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Strobel: "Feucht steht ein Stück weit mehr unter Druck" - Partie in Baiersdorf abgesagt

Vorschau Landesliga Nordost 25. Spieltag, Freitag

Mit einem Spitzentreffen startet die Landesliga Nordost am Freitagabend in den 25. Spieltag: Der SC 04 Schwabach (3.) fährt zum Topspiel zum SC Feucht (4.). Auf der anderen Seite der Tabelle steht der Baiersdorfer SV unter Zugzwang, nicht den Anschluss zu verlieren. Punkte gegen Memmelsdorf müssen her.

Schwabach-Coach Jochen Strobel hat am Freitagabend einen schweren Gegner zu bespielen.

 / © Zink / OGo

UPDATE: Die Partie wurde am Freitagmittag abgesagt.


Das jüngste 0:0 gegen Selbitz stand - wie es das Ergebnis vermuten lässt - ganz im Zeichen der Defensivarbeit. Baiersdorfs Kapitän Nicolas Schwab brachte es folgendermaßen auf den Punkt: "Beide Mannschaften wollten keinen Fehler machen und haben auf den der anderen gewartet. Wir sind zu wenig ins Risiko gegangen. Am Ende fehlte uns der letzte Punch." Eine Wiederholung ist gegen Memmelsdorf eher unwahrscheinlich, erwartet jedenfalls BSV-Trainer Thomas Luckner: "Das wird ein ganz anderes Spiel, da Memmelsdorf offensiv richtig gut besetzt ist und auf jedenfall mitspielen will." Ihm ist vor der hochkarätig besetzten Offensive der Oberfranken allerdings nicht bange: "Unsere Defensive hat gezeigt, dass sie gegen solche Gegner bestehen kann." Daher auch die Marschroute, die Luckner ausgibt: "Wir wollen selbstbewusst auftreten und auf Sieg spielen." Auch wenn die Saison auch nach der Freitagspartie noch reichlich Möglichkeiten zum Punkten bietet, weiß der Baiersdorfer Trainer beim Blick in den Tabellenkeller: "Wir brauchen Ergebnisse." Bei diesem Unterfangen kann der gleiche Kader wie gegen Selbitz mithelfen. Zusätzlich sendet Marc Weiler, der nach verklungener Entzündung im Knie wieder voll mittrainieren kann, positive Signale aus. Bei Christoph Lehmann (Muskelfaserriss) und Maximilian Kundt (Patellasehnenprobleme) wird es hingegen noch etwas dauern, bis sie wieder eingreifen können. stw

"Ex-Kornburger machte den Unterschied" schrieb das Schwabacher Tagblatt in seiner Überschrift zum Hinspiel. Insider wissen ganz genau, um welches Spiel es sich dabei gehandelt hat. Klar: die Vorrundenpartie der Landesliga Nordost zwischen dem SC 04 Schwabach und dem 1. SC Feucht. Es war im August 2018 ein „Vormittags-Schmankerl“ zur besten Frühschoppenzeit. Zum Feiern gab es freilich für die gastgebenden Schwabacher nichts. Dank zweier Pasko-Toren ging der Schlager mit 2:3 verloren. Wie übrigens auch die anderen beiden Vorrundenpartien gegen die Mitbewerber im Aufstiegsrennen. „Da haben wir uns nach der Winterpause mächtig gesteigert“, sprach Jochen Strobel den 4:0-Erfolg seiner Elf in Neudrossenfeld von vor zwei Wochen an, um dann freilich zuletzt wieder einen Nackenschlag verdauen zu müssen beim mageren 1:1 gegen SV Mitterteich. Den Stab wollte der SC-04-Coach freilich deswegen über seine Mannschaft nicht brechen. Für ihn war es ein unglücklicher Punktverlust gegen einen Gegner, der phasenweise mit elf Spielern in der eigenen Hälfte gestanden hatte. „Gegen solche Mannschaften bekommst du den Raum nicht, den du für dein Spiel brauchst. Wir hätten eben gegen Mitterteich in Führung gehen müssen“, nannte Strobel als Voraussetzung für einen möglichen Erfolg. So wie in der Vorrunde, als die Schwabacher in Mitterteich mit 4:0 gewonnen haben. Wie gesagt, seinen Mannen konnte Strobel eigentlich keinen großen Vorwurf machen. Noch sind die Schwabacher nämlich im Titelrennen nicht abgeschlagen - dem TSV Neudrossenfeld sei Dank, der dem Tabellenführer FC Eintracht Bamberg im Gipfeltreffen vor einer Woche auf dessen Platz die drei Punkte abgeknöpft hatte. Am Freitagabend (19 Uhr) kommt es also zum Verfolgerduell der Schwabacher beim 1. SC Feucht. Ein Spiel, dem Trainer Strobel eher gelassen entgegen sieht: „Ich denke, dass Feucht ein Stück weit mehr unter Druck steht. Wie in den Vereinszeitungen unserer drei Konkurrenten zu lesen war, müssen diese aufsteigen — wir dürfen aufsteigen, wenn es soweit wäre.“ Und Strobel setzt noch einen drauf: „Sollten die Feuchter gegen uns nicht gewinnen, dann würden sie ziemlich in der Bredouille stehen.“ Auf Feuchter Seite ist die Vorfreude auf das Topspiel groß. Grundsätzlich, so Coach Florian Schlicker, sei ja jede Begegnung ein Highlight. Auf Feuchter Seite ist die Vorfreude groß. Grundsätzlich, so Coach Florian Schlicker, sei ja jede Begegnung ein Highlight. „Aber so ein Spiel ist schon ein besonderer Moment, davon gibt es in einer Saison nicht so viele. Da würde man am liebsten selbst nochmal die Fußballschuhe schnüren.“ Dazu wird es sicher nicht kommen, denn im Gegensatz zu so vielen anderen Partien in dieser Saison sind Schlicker und Co. im Vorfeld der Begegnung ziemlich sorgenfrei. Die Personallage im Waldstadion hat sich in den letzten Tagen komplett entspannt. „Ich kann erstmals seit langer Zeit mal wieder komplett aus den Vollen schöpfen“, freut sich Schlicker. Die Spielabsage vom letzten Freitag in Baiersdorf hat seiner Truppe gut getan, selbst Langzeitpatienten wie Felix Spielbühler oder Bastian Leikam haben ihre Wehwehchen auskuriert und stehen wieder zur Verfügung. Beide könnten sogar von Anfang auflaufen. Schlicker: „Jeder, der bei mir eine komplette Trainingswoche mitmachen kann, ist eine Alternative für die Startelf.“ Mehr will der SC-Coach in Sachen Aufstellung freilich nicht verraten. Beide Teams scheinen also gerüstet für einen echten Flutlichtknaller, der womöglich das Hinspiel Spannung und Brisanz sogar noch übertrifft. Um die Einstellung seiner Spieler macht sich SC-Coach Schlicker jedenfalls keine Sorgen, sondern betont stattdessen: „Wenn ich für dieses Spiel noch jemand extra motivieren müsste, sollte er zum Ballet wechseln.“ Roland Jainta/Krischan Kaufmann

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