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Türkspor schafft Polster - Weber und Gruner stechen dreifach

Bezirksliga Nord 16. Spieltag, Sonntag

Nichts Neues ganz vorne: Schwaigs Serie hielt trotz zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand auch gegen BaKi, Hüttenbach fertigte Cagrispor ab. Beide Topteams konnten sich auf ihre Torjäger verlassen, die jeweils dreifach netzten. Dahinter trennte sich Veitsbronn mit einem Remis von Hersbruck. Im Keller konnte sich Türkspor ein wenig von der Roten Zone absetzen. Die Partie zwischen Diepersdorf und Neunkirchen wurde wetterbedingt abgebrochen.

Ein Sonntag im Regen: Türkspor um Mehmet Sögütlü (in rot) holte wichtige Zähler gegen den Kellersog.

 / © Zink/OGo

Die erste Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Auf der Seite der Gastgeber blieb Keeper Dinovskyy der Sieger gegen Hannes Decher. Auf der Gegenseite setzte Jonas Weber einen Kopfball knapp vorbei. Die Gäste machten ihre Sache sehr gut, konnten sich für die gute Halbzeit aber nicht belohnen. Buckenhofen spielte zielstrebig nach vorne, konnte den letzten Pass aber nicht beim Mitspieler anbringen. In der zweiten Halbzeit stellten die Gastgeber etwas um und spielten mehr über die Flügel. In der 57. Minute gelang Hannes Wirth mit einem direkten Freistoß der erste Treffer des Tages. Mit der Führung im Rücken spielte es sich leichter für den SVB. Hinten ließen sie nur noch wenig zu. Zehn Minuten vor dem Ende hatte Felix Pfister den richtigen Riecher, als er merkte, dass Keeper Rene Ebersberger etwas weit vor seinem Tor stand. Aus rund 25 Metern setzte er den Ball gefühlvoll über den verdutzten Keeper zum 2:0. Den Schlusspunkt setzte der unermüdlich ackernde Jonas Weber zum 3:0. Somit gibt Aushilfs-Coach Bernd Feulner das Team mit 18 von möglichen 21 Punkten wieder an Helmut Wolff ab. Eine durchaus beeindruckende Bilanz.

Die Siegesserie der SpVgg Hüttenbach geht weiter. In der 14. Minute foulte Selim Demir Matthias Gruner im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte der Torjäger zum 1:0. Nach einem Eckball erhöhte Nico Elterlein auf 2:0. Noch vor der Pause war es erneut ein Foulelfmeter, der zur Vorentscheidung führte. Wieder verwandelte Gruner souverän zum 3:0. In der zweiten Hälfte passten sich die Teams dem Wetter an, so waren zerfahrene 45 Minuten der Protagonisten. Cagri konnte im ganzen Spielverlauf nicht wirklich für Gefahr sorgen. Zehn Minuten vor Schluss erzielte Gruner seinen dritten Treffer des Tages zum 4:0, ehe Julian Schramm in der 88. Minute den 5:0 Endstand besorgte. Durch den vierten Sieg in Folge verteidigte die Trauner-Elf den zweiten Tabellenplatz.

In einem Spiel, das alles zu bieten hatte, war einmal mehr der SV Schwaig der Sieger. Bereits vor dem Spiel gab es einige Diskussionen, ob das Spiel überhaupt stattfinden kann. Durch den starken Dauerregen gab es viele Pfützen auf dem Spielfeld. Schiedsrichter Holger Hofmann sah darin keine großen Probleme und pfiff das Spiel an. Tamas Dencs setzte früh aus 25 Metern den Ball zum 1:0 in den Winkel. Bayern Kickers haute sich voll rein und kämpfte um jeden Ball. Christoph Krappmann erhöhte so aus kurzer Distanz zum 2:0. Als alle schon mit dem Resultat in die Pause gehen wollten, schlug Torjäger Christoph Weber erstmals zu. Einen Kopfball verwertete der Torjäger zum wichtigen 1:2 Anschlusstreffer. Ein Treffer der auch nach der Pause noch Wirkung zeigte. Schwaig wurde druckvoller. Dennoch dauerte es bis zur 78. Minute, bis erneut Christoph Weber den 2:2-Ausgleich besorgte. "BaKi" warf nun alles in die Waagschale, doch die Cleverness des Tabellenführers wurde mal wieder belohnt. Nach 83 Minuten hatte der Torjäger das Spiel quasi im Alleingang gedreht und seinen Jungs den elften Sieg in Folge beschert. Trotz einer beherzten Leistung steht "BaKi" am Ende ohne Punkte da.

Die Partie in Langwasser wurde 10 Minuten später angepfiffen, da sich im Fünf-Meter-Raum Pfützen gebildet hatten, die die Gastgeber mit Sand zuschütten mussten. In der 15. Spielminute hatte Mustafa Jasarevic das 1:0 auf dem Fuß, doch Keeper Manuel Döllfelder bewahrte seine Farben vor einem Rückstand. Nach einer halben Stunde war es wieder Jasarevic, der einen Kopfball haarscharf am Tor vorbei setzte. Im Anschluss schwächten sich die Gäste selbst. Veysel Ünal sah in der 37. Minute wegen Foulspiels die Gelbe Karte. Nur zwei Minuten später wurde er wegen gleichem Vergehen mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. Das spielte Türkspor natürlich in die Karten. Gegen die noch tiefer stehenden Fürther fanden sie aber zunächst kein Durchkommen. Mehmet Sögütlü zwang mit seinem Abschluss Keeper Döllfelder zu einer starken Parade. Nach dem Seitenwechsel gelang der Heimelf die schnelle Führung. Nach einem Standard legte Sögütlü auf Tesic quer, der aus sieben Metern nur noch einschieben brauchte. Nach dem Führungstreffer war etwas die Luft raus. Türkspor verpasste es, den Deckel auf die Partie zu setzen. Der ASV kam in Unterzahl zu keiner nennenswerten Torchance. Ein Menekse-Abschluss landete am Pfosten, den Abpraller nutzte Spielertrainer Mehmet Marabaoglu zum 2:0. Somit konnte Türkspor erstmals zwei Siege in Folge einfahren und den ersten Sieg in Langwasser feiern.

Nach dem Auswärtssieg in Lauf galt es für den Club nachzulegen. Allerdings stand mit dem Landesliga-Absteiger Veitsbronn ein schwieriger Prüfstein bevor. Bei widrigen Verhältnissen zeigten beiden Teams im ersten Abschnitt gehörigen Respekt voreinander. Die erste und zugleich beste Gelegenheit bot sich Ralf Maas, der jedoch an Keeper Krause scheiterte. Im weiteren Verlauf neutralisierten sich die Mannschaften weitesgehend, und das torlose Remis zum Halbzeitpfiff war ein leistungsgerechtes Resultat. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts Wesentliches am Spielgeschehen. Das Spiel stand auf Messers Schneide und drohte für die Gastgeber ein unschönes Ende zu nehmen: Nach eigenem Einwurf in der gegnerischen Hälfte ließ man sich auskontern, und der eingewechselte Daniel Benkert brachte sein Team in Front. Nach diesem Treffer nahm das Duell deutlich mehr Fahrt auf und Hersbruck drängte auf den Ausgleich. Zunächst scheiterte Michael Mertel aus kurzer Distanz am Gäste-Keeper. Aber nach einem ebenso berechtigten wie überflüssigen Foulelfmeter erzielte Kapitän Rene Bongers vom Punkt das 1:1. Veitsbronn musste nach einer Verletzung die Schlussphase in Unterzahl absolvieren, da man sein Auswechselkontingent schon ausgeschöpft hatte. Hersbruck hatte auch deshalb ein Übergewicht auf seiner Seite und war dem Siegtreffer näher als der Gast. Krause glänzte auch mit einer weiteren Parade bei einem platzierten Schuss von Tayyip Kara. Am Ende stand ein Unentschieden mit dem alle Beteiligten leben konnten.

Die Partie wurde nach 15 Minuten beim stand von 0:0 aufgrund des Wetters und der Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen.

Nach zehn Spielen ohne Niederlage musste die "Spieli" mal wieder ohne Punkte nach Hause fahren. Dabei sah es anfangs noch gut für die Müller-Elf aus. Nachdem Daniel Arapaoglu für Kalchreuth noch die Führung verpasste, nutzte Yannick Diederichs einen Fauxpas von Keeper Lukas Mehlig, der nach acht Minuten den Stürmer schwanzen wollte. Dies misslang komplett, Diederichs hob den Ball über Mehlig ins Tor zum 1:0. Kalchreuth ließ sich davon nur kurz beirren und drückte seinerseits aufsTempo. Die SpVgg wollte das Geschehen meist spielerisch lösen, doch Kalchreuth gewann die Zweikämpfe und präsentierte sich bissig. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit: Kapitän Giering narrte drei Gegenspieler, sein Schuss wurde nach 33 Minuten unhaltbar zum 1:1 abgefälscht. Im Anschluss setzte Arapaoglu Leon Siefert in Szene, dieser behielt alleinstehend die Nerven und drehte die Partie. Die "Spieli" wirkte geschockt und kassierte prompt den nächsten Treffer. Der auffällige Giering eroberte einen Ball in der eigenen Hälfte und schickte Siefert auf die Reise. Der Stürmer behielt die Übersicht und bediente den besser postierten Tobias Gressel, der nach 43 Minuten auf 3:1 stellte. Nach dem Seitenwechsel konnten die Teams nicht mehr das hochklassige Niveau der ersten Halbzeit bestätigen. Kalchreuth hatte das Geschehen weitesgehend im Griff, nur einmal rettete der Innenpfosten die Alm-Kicker. Der "Spieli" fehlte nach vorne die Durchschlagskraft. Kalchreuth hatte noch mehrere Gelegenheiten, alleine vor dem Keeper die Entscheidung herbeizuführen, diese blieben aber ungenutzt. Aufgrund einer überragenden ersten Halbzeit mit einem stark aufspielenden Kapitän war der Erfolg für Kalchreuth durchaus verdient. 

Der ASV Weisendorf kassierte gegen den SK Lauf die dritte Niederlage in Folge. Die erste Halbzeit bestimmte der heimische ASV und hatte so mehrere hochkarätigen Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Diese ließen sie teils fahrlässig liegen. Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste dann Zählbares schaffen. Marc Schober setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und schloss zum 1:0 ab. Die Weisendorfer beschwerten sich, denn sie hatten zuvor ein Foul von Schober gesehen, Schiedsrichter Christoph Stühler beließ es aber bei dem Treffer. Nach dem Gegentreffer entwickelte der ASV zunehmend Druck. Dabei vergab er erneut die ein oder andere Torgelegenheit, einmal rettete der Pfosten für die Laufer. Für den SK Lauf gab es im Anschluss keine richtige Torchance mehr, doch auch Weisendorf konnte die vielen Chancen nicht in einen Torerfolg ummünzen. Durch den Sieg zieht Lauf in der Tabelle an Weisendorf vorbei.

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