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Seibold: "Wir schleppen uns teilweise von Spiel zu Spiel"

Bezirksliga Süd

Die SG Herrieden spielt bislang eine überzeugende Runde, dennoch ist die Stimmung im Winter durchwachsen. Denn die SGH hat mit personellen Problemen zu kämpfen.

Thomas Seibold hofft auf eine verletzungsfreie Restrunde. 

 / © Anja Hinterberger

Letztes Jahr noch feierte die SG Herrieden mit dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft einen beachtlichen Wintererfolg, von Hallenbegeisterung war 12 Monate später beim gleichen Turnier allerdings wenig zu spüren. Ohne Sieg verabschiedete sich das Team von Thomas Seibold aus der Halle am Berliner Platz - es war allerdings auch eine SGH, die mit dem Team der letzten Spielzeit wenig zu tun hatte. "Nur ein Mann aus dem letzten Jahr war dabei", erklärt Coach Seibold und schildert die Mühe, die er hatte, genug Akteure für den Ausflug nach Nürnberg zu motivieren. "Wir hatten letzte Woche unser eigenes Turnier in Herrieden, normaler Hallenfußball, die meisten hatten danach einfach keine Lust mehr. Aber absagen konnten wir ja auch nicht". Sieben Mann, eine Mischung aus Akteuren der 1. und 2. Mannschaft, konnte er zusammenkratzen, am Ende war sein Team von einer Titelverteidigung weit entfernt.

Natürlich zählt sportlich auch in Herrieden vorrrangig die Bezirksligasaison, und die verlief bislang durchaus beachtlich für die SGH: Zwischenzeitlich stand das Team mit der besten Liga-Offensive gar auf Relegationsrang zwei. Dass sein Team lange Zeit auf Tuchfühlung zur Spitze ging, überrascht Seibold nicht: "Wenn ich alle Mann an Bord habe, könnten wir oben mitspielen", glaubt er. Doch weil das zuletzt eben nicht mehr der Fall war, kann man Seibolds Stimmung als durchwachsen beschreiben: "Wir schleppen uns teilweise von Spiel zu Spiel", sagt er und meint damit Personalsorgen, die dazu führten, dass Herrieden teils nur mit 12, 13 Mann antrat. Die Winterpause kam mehr als gelegen, die beiden letzten Partien davor gingen verloren: "Roth etwa hätten wir ärgern können, auch mit einem Sieg gegen Marienstein hätten wir beruhigter in die Pause gehen können", trauert der Coach dem verpatzten Jahresabschluss nach.

Kleiner Kader

Es lässt sich konstatieren: Sein Kader ist sehr klein - eigentlich zu klein für die Bezirksliga. "Wenn man die Mannschaftsfotos vergleicht von letztem Jahr und diesem, dann fehlen 13 Mann", so Seibold, der etwas die Magnetwirkung der SGH auf motivierte Akteure des Umkreises vermisst. In der Gegend ist bekanntlich mit dem SV Ornbau, Thomas Seibolds ehemaligem Verein, ein etablierter Bezirksligarivale beheimatet, "Herrieden ist noch nicht so angekommen in den Köpfen, obwohl bei uns drumherum alles passt. Wir haben ja auch den besten Zuschauerschnitt der Liga." 

Und so kommt es, dass Ausfälle von Akteuren wie André Vogelhuber, Joshua Seibold, Tobias Fischer und Christoph Kowalski besonders schmerzen. Fragt man nach den Zielen für die Rückrunde, sind es zunächst auch diese Personalien, die Seibold nennt: "Unsere Verletzten sollen wieder zurückkommen." Und tabellarisch? Neun Punkte sind es auf Rang zwei, oben nochmals ranzuschnuppern sei aber kein Ziel: "Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt, am besten innerhalb von sechs, sieben Spielen. Und dann eine ruhige Runde spielen." Dass es bei zehn Punkten Vorsprung auf die Rote Zone nochmals gefährlich werden könne, scheint auf den ersten Blick zwar unwahrscheinlich, doch Seibold hat da erst jüngst seine Erfahrungen sammeln müssen: "Wir sind letztes Jahr schon super rausgekommen", sagt er und meint das ganz und gar ironisch. Zur Erinnerung: In der letzten Spielzeit gab es aus den ersten fünf Partien nach dem Winter nur einen Zähler. Zur Halbzeit im sicheren Mittelfeld, rutschte die SGH nochmals gefährlich rein in den Abstiegsstrudel und konnte sich erst im Endspurt befreien. 

Personell bleibt es weitgehend ruhig in der Winterpause, mit einer schmerzenden Ausnahme: "Bastian Göttlicher wird uns ja verlassen", gibt Seibold zu Protokoll, "er hat ja immer gespielt, auch wenn er nicht so oft trainiert hat". Mit zwei Neuzugängen sei man zwar im Gespräch, "aber das wäre erst etwas für den Sommer." So muss 'Dave' Seibold, der sich bezüglich einer eigenen Vertragsverlängerung noch nicht mit den Verantwortlichen der SGH zusammengesetzt hat, in der Restrunde mit dem bestehenden Kader auskommen.

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