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Wolff: "Unterschätzen wird uns nach der Pause keiner mehr"

Bezirksliga Nord

Die Welt ist derzeit in Ordnung beim SV Buckenhofen. Nach einem hart umkämpften 3:1-Heimsieg über die SpVgg Erlangen liegt der Neuling weiter drei Zähler hinter dem Relegationsplatz und fiebert nun dem Topspiel am Sonntag zu Hause gegen den Tabellenzweiten aus Kalchreuth entgegen.

Während Shaker Hagie Youssef (links, SV Buckenhofen) den Ball vor sich hertreibt, rutscht sein Mannschaftskamerad Tobias Molls (re.) ins Leere. Dazwischen rennt der Erlanger Burak Cam.

„Ich bin heilfroh, dass wir schon zehn Punkte auf dem Konto haben“, gab Buckenhofens Trainer nach dem glücklichen Auswärtssieg am vierten Spieltag bei der SpVgg Erlangen nach dem Spiel zu Protokoll, „denn das sind zehn Punkte im Abstiegskampf“. Mittlerweile spricht an der Staustufe schon längst keiner mehr vom Abstieg, aber andere Vorgaben werden auch noch nicht formuliert.

„Unsere nächsten Ziele sind es, die Mannschaft weiter zu entwickeln und in der Bezirksliga zu stabilisieren. Wir haben große Namen in der Liga geschlagen, aber teilweise auch mit viel Glück. Ich möchte dahin kommen, dass dies auch überzeugend gelingt, denn unterschätzen wird uns nach der Winterpause keiner mehr“, so Wolff nach dem Heimsieg. Dass sich seine Jungspunde bereits in den letzten Wochen enorm entwickelt haben, macht Wolff auch am Spielverlauf gegen die SpVgg Erlangen fest: „Wie wir das, auch wenn es in Überzahl war, vor den Toren gemacht haben, da sieht man schon, dass meine Mannschaft eine gute Entwicklung hinter sich hat.“ 

Einer, der hierfür symbolisch steht, ist Felix Pfister: Das 22-jährige Eigengewächs reift nach einem kurzen Intermezzo in Vach als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld immer mehr zum Führungsspieler heran, auch wenn er sich selbst noch nicht so weit sieht: „Ich würde mich jetzt noch nicht als Führungsspieler bezeichnen, da sind andere da. Leistungsträger passt da eher, aber das geht auch nur mit der Mannschaft, wie sie spielt und wie sie mich anspielt. Ich weiß was ich kann und versuche das jeden Sonntag in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Das Zusammenspiel auf dem Platz und auch die Chemie untereinander stimmen einfach, daher fühle ich mich auch in Buckenhofen pudelwohl.“ Den Hauptverdienst, dass es mit der sehr jungen Mannschaft in der Bezirksliga so gut läuft, schreibt Pfister seinem Coach zu: „Wir haben einen guten Trainer, der uns fördert und auf die jungen Spieler eingeht.“ Dies alles hätte aber nicht viel geholfen, wenn die Gäste ihre Überlegenheit im ersten Abschnitt konsequenter ausgespielt hätten. Durch das sehr frühe Pressing mit zehn Mann in der gegnerischen Hälfte und das Spiel auf engem Raum (Wolff: „Das liegt uns überhaupt nicht.“) hatten die Erlanger deutlich mehr Ballbesitz und auch ein optisches Übergewicht.

Abgesehen vom 0:1, das Johannes Winkelmann mit einem sehenswerten Volleyschuss aus 17 Metern erzielte, erspielten sich die Gäste keine nennenswerten Chancen. Von Buckenhofen war in Halbzeit eins nach vorne wenig zu sehen. In der Kabine fand Wolff nach Aussage Pfisters die richtigen Worte: „Da muss noch etwas gehen, da ist noch alles drin“.

Den Gastgebern half auch die Unbeherrschtheit des Erlangers Andre Karius, der im Anschluss an seine Gelbe Karte, die er nach einem Foul an Youssef Hagie bekam, lautstark protestierte und dafür Gelb-Rot sah. Buckenhofen drückte nun auf den Ausgleich, der aber erst acht Minuten vor Schluss fiel. David Knauer tankte sich auf der rechten Seite durch, seine flache Hereingabe fand bei Jonas Weber den richtigen Abnehmer. Nur zwei Minuten später stellte der Neuling die Weichen auf Sieg. Lucas Eisgrub passte und in der Mitte vollendete Pfister. Döhler zog Weber im Laufduell im Strafraum zu Boden, der Gefoulte traf selbst zum 3:1.

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