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Futsal Nürnberg: "Ein Nervenkrimi im Abstiegskampf"

Futsal Regionalliga

Nürnbergs beste Futsalspieler halten die Hoffnung aufrecht. In Neuried gewinnen sie ein wildes Spiel mit 5:4 und dürfen nun wieder auf den Klassenverbleib in der Regionalliga hoffen. Entsprechend glücklich ist Trainer Peter Schulze-Zachau.

Glücklich und fertig: Peter Schulze-Zachau (r.). 

 / © Anestis Aslanidis

Drei Punkte im Abstiegskampf. Sie werden jetzt sicher mit einem guten Gefühl nach Hause fahren...

Peter Schulze-Zachau: Auf jeden Fall. Allerdings war dieses Spiel für mich als Trainer schwierig, ich bin gefühlt drei Herztode gestorben. Wir haben 1:0 geführt, lagen dann 1:2 hinten, haben nochmal 3:2 geführt und lagen dann doch wieder mit 4:3 hinten. Als wir 5:4 vorne waren, hat der Gegner noch einen Zehnmeter bekommen, den sie über das Tor geschossen haben. Jetzt sind wir punktgleich mit Neuried, auch wenn die den direkten Vergleich gewonnen haben.

Im Hinspiel verloren sie mit 0:5. Nicht nur deshalb war es heute ja quasi ein Abstiegs-Endspiel...

Schulze-Zachau: Im Prinzip schon. Wenn wir verloren hätten, wäre es schwer gewesen für die Mannschaft. Wir haben aber versucht, den Druck herauszunehmen. Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass es unser Ziel ist, am letzten Spieltag ein Endspiel gegen Karlsruhe zu haben. Dafür mussten wir punkten. Das Ergebnis hat gepasst.

Spielerisch war Luft nach oben?

Schulze-Zachau: Es war eben ein Nervenkrimi im Abstiegskampf. Wir haben nicht gut gespielt, da waren wir letzte Woche beim 0:2 gegen Jahn Regensburg besser. Wir haben es insgesamt aber als Mannschaft wirklich gut gemacht.

Die knappe Niederlage gegen den früheren Meister Regensburg hat Ihnen sicher Auftrieb gegeben.

Schulze-Zachau: Wir haben heute ja gesehen, wie die Konkurrenz gespielt hat. Karlsruhe hat 0:15 gegen Regensburg verloren. Wir haben gut gespielt, gut gekämpft und müssen jetzt einfach weitermachen.

Vier Spiele verbleiben noch, darunter sind auch zwei gegen Weilimdorf und Deisenhofen, die weiteren Spitzenmannschaften der Liga. Wie hält man da die Hoffnung aufrecht?

Schulze-Zachau: Wir haben nichts zu verlieren. Man muss sich einfach an jedem Zweikampf, an jedem Schuss und jedem Tor hochziehen. Wir haben zuletzt Regensburg wirklich entnervt, weil wir ihr Spiel mit unseren Mitteln zerstört haben. Und auch heute hat uns unser iranischer Torhüter am Leben erhalten.

Ein Neuzugang.

Schulze-Zachau: Ja, er kam als Flüchtling nach Nürnberg und war vorher dritter Torwart der iranischen Futsal-Nationalmannschaft. Er hat eine wahnsinnige Ausstrahlung, führt die Mannschaft jetzt schon und hält unhaltbare Bälle.

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