Meter und schloss unhaltbar ins lange Eck ab. Starke Leistung des Vacher Zehners gegen seinen Ex-Verein. In der 73 Minute konnte die Gäste dann aber durch Calvin Sengül ausgleichen, der nach einer Hereingabe abstauben konnte. Kurz vor Schluss schoss Bastian Herzner aus spitzem Winkel aufs ASV-Tor. Der Ball fand seinen Weg ins lange Eck zur 2:1-Gästeführung. Der SCE entführte damit die Punkte aus Vach und bleibt Derby-Spezialist. Die Vacher dagegen können sich keine Luft im Abstiegskampf verschaffen. Timo Weith

Sie hatten sich erhofft, den Schwung des fulminanten Sieges im Kellerduell beim ATSV Erlangen aus der Vorwoche nun auch gegen ein Spitzenteam mitnehmen zu können. Letztlich war der TSV Aubstadt aber eine Nummer zu groß für die SpVgg Jahn Forchheim, die auf heimischem Platz mit 0:2 unterlag. Um gegen den zweitbesten Angriff der Liga zu bestehen, veränderte Trainer Christian Springer seine Mannschaft im Defensivbereich, den er nach Andre Jerundows Verletzung aus der Vorwoche ohnehin umbauen musste. Eine aus Patrick Mai, Patrick Hagen und Daniel Uttinger bestehende Dreierkette sollte im Zentrum für mehr Stabilität sorgen, im Abwehrverbund erweiterten die Außenbahnspieler Firat Güngör und Timo Noppenberger dies zu einer Fünferkette. Der Jahn lief früh einem Rückstand hinterher, ließ sich defensiv aber nicht aus dem Konzept bringen. Nach vorne entwickelte man aber auch kaum Torgefahr. Dies ließ die Vorstellung der Forchheimer zwar solide erscheinen, so richtig ins Wanken geriet der Sieg der Gäste dennoch nie. Jahn-Torhüter Christian Bergmann lieferte sich von Beginn an ein Privatduell mit Aubstadts Angreifer Martin Thomann, der in der siebten und zehnten Minute jeweils aus aussichtsreicher Position am Jahn-Schlussmann scheiterte. In den nächsten 30 Minuten passierten in den Strafräumen wenig. Die Gäste stellten ihre reifere Spielanlage unter Beweis, gewannen mehr Zweikämpfe und ließen die Forchheimer mit einem offensiv ausgerichteten Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Weil die Heimelf ihre defensivere Spielweise nicht aufgab und ihrerseits sicher verteidigte, gestaltete sich das Geschehen chancenarm. Springer hatte auf seinen Stoßstürmer Tom Jäckel in der Startelf verzichtet und stattdessen mit dem laufstarken Adrian Grinjuks auf Kreativität gesetzt. Dieser humpelte nach einer halben Stunde jedoch verletzt vom Platz. Jäckel kam und hatte die Ausgleichschance auf dem Kopf. Nach Flanke von Noppenberger musste sich Aubstadts Torwart Christian Mack mächtig strecken, um den Ausgleich zu verhindern. Das Duell Thomann-Bergmann ging kurz vor dem Seitenwechsel noch in seine dritte Runde, der Routinier war schnell genug unten und lenkte den Ball um den Pfosten. Der zweite Durchgang knüpfte zunächst nahtlos an die ersten Spielhälfte an, eine Viertelstunde lang neutralisierten sich die Teams. Schließlich schien nach einer Stunde plötzlich ein Ruck durch die Aubstädter Reihen zu gehen, deren Überlegenheit nun auch im Erarbeiten von Torchancen Ausdruck fand. Nachdem nach Flanke von Ingo Feser der großgewachsene Torschütze Grell und wenig später ein weiteres Mal Thomann jeweils aus bester Einschussposition vergeben hatten, war es eine der besten Nachrichten für die Heimelf, dass sie lediglich mit 0:1 hinten lag. Die Hoffnungen auf den Ausgleichstreffer zerstreuten sich in der 68. Minute, als Thomann sein Abschlusspech abstreifte und ins lange Eck vollstreckte. Weitere Konterchancen vergab der Gast anschließend kläglich. Zehn Minuten vor Spielende hätte es mitunter nochmals spannend werden können, doch Nagengasts Luftloch passte zur mauen offensiven Vorstellung des Jahn. Jonas Baier

Die SpVgg Ansbach ist nur noch ein Schatten des ersten Saisondrittels. Gegen den zuletzt auch stark gebeutelten Aufsteiger aus der Hugenottenstadt setzte es die fünfte Niederlage in Folge. Eine solche Misserfolgsserie gab es selten in den 32 Jahren auf Verbandsebene und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. Anspruch und Wirklichkeit sind zur Zeit meilenweit voneinander entfernt. Die ersten 30 Minuten befand sich die Ansbacher Mannschaft gar nicht auf dem Platz - schlicht eine der katastrophalsten Leistungen der letzten Jahre. Die routinierten Gäste mit ihren Spielern, von denen ein Teil ja auch schon im berufsmäßigen Fußball unterwegs war, mussten gar nicht viel tun, um die Oberhand zu gewinnen. Dass die Gäste nach einer halben Stunde nur 1:0 führten, war auch vergleichsweise mager. In der letzten Viertelstunde vor dem Seitenwechsel zeigten die Gastgeber mehr Engagement und spielerisches Verständnis, aber ein überflüssiger Foulelfmeter, den Ahmet Kulabas verwandelte (45.) bremste diesen Elan. In den zweiten 45 Minuten war die Partie ausgeglichen und die beiden Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Patrick Kroiß hatte in der 70. Minute einen Lichtblick und stellte per erfolgreich abgeschlossenem Solo den Anschlusstreffer her. Vage Hoffnungen der Heimelf auf den Ausgleich wurden in der 84. Minute nach einem katastrophalen Ballverlust im Mittelfeld zunichtegemacht. Ex-Profi Kulabas ließ sich dieses zweite Geschenk an diesem für Ansbach tristen Septembernachmittag nicht entgehen. Harald Riegler

Richtig gut los ging es für den FSV Erlangen-Bruck im Heimspiel gegen die favorisierte DJK Ammerthal. Schon nach fünf Minuten brachte Bastian Lunz die Hausherren mit 1:0 in Führung. Und nur kurze Zeit später konnte Tim Basener auf 2:0 erhöhen (12.). Schließlich konnte sich auch noch Nicolas Herzig im FSV-Tor auszeichnen, als er den Strafstoß von Michael Jonczy hielt. Nach etwa einer halben Stunde wendete sich dann das Blatt. Jonczy bügelte seinen Patzer vom vergebenen Strafstoß aus und traf zum Anschluss. Fünf Minuten nach der Halbzeit flog DJK-Akteur Marco Weber mit Gelb-Rot vom Platz, die Brucker konnten die Überzahl aber nicht ausnutzen. Im Gegenteil: Erst glich Maximilian Höhenberger per Freistoß aus. Und in der 78. Minute drehte Jonczy mit seinem zweiten Treffer die Partie vollends. In der Nachspielzeit sah Brucks Tim Basener zu allem Überfluss noch Gelb-Rot. Timo Weith

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