Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Weber: "Die ganze Mannschaft profitiert von ihm"

Interview

Der SV Schwaig ist derzeit nicht zu bremsen: Elf Spiele in Folge hat die Elf von Helmut Rahner in der Bezirksliga Nord gewonnen. Nun aber steht ein Doppelspieltag und dabei ordentliche Hürden bevor. Am Donnerstag trifft Schwaig auf Kalchreuth, am Samstag kommt es in der Partie gegen Hüttenbach zum Duell der besten Torschützen. Auf Schwaiger Seite ist das Christoph Weber, der mit 22 Treffern aus 14 Partien auf Rang zwei steht. Wir haben beim Ex-Profi nachgefragt.

Christoph Weber (am Ball) steht mit seinem SV Schwaig ganz oben.

 / © Zink / WoZi

Herr Weber, drei Tore zuletzt gegen Bayern Kickers selbst erzielt - und dennoch keinen Boden gut gemacht in der Torjägerliste. Sowas schonmal erlebt?

Christoph Weber: In dieser Form noch nicht. Das ist schon außergewöhnlich, was der Matthias Gruner da leistet. Er hat die Spielzeiten davor ja schon immer getroffen, in der letzten Saison 38 Tore gemacht. Da kann man nur den Hut davor ziehen.

Bei Euch läuft es ja auch nicht schlecht. Elf Spiele in Folge, zuletzt gegen Bayern Kickers ein 0:2 aufgeholt. Was ist da los?

Weber: Momentan haben wir einfach einen Lauf. Aber wir haben auch die Qualität in der Mannschaft, dass uns Rückstände nicht aus der Bahn werfen. Und wir haben ein ausgeglichenes Team, in dem jeder zum Einsatz kommt. Die Jahre zuvor hatten wir immer einen kleinen Kader, Probleme mit Verletzungen, darunter hat die Qualität gelitten. Qualität haben wir dieses Jahr auch in der Tiefe..

Aber diese Serie...

Weber: Ja, damit hat bei uns auch keiner gerechnet. Wir werden auch mal wieder eins verlieren, davon geht dann aber auch die Welt nicht unter. 

"Das alles zeichnet uns momentan aus"

Sie haben mit Helmut Rahner einen Trainer, der früher für seine beinharte Spielart bekannt war. Kann der einem erfahrenen Stürmer wie Ihnen noch etwas beibringen?

Weber: Nicht nur ich profitiere, die ganze Mannschaft profitiert von ihm. Allein im Defensivverhalten: Man muss sich nur anschauen, wie viele Tore wir in den letzten Jahren kassiert haben. Das ist auch ein Grund, warum wir momentan da oben stehen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Defensive, dass wir hinten die Null halten, weil wir nach vorne die Qualität haben, das ein oder andere Tor zu schießen. Er sorgt auch dafür, dass wir ruhig bleiben, wenn es mal nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Er bringt Erfahrung mit, bringt Spaß in die Truppe, aber auch die nötige Ernsthaftigkeit. Und das alles zeichnet uns momentan aus.

Sie selbst sind 32 Jahre alt - ist da noch ein Jahr Landesliga drin?

Weber: Nein werde ich da jetzt nicht sagen. Wenn man da oben steht, will man so lange wie möglich da bleiben. Wir hatten in dieser Saison eigentlich andere Ziele: Und die 40 Punkte können wir an diesem Doppelspieltag auch erreichen.

Der Nichtabstieg als Tabellenführer?

Weber: Wir hatten ja erst vor zwei Jahren den Fall, dass wir am letzten Spieltag mit Ach und Krach wegen einem einzigen Tor nicht abgestiegen sind. Letztes Jahr hatten wir eine ordentliche Runde. Wenn wir die 40 Punkte mal erreicht haben, können wir unsere Ziele neu definieren.

Und die Aufgaben sind anspruchsvoll: Am Donnerstag kommt Kalchreuth, am Samstag dann die SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf. Gewinnt in der Partie das Team, dessen Torjäger häufiger trifft?

Weber: Vielleicht geht das Spiel 5:5 aus, vielleicht treffen wir beide gar nicht und es geht 0:0 aus. Hüttenbach ist die beste Auswärtsmannschaft, wir sind die beste Heimmannschaft. Ich hoffe, dass das Wetter hält und das ein paar Zuschauer kommen. Für die wäre es natürlich schön, wenn es ein 5:5 wird. Für die beiden Trainer wohl weniger. Es wird wohl die Tagesform entscheiden.

Mehr zum Thema