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Hersbruck weist Marabaoglus Vorwürfe zurück

FCH-Sportvorstand Hans Herrmann reagiert auf Aussagen des Türkspor-Trainers

In einem Statement vor dem Bezirksliga-Rückrundenspiel zwischen Türkspor und Hersbruck hatte Türkspor-Coach Mehmet Marabaoglu dem FCH "unsportliches und respektloses Verhalten" im Hinspiel unterstellt. Eine Aussage die in Hersbruck auf reichlich Unverständnis stieß. Nun reagiert der "Club". Sportvorstand Hans Herrmann bezieht in einer Stellungnahme Position.

Der FC Hersbruck sieht sich Vorwürfen seitens des Türkspor-Trainers Maehmet Marabaoglu konfrontiert.

 / © Sportfoto Zink

Es ist gängige Praxis in der Bezirksliga Nord: nordbayern Amateure-Mitarbeiter Harry Bielz gibt vor jedem Wochenende den Trainern der Liga die Möglichkeit, ein kurzes Statement zum kommenden Spiel und damit auch zum Gegner abzugeben. So auch in dieser Woche. Der 20. Spieltag steht an. Und damit am Sonntag (14:00 Uhr) auch das Duell zwischen Türkspor und Hersbruck. Das Hinspiel hatte die Elf von Stefan Erhardt glatt mit 3:0 gewonnen. Hersbruck hatte einen Schwerverletzten zu verzeichnen, weitere außergewöhnliche Vorkommnisse oder Besonderheiten rund um das Duell waren bislang aber nicht bekannt. Deswegen war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass Mehmet Marabaoglu, mittlerweile Coach der Nürnberger und im Hinspiel noch Einwechselspieler unter Serdar Kuygun, vor dem erneuten Aufeinandertreffen vielsagende Andeutungen machte. Es sei "viel über Persönliches diskutiert" worden im Hinspiel, schrieb Marabaoglu in seinem Statement an Bielz. Und dass sich die Hersbrucker "unsportlich und respektlos" verhalten hätten.

Vorwürfe, die man in Hersbruck "mit großer Verwunderung" zur Kenntnis genommen hat, wie Sportvorstand Hans Herrmann in einer "Stellungnahme zu den Aussagen von Türkspor-Trainer Mehmet Marabaoglu" schreibt. Wenn es überhaupt eine Partei gegeben hätte, die der anderen Seite Unsportlich- und Respektlosigkeiten hätte unterstellen können, dann seien das die Hersbrucker selbst gewesen. Denn nach einem frühen Ellbogenschlag gegen FCH-Verteidiger Karnoll, der sich dabei einen Stirnhöhlenbruch zuzog, habe es von Seiten Türkspors bis nach dem Ende der Begegnung weder ein Wort des Bedauerns, noch eine Entschuldigung gegeben. Gerade weil die Vorwürfe Raum ließen für "Diskussionen über Ausländerfeindlichkeit", wovon beim FC Herbsruck laut Herrmann keine Rede sein könne, "weisen wir die gemachten Aussagen von Herrn Marabaoglu entschieden zurück!"

Nachfolgend die komplette Stellungnahme des FC Hersbruck im Wortlaut.

Stellungnahme zu den Aussagen von Türkspor-Trainer Mehmet Marabaoglu im Vorfeld des Bezirksligaspiels zwischen Türkspor Nürnberg und dem 1. FC Hersbruck

Mit großer Verwunderung haben wir die Aussagen von Türkspor-Trainer Mehmet Marabaoglu im Vorfeld unseres Spiels gegen seine Mannschaft zur Kenntnis nehmen müssen. Als Sportvorstand des 1.FC Hersbruck kann und will ich diese Aussagen nicht unkommentiert lassen, da sie unsere Mannschaft und den Verein in einem Licht dastehen lassen, das einfach nicht den Tatsachen entspricht. Fakt ist hier, dass der Auslöser für umfangreiche Diskussionen bereits in den Anfangsminuten des Spiels ihren Beginn hatten. Nach einer Standardsituation erhielt unser Abwehrspieler Gabriel Karnoll einen Ellbogenschlag seitens eines Türkspor-Spielers ins Gesicht und erlitt dabei einen Stirnhöhlenbruch. Er musste vom Feld, wurde operiert und fiel wochenlang aus. Wenn Herr Marabaoglu hier von Unsportlich- und Respektlosigkeit unsererseits in diesem Spiel spricht, sind das Aussagen, die auf Grund des oben genannten Vorfalls eigentlich, wenn überhaupt, uns zugestanden hätten, denn nach dieser Aktion gab es weder während noch nach Ende des Spiels Seitens der Türkspor-Mannschaft bzw. des Trainer- oder Betreuerteams ein Bedauern, noch eine Entschuldigung gegenüber unserem Spieler bzw. Trainer. Uns ist unverständlich, warum Herr Marabaoglu mit seiner Aussage unsere Mannschaft und damit auch unseren Verein in einer Art und Weise attackiert, die gerade in der heutigen Zeit wieder schnell zu umfangreichen Diskussionen über Ausländerfeindlichkeit führen kann. Davon kann in unserem Verein aber keine Rede sein. Deshalb weisen wir die gemachten Aussagen von Herrn Marabaoglu entschieden zurück!

Mit freundlichen Grüßen | Gez. Hans Herrmann | Sportvorstand 1.FC Hersbruck

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