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Als "Co": Daniel Wolf verlässt die Scherau Richtung Ammerthal

Bezirksliga Nord

Spielertrainer Daniel Wolf wird den abstiegsbedrohten Bezirksligisten nach der Saison verlassen und schließt sich der DJK Ammerthal an. Beim Bayernligisten wird Wolf Co-Trainer von Dominik Haußner, mit dem er schon beim 1. FC Nürnberg zusammengearbeitet hat. Ein Nachfolger in Diepersdorf ist mit Patrick Schwesinger bereits gefunden.

Daniel Wolf (am Ball, hier im Trikot der nordbayern Amateure Allstars) wird ab Sommer Co-Trainer von Dominik Haußner bei der DJK Ammerthal.

 / © Matthias Janousch

Mit 13 Punkten aus 18 Spielen belegt die SpVgg Diepersdorf mit ihrer jungen Truppe derzeit den drittletzten Rang in der Bezirksliga Nord. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Relegationsrang, den derzeit der FC Bayern Kickers einnimmt. Doch die Jungs aus der Scherau haben noch drei Nachholspiele in der Hinterhand. Somit hat die Truppe von Spielertrainer Daniel Wolf den Sprung auf den Relegationsplatz selbst in der Hand. Entscheidend wird der Start aus dem Winter sein. Zunächst geht es zum Vorletzten ASV Fürth, ehe der ASV Weisendorf (13.) in der Scherau seine Visitenkarte abgibt und dann reist die SpVgg in den Nürnberger Norden zum FC Bayern Kickers (14.). „Die Partie gegen den ASV Fürth ist gleich ein ganz wichtiges Spiel, sozusagen ein Abstiegsgipfel“, erklärt Daniel Wolf, der fast schon von „Abstiegsgipfelwochen“ angesichts der richtungsweisenden Partien zu Beginn sprechen kann. „Der Klassenerhalt ist drin. Ein guter Start wäre natürlich wichtig.“ Zwei Neuzugänge kann er hierfür begrüßen. Mit Michael Preis kommt ein 21-jähriger Defensivmann, der aus Hessen stammt und schon für den FC Bayern Alzenau in der Hessenliga spielte. „Er ist ein guter Mann, der schon höherklassig gespielt hat und unsere Abwehr verstärken wird.“ Vom TSV Winkelhaid kommt mit Flavio Ziegra-Toriello ein Offensivmann. Das Talent könnte auch noch in der U19 spielen, doch Wolf traut ihm schon jetzt den Sprung in die Bezirksliga zu.

In der Winterpause reifte bei Daniel Wolf der Entschluss der SpVgg Diepersdorf im Sommer den Rücken zu kehren. Die Mannschaft weiß längst Bescheid, dass der Coach nach der Saison sein Engagement beenden will. „Dann bin ich fast drei Jahre hier. Wir haben in der Zeit vieles durchlebt“, spielt Wolf auf den Abstieg aus der Bezirksliga und den sofortigen Wiederaufstieg an. „Es war und ist eine schöne Zeit, die ich nie missen möchte. Ich erhoffe mir durch die Entscheidung auch neue Impulse für die Mannschaft. Auf jeden Fall will ich mich mit dem Klassenerhalt verabschieden.“ Ein richtiger Abschied wird es wohl nicht, schließlich will Wolf seinen Spielerpass in Diepersdorf belassen und eingreifen, wenn Not am Mann sein sollte. Nach Bekanntwerden seiner Entscheidung wurde der Kontakt nach Ammerthal intensiver, denn seine nächste Station steht inzwischen bereits fest. Wolf wechselt als Co-Trainer von Dominik Haußner zum Bayernligisten DJK Ammerthal. „Mit Dominik Haußner stehe ich schon länger in Kontakt.“ Schließlich arbeiteten beide einst in der Jugendabteilung des 1. FC Nürnberg zusammen. Bereits vor der Saison bekundete die DJK ihr Interesse, aber da hatte Wolf schon in Diepersdorf zugesagt. Wolf spricht von einer „interessanten Aufgabe im höherklassigen Fußball“, doch das ist noch Zukunftsmusik. Zunächst gilt es alle Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln, denn Wolf will die SpVgg Diepersdorf als Bezirksligisten übergeben. „Das ist das vorrangige Ziel und dafür gebe ich alles.“

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