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Güler: "Wir haben sie ohne Weber geschlagen - und diesmal mit"

Vorschau Bezirksliga Nord 21. Spieltag

Letzter offizieller Spieltag im Jahr 2018: Cagrispor gelang als letztes Team das, was seitdem 16 Teams nicht mehr gelungen ist: Den SV Schwaig zu schlagen. SVS-Coach Rahner klingt vor dem Rückspiel gegen die Nürnberger Türken ziemlich unzufrieden. Außerdem: Der Tabellenzweite Kalchreuth trifft auf Kellerkind ASV Fürth, Hüttenbach bekommt es mit dem Letzten Neunkirchen zu tun. Dahinter kommt es zum Verfolgerduell Stadeln gegen Veitsbronn. Buckenhofen trifft auf die SpVgg Erlangen. Zwischen BaKi und dem TV 48 kommt es zum brisanten Kellerduell. Türkspor muss in Weisendorf zusehen, wieder mehr Wasser unter den Kiel zu bekommen, Diepersdorf spielt in Hersbruck um einen positiven Jahresabschluss. Außerdem trifft Gutenstetten auf Lauf.

Yunus Güler beim Hinspiel-Sieg gegen Schwaig. Zum Abschluss will Cagri die Serie des Primus beenden.

 / © Zink / WoZi

Im Spiel des Tabellenvierten gegen den Tabellensechsten trifft Stadeln auf Veitsbronn. Wer kann den Anschluss an den Relegationsplatz über den Winter halten? Das Hinspiel konnte der ASV mit 1:0 für sich entscheiden. Für den FSV Stadeln stehen noch zwei Heimspiele an, bevor es in die Winterpause geht. "Wir wollen die zwei Heimspiele unbedingt gewinnen," so Coach Dedaj. Mit der bisherigen Runde ist der Übungsleiter selbst nicht zufrieden. "Ich weiß was die Mannschaft kann. Wir hätten mehr erreichen können. Aber wir werden uns noch nicht geschlagen geben und unser Bestmögliches noch rausholen." Ein langes Jahr hat der ASV Veitsbronn hinter sich. Durch die Relegation "zieht sich die Saison wie ein Kaugummi", so Coach Alex Rambau. Dennoch ist er mit dem Erreichten mehr als zufrieden. "Wir haben unser Ziel schon überschritten. Was wir jetzt noch holen ist Zusatz." Im Duell beim FSV Stadeln sieht er seine Mannschaft als klaren Außenseiter. "Stadeln will bzw. muss gewinnen. Wir wollen einfach nur die Liga halten. Wir fahren befreit dorthin und werden nichts abschenken", so Rambau.

Bereits um 11:30 Uhr steigt das Spiel zwischen Cagri und dem Tabellenführer an der Deutschherrnstraße. Diese Anstoßzeit ist Schwaig ja bereits aus der Vorwoche gewohnt. Cagri Spor war der letzte Gegner, der den SV Schwaig schlagen konnte. Wenn es nach Coach Yunus Güler geht, soll dies am Sonntag erneut passieren. "Ich glaube an die Mannschaft und bin guter Dinge. Damals haben wir sie ohne Christoph Weber geschlagen und diesmal mit", so Güler. Der Coach glaubt, dass es nach unten hin noch eng werden könnte. "Es sind nicht viele Punkte Vorsprung auf Bayern Kickers. Wir wollen mit 32 Punkten in die Pause." Der SV Schwaig ließ sich zuletzt auch nicht vom SV Gutenstetten stoppen. Mit 15 Siegen in Serie und mittlerweile 50 Punkten steht die Rahner-Elf mutterseelenallein an der Tabellenspitze. Wer meint, dass der Coach nur noch freudestrahlend durch die Gegend laufen würde, der hat sich gewaltig getäuscht. "Die Einstellung ist seit Wochen nicht mehr da. Es ist vieles, was nicht passt, aber am Ende ist es immer irgendwie gut gegangen. Am Dienstag war die halbe Mannschaft nicht im Training. Sechs, sieben Spieler ruhen sich seit Wochen auf den Lorbeeren aus. Das sind Sachen, die mir überhaupt nicht gefallen", so Rahner. Deswegen sieht er sein Team am Sonntag auch in der Außenseiterrolle. "Wenn man neun Mann im Training hat, dann darf man nicht von einem Sieg sprechen. Ein Punkt wäre voll okay. Wir wollen das eine Spiel noch vernünftig bestreiten und dann haben wir eine überragende Serie gespielt", findet der Coach zum Schluss doch noch lobende Worte. 

Der FC Hersbruck konnte auch das zweite Duell gegen Türkspor mit 3:0 gewinnen. Coach Stefan Erhardt war logischerweise voll des Lobes für sein Team: "Es war von jedem Einzelnen eine sehr gute Leistung. Wir waren giftig, eklig und kompakt. Desweiteren waren wir deutlich aggressiver und haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht." Der Coach ist sehr froh, wenn Winterpause ist. Im Vergleich zum ersten Halbjahr hat es seine Mannschaft im zweiten Halbjahr schon sehr mit Verletzungen erwischt. "Das ist auch der Grund, warum es letztes Jahr so gut lief. Das merkt man einfach, wenn man nicht alle Spieler zur Verfügung hat. Das hat nichts mit Jammern zu tun. Im Amateurbereich bist du einfach auf fünf, sechs Mann angewiesen." Im Vergleich zu Diepersdorf hat Hersbruck in diesem Kalenderjahr fast zehn Pflichtspiele mehr absolviert. Das macht sich für den Coach jetzt gegen Ende schon bemerkbar. Dass die Mannschaft die Situation so annimmt und noch reichlich Punkte geholt hat, macht den Trainer stolz. "Da muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass sich da jetzt noch so viele quälen. Das ist nicht selbstverständlich - und da bin ich schon stolz, dass ich so eine Mannschaft trainieren darf, die da alles reinhaut. Zum Glück sind wir in den letzten Wochen dafür auch belohnt worden", so Erhardt. Durch die Siege der Konkurrenz steht die SpVgg Diepersdorf schon etwas unter Zugzwang. Co-Trainer Andi Reuss hat vor dem Derby-Gegner Hersbruck schon Respekt. "Das ist ein schwerer Gegner. Sie sind ein eingespieltes Team, das einen super Fußball spielt. Wir haben aufgrund unseres Verletzungspechs ein wenig "Schmerzen"."

Im Nachholspiel am Donnerstag gegen Kalchreuth konnte "Baki" beim 0:0 einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf sammeln. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen haben die Jungs von Saim Kök auch etwas Selbstvertrauen sammeln können. Mit dem TV 48 Erlangen kommt ein Konkurrent und Tabellennachbar in den Nürnberger Norden. Der Coach weiß natürlich um die Bedeutung des Spiels. "Die Partie ist brutal wichtig für uns. Wir haben in den letzten Wochen Selbstvertrauen tanken können und freuen uns auf das Heimspiel. Ich spiele lieber jetzt als später gegen sie", so Saim Kök. Beim TV 48 Erlangen hat der Trainerwechsel gefruchtet. In Spiel eins nach Udo Sasse konnten die Jungs von Hannes Decher einen überzeugenden wie wichtigen 4:1-Sieg gegen Weisendorf einfahren. Decher hatte nach dem Erfolg natürlich wenig zu Meckern. "Am Anfang waren wir etwas unsicher, haben aber dann relativ schnell die Ordnung gefunden." Über den Rücktritt von Sasse zeigte sich Decher nicht wirklich überrascht. "Wir waren ja im ständigen Austausch. Es spielte sich ja jedes Spiel immer gleich ab. Wir waren nie wirklich schlechter, sind aber nicht aus dem Negativstrudel rausgekommen." Sasse wollte einen neuen Impuls setzen. So wurde Hannes Decher von Max Bittner gefragt, ob er das Amt übernehmen würde. Für Decher war das die logische Konsequenz. Der neue Spielertrainer hat sich die letzte Partie der Bayern Kickers angeschaut und sieht die Chancen für Sonntag ausgeglichen. "Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir haben das Hinspiel gewonnen und wollen am Sonntag erneut als Sieger vom Platz gehen. Es wird die Einstellung und die Tagesform entscheidend sein", so Decher.

Im Nachholspiel auf dem Hartplatz beim BFC gegen Bayern Kickers mussten sich die Jungs von Joao Oliveira trotz guter Möglichkeiten mit einem 0:0 zufrieden geben. Nun geht es gegen das nächste Kellerkind. Auf der heimischen Alm empfängt man den ASV Fürth. "Wenn wir da oben bleiben wollen, müssen wir das Spiel gewinnen. Wir wollen auf dem zweiten Platz bleiben", so Coach Joao Oliveira. Vier Niederlagen in Folge musste der ASV Fürth zuletzt einstecken. Co-Trainer Sergio Jardon sieht auf für seine Jungs auf der Alm dennoch eine kleine Chance. "Dort erwartet keiner etwas von uns. Vielleicht kommt uns das jetzt mal zugute", so der Co-Trainer.

Der SV Buckenhofen konnte das Hinspiel gegen die "Spieli" zwar mit 2:1 für sich entscheiden, doch Coach Helmut Wolff weiß noch genau, wie sich das Geschehen abspielte und kennt die Stärken des Gegners. "Da war die Spieli eigentlich besser. Sie haben individuelle Fehler gemacht und die haben wir eiskalt genutzt. Sie haben sich mittlerweile wieder gefangen. Sie haben viel Erfahrung und ein gutes Abwehrverhalten", so Wolff. Nun erwartet er ein anderes Gesicht als in der Vorwoche in Diepersdorf. "Es wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein, um gegen die Spieli zu bestehen." In den letzten fünf Spielen konnte die SpVgg nicht mehr als Sieger vom Platz gehen. Deswegen steht die Müller-Elf lediglich auf dem zehnten Tabellenplatz. Sollten die Erlanger noch einen Sprung nach oben machen wollen, wäre ein Sieg in Buckenhofen sicherlich nötig.

Der ASV Weisendorf verlor beim TV 48 Erlangen deutlich mit 1:4. Für Coach Bernd Fuchsbauer gab es eine neue Erkenntnis: "Die Mannschaft hat ein Gesicht gezeigt, das ich noch nicht kannte. Es hat sehr wenig gestimmt. Die Leistung war sehr enttäuschend. Wir haben den Gegner aufgebaut und den Vorsprung nicht gehalten." Nun hofft er, dass die Jungs selbstkritisch sind und das gegen Türkspor zeigen. "Ich erwarte eine Reaktion. Das wird ein Spiel der Einstellung und der Mentalität. Ich werde mit Argusaugen hinschauen, wer da gewillt ist. Wir müssen schauen, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe kommen und uns reinbeißen. Ein Punkt würde uns gut tun", so Fuchsbauer. Türkspor musste beim 0:3 gegen Hersbruck die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Dadurch konnte sich Bayern Kickers bis auf zwei Punkte heranpirschen. Gegen Weisendorf soll eine schwache zweite Jahreshälfte mit einem Sieg gerettet werden, um wohl möglich nicht noch auf den Relegationsrang abzurutschen. 

Die SpVgg Hüttenbach musste sich am vergangenen Sonntag beim ASV Veitsbronn erstmals die Punkte teilen. "Die Jungs waren natürlich enttäuscht, aber auch etwas verwundert, weil es war unser erstes Unentschieden in dieser Saison", so Coach Kevin Trauner. Das letzte Spiel 2018 steigt gegen den Tabellenletzten aus Neunkirchen. "Wir werden da noch einmal alles reinwerfen. Es ist egal wer der Gegner ist, wir wollen unser Spiel durchdrücken. Wir wollen die drei Punkte holen und da oben dabei bleiben." Für den TSV Neunkirchen schaut es hingegen schon richtig düster aus. Zwölf Punkte sind es auf den Relegationsrang, auch wenn man noch zwei Spiele in der Hinterhand hat. In Hüttenbach wartet auf den Aufsteiger eine Mammut-Aufgabe. Doch vielleicht ist genau das die Chance, Punkte einzufahren, wenn niemand mehr damit rechnet.

Der SV Gutenstetten zog in der vergangenen Woche beim Tabellenführer SV Schwaig mit 0:1 den kürzeren. Trotz zahlreicher Chancen konnte die Tarone-Elf sich nicht für eine gute Leistung belohnen. Nun kommt zum Jahresabschluss ein besonderer Gegner in den Steinachgrund. Zwar konnte man das Hinspiel in Lauf für sich entscheiden, doch im Anschluss verlor man wegen eines unzulässigen Spielereinsatzes die Punkte. Jetzt will man sich erneut auf sportlicher Ebene gegen Lauf durchsetzen und sich in der ersten Tabellenhälfte festbeißen. Der SK Lauf verlor am letzten Spieltag gegen Stadeln mit 3:6. Für Spielleiter Mario Kulla liegen die Gründe auf der Hand: "Wir kassieren einfach zu viele Gegentore. 46 Gegentore ist eine klare Aussage. Wir machen gegen Stadeln drei Dinger rein und verlieren trotzdem." Der Spielleiter lässt die Hinserie ein wenig Revue passieren. "Uns fehlen im Schnitt acht Spieler pro Spiel. Da stellt sich die Mannschaft meist von selbst auf. Mit Bergler und Dotzler fehlen uns schon lange wichtige Stützen, und unser Last-Minute-Transfer Träger verletzte sich gleich im ersten Spiel. Unser Ziel war, schnellstmöglich mit den unteren Plätzen nichts zu tun zu haben, das ist uns leider nicht ganz gelungen. Darum sind wir froh, wenn es in die Pause geht und wir uns wieder neu aufstellen können. Mit den vielen Rückkehrern bin ich überzeugt, dass wir am Ende noch auf einen einstelligen Tabellenplatz springen werden." Für den Jahresausklang hat Kulla einen klaren Wunsch. "Wir wollen da unbedingt punkten. Das dürfte interessant werden, da sie ein ähnliches Torverhältnis haben."

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