Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Feucht vs. Quelle: Gündogan äußert sich zu "Skandalspiel"

Fürther Coach ist immer noch stocksauer

Die "Skandalpartie" vom vergangenen Freitagabend zwischen dem SC Feucht und der SG Quelle Fürth (2:1) wird definitiv ein Nachspiel haben. Drei Tage später äußerte sich zu den Geschehnissen im Feuchter Waldstadion, die beinahe zum Spielabbruch geführt hätten, nun erstmals auch Quelle-Trainer Serdal Gündogan – und das mit deutlichen Worten.

© Sportfoto Zink

„Dieses Schiedsrichter-Gespann ist eine Schande für den Fußball“, wettert Serdal Gündogan und schiebt hinterher: „Der Verband sollte sich überlegen, ob er diese Schiedsrichter noch einmal einsetzt.“ Harte Kritik, die jedoch nicht ganz unberechtigt scheint. Schließlich hatten der Unparteiische Tim Michel und seine beiden Assistenten Patrick Zahner und Maximilian Stöckel tatsächlich nicht ihren besten Tag erwischt. Mit unnötig vielen Unterbrechungen und teils fragwürdigen Entscheidungen schaltete das Trio die Partie nach und nach erst so richtig scharf.

So war es nach dem ersten Platzverweis des Spiels gegen Fürths Robin Hutter wegen Schiedsrichterbeleidigung eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Bombe platzen würde. Gündogan und seine Spieler hätten sich geradezu provoziert gefühlt vom Schiedsrichtergespann. „Ihr Umgang mit uns war respektlos. Zum Beispiel sind sie während unserer Halbzeit-Besprechung zweimal zu uns in die Kabine gekommen.“ Auch die Szene, die zu seinem Verweis aus dem Innenraum geführt hatte, bewertet er völlig anders. „Ich habe niemanden beleidigt, ich habe den Schiedsrichter nur gefragt, ob er auch genügend Karten dabei hat.“ Das hatte er offensichtlich. Denn nach Abpfiff mussten Michel und Co. von Ordnern vor dem aufgebrachten Quelle-Anhang geschützt vom Platz geleitet werden und durften dann im verriegelten Schiri-Zimmer rekordverdächtige 17 Gelbe Karten, zwei Rote und zwei Gelb-Rote Karten in den Spielberichtsbogen eintragen. Die Platzverweise kassierte allesamt die SG Quelle.

Schlicker schweigt lieber

Insgesamt also 21 persönliche Strafen, die offensichtlich ihren Zweck, das Spiel zu beruhigen, nicht erfüllt hatten, sondern nur dazu führten, dass die Partie bei einem weiteren Platzverweis hätte abgebrochen werden müssen. Selbst Florian Schlicker, Trainer des SC Feucht, musste sich hinterher extrem zusammenreißen. Angesichts des wichtigen 2:1-Erfolgs seiner Elf sparte er sich eine Bewertung der Schiedsrichterleistung, kommentierte jedoch vielsagend: „Zum Schiedsrichter sage ich heute lieber nichts.“ Sein Kumpel Serdal Gündogan will zunächst abwarten, was weiter passiert. Ohne Folgen wird diese Partie für ihn und seine Spieler jedoch kaum bleiben. Viel wird davon abhängen, wie Schiedsrichter Michel die Ereignisse in seinem Bericht darstellt. Gündogan jedenfalls ahnt schon, dass ihm und den Quelle-Verantwortlichen diese Stellungnahme nicht gefallen wird und baut deshalb schon einmal vor: „Wenn Lügen in diesem Bericht stehen, werden wir uns wehren.“ Klingt nach: Fortsetzung folgt.

Mehr zum Thema