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Kalchreuther Spielabsage: Türkspor legt Einspruch ein

Bezirksliga Nord

Weil die Partie FC Kalchreuth gegen Türkspor Nürnberg am Sonntag abgesagt wurde, muss nun das Sportgericht ran. Denn die Darstellungen, ob der Platz bespielbar war, gehen auseinander.

Der Kalchreuther Sportplatz am Samstag (links) und Sonntag. Dass das Oberflächenwasser am Spieltag weg war, bestreitet der FCK nicht, der Platz sei jedoch nach wie vor aufgeweicht gewesen.

 / © FCK/Türkspor

Das Ligaspiel FC Kalchreuth gegen Türkspor Nürnberg (ursprünglich angesetzt am 17.03., 15 Uhr) wurde am Sonntagmorgen nach den Regengüssen der Vortage vom Heimteam wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Türkspor zweifelte diese Behauptung an, verschiedene Funktionäre fuhren daraufhin zum Kalchreuther Sportplatz, prüften dort die Verhältnisse und empfanden den Platz als bespielbar. "Darüber hinaus möchten wir betonen, dass 1. FC Kalchreuth über mehrere Plätze verfügt und uns nicht klar ist, warum der B- oder C-Platz nicht als Alternative für den Spieltermin angesetzt wurde. Irritierend fanden wir auch, dass in der Anwesenheit unserer Funktionäre auf einem der Plätze trainiert wurde, was wiederum doch für die Bespielbarkeit der Plätze – oder zumindest eines Platzes – spricht", heißt es in einer Stellungnahme, die dem Einspruch, dem Spielleiterin Sandra Hofmann zugestellt wurde, anhängt.

Man habe schon jetzt einen recht vollen Terminkalender, schreibt Türkspor weiter, und mit erst 19 ausgetragenen Spielen die wenigsten Partien in der Bezirksliga Nord absolviert: "Dabei möchten wir betonen, dass die Spielabsagen immer vom jeweiligen gegnerischen Verein durchgeführt wurden und wir die Leidtragenden sind. Es wird immer unwahrscheinlicher, dass wir bis zum 18. Mai alle unsere Ligaspiele absolvieren können. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir gegen die ungerechtfertigte Absage vorgehen." Zusätzlich empfinde man das Vorgehen des 1. FC Kalchreuth in den sozialen Medien "mehr als unsportlich und unangemessen". Stein des Anstoßes ist ein satirisch grundierter Kommentar unter Videoaufnahmen, die die Bespielbarkeit des Platzes belegen sollen.

Kalchreuth wehrt sich

Man habe sowohl Türkspor als auch Sandra Hofmann am Samstag ein Foto des unter Wasser stehenden Platzes zukommen lassen, schreibt FCK-Spielleiter Michael Maurer in einer Stellungnahme zu diesem Fall, dies hatte man so zeitig vorgenommen, "um den Gästen auch die Möglichkeit zu geben, das Heimrecht zu tauschen". Türkspors Spielleiter habe sich nur für die Informationen bedankt. Da Türkspor auf einer städtischen Anlage spielt und sich zunächst das Nutzungsrecht einholen müsse, schien dies jedoch am Samstag nicht mehr möglich. "Am Sonntag habe ich Ihnen dann telefonisch mitgeteilt, dass das Oberflächenwasser zwar weg ist, der Platz jedoch nach wie vor aufgeweicht und nicht bespielbar ist. Ich denke, das ist nach diesen Wassermengen auch nachvollziehbar." Die Entscheidung der Platzsperre obliege allein der Vorstandschaft in Absprache mit dem Platzwart, so Maurer weiter. Man sehe die Schilderung von Türkspor "als traurigen Versuch, Punkte im Abstiegskampf zu generieren". Sie entbehre jeder Grundlage. Der Fall wird nun das Sportgericht beschäftigen.

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