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Kellersiege für Forchheim und Vach - Seligenporten jubelt dank Olschewski

Bayernliga Nord 23. Spieltag

Sieben Tore gab es beim Kellerduell Jahn Forchheim gegen den FC Sand zu sehen - mit dem besseren Ende für die Forchheimer. Jubeln im Keller durfte auch der ASV Vach nach einem 2:0-Erfolg in Bruck. Der ASV rückt damit auf zwei Zähler an den ASV Neumarkt ran, der gegen Gebenbach mit 0:3 verlor. Seligenporten gewann last-minute gegen Großbardorf, weniger Spektakel gab's bei der Partie Ansbach gegen Bamberg, die ebenso torlos endete wie der Eltersdorfer Auftritt bei den Würzburger Kickers. Nichts zu holen gab es derweil für den ATSV Erlangen, der beim Primus Aubstadt deutlich unterlag.

Umkämpft: Vach (in rot) gewann in Bruck. Wichtige drei Zähler für den ASV.

 / © Giulia Iannicelli

Das Kloster legte gut los, Bindner hatte per Kopf die erste Chance der Partie. Die hochverdiente Führung für die Heimelf fiel durch Neuzugang Knorr, der vom Strafraum ins lange Eck traf. Doch die Gallier zeigten sich abgezockt und glichen durch einen Snaschel-Kopfball aus - es war die erste Gästechance. Nun war Großbardorf in der Partie, geriet in Durchgang zwei aber wieder in Rückstand. Bajrami verwandelte einen an ihn selbst verursachten Foulelfmeter. Die Gäste drängten auf den erneuten Ausgleichstreffer, der in einer packenden Schlussphase noch fiel: Erst vergab Snaschel aus kürzester Distanz, dann staubte Zehe zum 2:2 ab. Und es kam noch dicker für die Heimelf: Neuerer sah nach einem groben Foulspiel die rote Karte. Der SVS wollte nun das Remis ins Ziel retten - und holte am Ende gar noch drei Zähler: Bajramis Schuss landete bei Olschewski, der den Siegtreffer besorgte.

Die DJK Don Bosco Bamberg kam im Gastspiel bei der SpVgg Ansbach trotz langer numerischer Überzahl nicht über ein 0:0-Remis hinaus. Einen Abnützungskampf lieferten sich die beiden alten Rivalen, der mit einer gerechten Nulldiät der gehobenen Qualität endete. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware, da die Gastgeber nach der Gegentorflut in den Testspielen Wert auf eine geordnete Defensive legten. Vor allem nach der roten Karte wegen groben Foulspiels für Routinier Sebastian Mechnik in der 2. Minute der Nachspielzeit der 1. Halbzeit agierten die Gastgeber in Unterzahl betont defensiv. Die Gäste konnten allerdings aus der numerischen Überlegenheit kein Kapital schlagen - klare Möglichkeiten hatten auch sie nicht. Und so war es unter dem Strich eine verdiente Punkteteilung, die beide Mannschaft an diesem Samstagnachmittag gut zu Gesicht stand. hari

Der ATSV konnte sich gegen druckvoll startende Gäste zunächst auf Keeper Glaß verlassen, der zweimal parierte. Die Führung für Aubstadt aber konnte er nicht verhindern: Thomann traf vom Strafraum flach ins Eck. Die Erlanger antworteten couragiert, es entwickelte sich so auf holprigem Geläuf bis zur Pause eine flotte Partie auf Augenhöhe. Kurz nach Wiederanpfiff vergab Ruhrseitz die dicke Ausgleichschance, so konnte der Primus erhöhen: Dellinger staubte nach einer Ecke ab. Weil auch ein Kulabas-Kopfball von Heimkeeper Mack stark pariert wurde, durfte Aubstadts Leicht per Kopf auf 3:0 stellen. Damit war die Sache durch; Aubstadt, das defensiv nichts mehr anbrennen ließ, zeigte nach vorne weiter Spielfreude und hätte das Ergebnis deutlicher gestalten können. Erst in der Schlussphase nickte Benkenstein zum 4:0 ein. Unterm Strich ein auch in der Höhe verdienter Erfolg.

Nichts zu holen für den stark abstiegsbedrohten ASV Neumarkt gegen das Topteam aus Gebenbach: Die erste Halbzeit verlief dabei noch auf Augenhöhe, Chancen aus dem Spiel heraus waren auf beiden Seiten aber Mangelware. Beim frühen 0:1 durch Becker schlief die ASV-Defensive kollektiv nach einem schnell ausgeführten Freistoß. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften neutralisierten sich meist im Mittelfeld, so musste ein Elfmeter von Haller für das 0:2 aus Neumarkter Sicht sorgen. Im Anschluss verpasste Gebenbach zwar die Entscheidung, Neumarkt hatte in Person von Haubner jeweils nach einem Standard Pech: Einmal wurde der Ball auf der Linie geklärt, dann war der Pfosten im Weg. Das 0:3 durch Kohler fiel nach einem missglückten Ausflug von Neumarkt-Keeper Bachner. Schlusslicht ASV Vach ist somit auf zwei Zähler dran.

Am Samstag entwickelte sich von Beginn an Abstiegskampf pur. Timo Noppenberger setzte in der 11. Minute die erste Forchheimer Duftmarke, als er eine Kopfballverlängerung von Tom Jäckel veredelte. Nach dem schnellen Ausgleich durch Shaban Rugovaj (13.) besorgte Jäckel per Abpraller, nach einem Schuss von Philipp Nagengast, die Halbzeitführung für die Gastgeber. Es ging weiter hin und her: Johannes Bechmann glich aus (49.), ehe Jäckel in Minute 55 das 3:2 per Kopfball-Bogenlampe erzielte. Steffen Müller brachte nach einer Stunde per Foulelfmeter den Jahn weiter in Front, doch Sand kam nochmal heran, als Sebastian Wagner in der 70. Minuten einen Freistoß zum Anschlusstreffer ins Netz setzte, der an Freund und Feind vorbei segelte. Weil die Gastgeber die ein oder andere Kontersituation mitunter schlampig zu Ende spielten, blieb Sand bis zuletzt am Ausgleich dran. Jahn-Trainer Springer hinterher: "Es war im Grunde genau die Partie, die wir erwartet haben und auf die wir eingestellt waren. Die Mannschaft hat sechs Wochen lang hochkonzentriert gearbeitet, perfekt mitgezogen und heute körperlich alles aus sich rausgeholt. Toll, dass sie sich dafür belohnen konnte."

Schon vor der Partie ergab sich eine interessante Personalie beim SCE: Spieler Thomas Dotterweich wird ab Sommer zum Co-Trainer befördert und nebenbei auch noch als sogenannter "Stand-by-Spieler" fungieren. Zum Spiel: Von Beginn an übernahm Eltersdorf die Spielkontrolle und verzeichnete ein Chancenplus. Auch wenn die Partie nach einer Viertelstunde ausgeglichener wurde, der Führung waren die Quecken wesentlich näher. Die Elf von Trainer Bernd Eigner zeigte schließlich teils sehenswerten Kombinationsfußball. Dennoch ging es torlos in die Halbzeit. Zum Wiederanpfiff brachte Eltersdorf den im Sommer zum ATSV Erlangen abwandernden Bastian Herzner ins Spiel. Nach 90 Sekunden tauchte besagter Herzner frei vor Würzburgs Torhüter Eric Verstappen auf, setzte die Kugel aber Millimeter neben den Pfosten. Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs verbuchte der SCE mehr Spielanteile, auch wenn die Würzburger gerade bei hohen Hereingaben in den Eltersdorfer Strafraum dort richtig Gefahr heraufbeschworen. Das torlose Unentschieden nach teils sehr zähen 90 Minuten ging somit in Ordnung.

Für den FSV Erlangen-Bruck gab es in der wichtigen Kellerpartie gegen Schlusslicht Vach nichts zu holen. Bruck startete mit klarem Chancenplus, doch Güler und Seybold brachten den Ball nicht in dem von Dirr gehüteten Vacher Kasten unter. Erst Mitte der Halbzeit erarbeitete sich der Gast die ein oder andere Gelegenheit, Zwingendes war aber nicht darunter. So ging es torlos in die Kabine. Durchgang zwei begann mit einem frühen Schock für Bruck: Nach einem Röder-Freistoß musste der alleingelassene Tischler nur den Fuß hinalten und traf so zum 0:1. Bruck rannte nun einem Rückstand hinterher, unterm Strich kam aber vor allem in den zweiten 45 Minuten zu wenig von den Erlangern. So konnte Neuzugang Meleleo nach Konter und Vorlage von Konrad in der Schlussphase den Deckel drauf machen. Zu allem Überfluss kassierte Brucks Selmani nach ein paar unschönen Worten noch glatt Rot. „Ich weiß nicht, warum wir das Spiel nach der starken Anfangsphase so hergegeben haben“, meinte Brucks Aushilfs-Kapitän Oliver Seybold nach der Partie. „Jetzt hilft nur kämpfen, kämpfen, kämpfen“

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