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Eltersdorf unterliegt dem Primus - Kroiß-Festtag für Ansbach

Bayernliga Nord 15. Spieltag, Samstag

Dieser Samstag des 15. Spieltags hatte es in sich: Eltersdorf unterlag dem eiskalten Tabellenführer Gebenbach, Bruck holte im Kellerduell gegen Neumarkt einen wichtigen Sieg, auch Forchheim durfte nach einem Erfolg gegen Abtswind jubeln. Ein torreiches Remis leistete sich der SV Seligenporten gegen die Reserve der Würzburger Kickers. Ansbach gewann gegen Ammerthal - einer drehte dabei richtig auf.

Eltersdorf (hell) unterlag Gebenbach.

 / © Sippel

In Bestbesetzung trat der SC Eltersdorf gegen den Tabellenführer an. Die Quecken hielten auch von Beginn an gut mit, bekamen aber Probleme, wenn Gebenbach schnell durchs Zentrum spielte. Marco Seifert vergab die erste Chance der Gäste nach einer Viertelstunde, er schoss, alleine auf den Keeper zustürmend, knapp am rechten Pfosten vorbei. Bastian Herzner prüfte auf der Gegenseite Michael Nitzbon. Obwohl die Hausherren immer besser in die Partie kamen, reichten der DJK zwei Fehler der Eltersdorfer zur 2:0-Führung. Nach einem Fehlpass von Kevin Woleman war Seifert auf und davon, trocken schob der 23-Jährige ein (25.). Nur eine Minute später legte Dominik Haller nach. Doch der SCE kam stark zurück: Wieder nur eine Minute später drosch Bastian Herzner einen Elfmeter in die Maschen - der Anschlusstreffer. Und dann ging es in diesen verrückten fünf Minuten noch einmal schnell über die linke Außenbahn, Bastian Herzner versenkte mit seinem zweiten Treffer die Kugel zum 2:2. Im zweiten Durchgang waren die Eltersdorfer das bessere Team, zunächst allerdings ohne Torabschlüsse. Von der DJK aber kam auch lange nichts mehr. Doch dann reichte wieder ein überragender Pass durch die Mitte und Timo Kohler war durch. Tugay Akbakla hatte keine Abwehrchance, der Tabellenführer traf zum 3:2 (68.). Wenig später hatte der SCE Glück, Kohler traf aus kurzer Distanz nur das Lattenkreuz. Die Hausherren gaben nicht auf. Oliver Janz flankte zehn Minuten vor Schluss von rechts, in der Mitte verpasste Bastian Herzner, Manuel Stark - nach Knieproblemen wieder dabei - brachte die Kugel aus drei Metern nur genau in die Arme des Torwarts. Das war der entscheidende Unterschied in dieser Partie, Gebenbach war vor dem Tor eiskalt. ton

"Wir wollen wieder mehr Tore als zuletzt schießen", hatte Hendrik Baumgart, Trainer des SV Seligenporten, vor der Partie gegen die U23 der Würzburger Kickers gesagt. Und das gelang den Klosterern auch eindrucksvoll. Es dauerte keine vier Minuten, ehe der Ball das erste Mal im Würzburger Tor zappelte. Marco Wiedmann hatte drei Verteidiger im Strafraum auf sich gezogen und den Ball clever zurückgelegt. Tim Olschewski hatte wenig Mühe den Ball ins linke Eck zur 1:0-Führung einzuschieben. Und nur wenig später klingelte es erneut im Kasten von Maximilian Humpenöder. Der Ball wurde für Raffael Kobrowski durchgesteckt, der ihn unter Kontrolle brachte und überlegt ins Tor schob. Das gab den Hausherren die nötige Sicherheit im Spiel mit dem Ball. Seligenporten verlegte sich aber nicht aufs Verwalten, sondern spielte weiter nach vorne. Nur fünf Minuten später hätte Kobrowski beinahe das dritte Tor für den SVS erzielt. Neuerer hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und in den 16er geflankt. Kobrowski verfehlte das Gehäuse denkbar knapp. Das sollte sich rächen. Kurz danach machten die Klosterer zu wenig Druck auf den ballführenden Josef Burghard. Der durfte aus 25 Metern einfach mal abziehen und traf zum 1:2. Kurz vor der Pause dann der nächste Dämpfer. Nach einem berechtigten Strafstoß glich Onur Ünlücifci zum 2:2-Pausenstand aus. Im zweiten Durchgang fanden die Klosterer zunächst zurück ins Spiel. In der 67. gingen sie wieder in Führung. Diesmal war Wiedmann der Vorbereiter, als er Theodoros Petrakis links frei spielte. Der fackelte nicht lange und hämmerte den Ball links oben ins Tor. Die junge Mannschaft der Würzburger zeigte sich davon nicht geschockt und nutzte einen Standard zum 3:3. Nach einer Ecke brachte der SVS den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Ünlücifci versenkte ihn problemlos aus kurzer Distanz. Doch auch der SV zeigte große Moral. David Erken brauchte keine Minute, um seine Mannschaft zum dritten Mal in Führung zu bringen. Doch wieder hatten die Kickers die richtige Antwort parat. In der 89. Minute schlenzte Mike Ebui aus 16 Metern die Kugel in die lange Ecke zum 4:4. Beinahe hätte Mergim Bajrami in der Schlussminute das Kloster noch zum Kochen gebracht, er verstolperte aber die letzte Chance der Partie. Mit der Torausbeute dürfte Baumgart mehr als zufrieden sein, über die Defensivarbeit seiner Mannschaft wird er in der kommenden Woche allerdings reden müssen. Timo Weith

Endlich wieder einmal drei Punkte für die mittelfränkischen Regierungshauptstädter. Nach fünf Niederlagen in Folge siegten sie etwas glücklich nach hartumkämpften 95 Minuten gegen ihren "Lieblingsgegner", die DJK Ammerthal. Vor allem Patrick Kroiß feierte seine Wiedergeburt als Torjäger. Drei blitzsaubere Treffer gingen auf das Konto des frischgebackenen Bayernauswahlspielers und entzückten auch die Zuschauer. Die Partie startete optimal für die Heimelf und ihren Torjäger: Nach einer traumhaften Vorlage von Christoph Hasselmeier über das ganze Feld lupfte Kroiß über den Keeper hinweg zum 1:0 in die Maschen. Ammerthal reagierte und wollte den Ausgleich, die Heimelf bekam Räume und konnte durch Schmidt einen Pfostentreffer verbuchen. Anschließend riss Ansbach die Partie wieder an sich, und Kroiß schlug ein zweites Mal zu: Er vernaschte an der Seitenlinie einen Gegenspieler, dann startete er ein Solo, an dessen Ende er den Ball vom Strafraumeck über den Keeper hinweg ins Dreieck setzte - ein herrlicher Treffer. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen: Die Defensive der Heimelf vepasste es, einen langen Ball konsequent zu klären, Jonczy bekam die Kugel vor die Füße und netzte eiskalt zum 2:1 ein. Es war gleichzeitig der Halbzeitstand. Durchgang zwei sah engagierte Ammerthaler, die nach und nach den Druck erhöhten und sich Mitte des Durchgangs auch belohnten: Nach einer Ecke köpfte Gömmel zum 2:2 ein. In Folge wog die Partie hin und her, Ansbach-Keeper Heid parierte im 1-gegen-1 gegen den durchgebrochenen Jonczy, dann brachte Lukas Schmidt seine Farben nach einer Hereingabe von Landshuter erneut in Front. Wenig später mussten die Gäste mit einem Mann weniger auskommen: Der vom ASV Vach zur DJK gewechselte Jan Mazanec sah glatt Rot wegen einer vermeintlichen Notbremse gegen den startenden Kroiß - eine harte Entscheidung. Doch mit dieser passiven Rolle wollte der Goalgetter den Tag nicht beenden - er hatte noch einen Pfeil im Köcher: Nach einer Kerze des Gästekeepers nahm er den Ball technisch anspruchsvoll per Drehschuss volley aus der Luft und setzte ihn aus 30 Metern über den Keeper hinweg ins verwaiste Tor. jam/hari

Es sind so etwas wie die Wochen der Wahrheit, schließlich sind die nächsten Kontrahenten allesamt direkte Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte. Mit einem Erfolgserlebnis machte die SpVgg Forchheim den Auftakt zur nun erhofften Aufholjagd um den Anschluss an an die Mittelfeldplatzierungen. Gegen den TSV Abtswind stand am Ende ein 3:1-Sieg auf der Anzeige. Nach verhaltener Anfangsphase, in der die Kontrahenten zunächst auf Sicherheit bedacht agierten, setzte die Heimmannschaft die erste Duftmarke. Timo Goldammer zielte aber aus der Drehung von der Strafraumkante aus noch zu ungenau. Auf der Gegenseite bewahrte Torwart Christian Bergmann gegen Jürgen Endres seine Farben vor einem Rückstand, als der Jahn eine unübersichtliche Situation im Strafraum nicht bereinigen konnten. In der Folge begann der Plan von Jahn-Trainer Christian Springer aufzugehen, der mit einem variablen 3-4-3-System bestimmte Räume in der Abtswinder Defensive öffnen wollte. Firat Güngör bekam einen dieser Räume in der 24. Minute auf seiner linken Außenbahn und brachte eine Hereingabe ins Zentrum, wo Tom Jäckel auf seinen Nebenmann ablegte. Jens Wartenfelser vollstreckte schließlich ins lange Eck zur Führung. Nur sechs Minuten später war die rechte Abwehrseite der Gäste erneut offen und wieder durfte Güngör flanken. Philipp Nagengast stand im Zentrum sträflich frei und musste den Ball nur noch aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie befördern. Der Torschütze hätte wenig später sogar nachlegen können, blieb im Abschluss dieses Mal aber zu unpräzise. Direkt nach dem Seitenwechsel hätten die Forchheimer für Ruhe sorgen können, denn nach einem Angriff über Goldammer und der gedankenschnellen Weiterleitung von Jäckel hatte Steffen Müller aus zwölf Metern freie Schussbahn. Ein TSV-Verteidiger schmiss sich allerdings dazwischen und hielt die Gäste dadurch in der Partie. Diese plätscherte nach einer guten Stunde ein wenig vor sich hin, weil Abtswind zwar anrannte, vorerst aber keine Mittel fand, und der Jahn seine möglichen Gegenangriffe durch Fehlpässe mitunter schludrig verschwendete. Genau in dieser Phase traf Endres nach Vorarbeit von Dußler aus dem Nichts und alles war plötzlich wieder offen. Drei Minuten vor dem Ende hatten eine Abtswinder wohl fast schon zum Torjubel angesetzt, doch einen Kopfball von Brunsch kratzte Bergmann sensationell noch von der Torlinie. Wartenfelser machte in der Nachspielzeit auf Zuspiel des eingewechselten Karsak den Deckel drauf. "Im ersten Durchgang haben wir spielerisch überzeugt und hätten noch ein drittes Tor nachlegen können. Danach war es typischer Abstiegskampf, der in so einem Spiel eben notwendig ist. Es freut mich für die Jungs unheimlich, dass es heute geklappt hat", konstatierte Trainer Springer. Jonas Baier

Vor allem für die Brucker war es ein Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf, das sah man auch auf dem Platz. Neumarkt blieb größtenteils harmlos, der FSV hatte Chancen - und nutze auch zwei davon. Zunächst zirkelte Thomas Roas eine Freistoß knapp rechts am Tor vorbei (19.). Dann netzte Rafael Hinrichs per Kopf nach einer Ecke von Bastian Lunz ein (27.). Nur fünf Minuten später legte Adem Selmani eins drauf, wieder nach Vorarbeit des Kapitäns (32.). Weitere Tore blieben zunächst aus, auch weil beide Defensivreihen kompakt standen. In der Schlussphase versuchten die Neumarkter weiter, spielerische Lösungen zu finden. Mit Erfolg: Nach einer schönen Kombination in Minute 79 legte Daniel Pandel quer auf den besser postierten Christian Schrödl, der von der linken Seite flach ins rechte untere Eck einschoss. Doch auch die Brucker spielten noch mit, die Gäste waren weit aufgerückt, da nutzen die Hausherren die Räume zum Kontern. Nach Zuspiel von Selmani drückte Maximilian Bauernschmitt in der 85. Minute das Leder über die Linie. Dennoch gab der ASV nicht auf. Kurz vor Schluss musste Nicolas Herzig noch einmal stark parieren, per Abstauber traf Schrödl ins Tor - allerdings aus einer Abseitsposition. Der Treffer zählte nicht. So blieb es beim 3:1-Heimsieg. ton

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