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Markert lotst Wilhelm Satzinger zum ATSV Erlangen

Erfahrener Coach soll den Nachwuchs an den Herrenbereich heranführen

Die erste Mannschaft des ATSV Erlangen spielt schon in der Bayernliga. Geht es nach Abteilungsleiter Jörg Markert, sollen dort bald auch möglichst viele selbst ausgebildete Nachwuchskräfte des Klubs auflaufen. Damit den Jungs der Sprung vom Jugend- in den Herrenbereich künftig etwas leichter gelingt, hat der ATSV-Macher eine stattliche Portion Erfahrung dazugeholt: Im Sommer wird Wilhelm Satzinger die U19 übernehmen.

Übernimmt beim ATSV Erlangen die A-Jugend: Wilhelm Satzinger.

 / © Sportfoto Zink

Spektakuläre Transfers sind eines der Markenzeichen des ATSV Erlangen, seit Jörg Markert vor vier Jahren das Sagen an der Paul-Gossen-Straße übernommen und aus einem durchschnittlichen Bezirks- einen Bayernligisten gemacht hat. Kulabas, Amegan, Kammermeyer oder Glasner - nur vier Namen derer, die teilweise schon im Profibereich ihre Klasse nachgewiesen haben, die sie dann beim ATSV als Führungsspieler gewinnbringend einsetzen sollten. Bastian Herzner vom SC Eltersdorf wird der nächste große Name sein, der sich das Dress mit der Schärpe überstreift. Doch spektakuläre Transfers sind eigentlich nicht das Markenzeichen des Jörg Markert. Markert war früher Jugendleiter beim SC Eltersdorf, machte den Unterbau der "Quecken" zu einem der besten in der Region. Und auch beim ATSV Erlangen will Markert den Jugendbereich zu einem Aushängeschild machen, um mit topausgebildeten Talenten die Vollmannschaften speisen zu können.

Als er kam, lag der Nachwuchs des Vereins brach. Es gab weder eine A- noch eine B- oder C-Jugend. Heute eilen die Teams in allen Altersklassen von Aufstieg zu Aufstieg. "Unsere Philosophie ist es, U19-Spieler schnell von der Jugend an den Herrenbereich heranzuführen", sagt Markert. Mit Bless Fiebig und Markerts Sohn Lucas haben in dieser Saison zwei Spieler des Jahrgangs 2000 den Sprung in die Herren-Bayernliga geschafft. Damit es vom Jahrgang 2001 schon etwas mehr werden, ergänzt ab Sommer ein erfahrener Coach den sportlichen Führungsstab an der Paul-Gossen-Straße. "Wir benötigten jemanden, der den Jungs sagen kann, was sie brauchen, um dorthin zu kommen, wo sie hinwollen", sagt Markert. Dieser Jemand soll Wilhelm Satzinger sein. Dessen Abschied als Coach des Bezirksligisten ASV Fürth steht schon einige Monate fest, ab Juli wird er beim ATSV die U19 übernehmen. Außerdem soll er die Herren-Trainer Skeraj und House sowie Markert selbst beratend unterstützen. "Dass uns so ein erfahrener Trainer im Jugendbereich hilft, ist eine Sensation", frohlockt Markert. Satzinger sei "ein ruhiger Trainer, der Kreis- und Bezirksliga auswendig kennt und weiß was Sache ist." Der bisherige U19-Trainer Marco Napolitano übernimmt im Juli die U17 (Jahrgang 2003).

"Einige waren vom Kopf nicht richtig da"

Damit Satzinger die Jugendspieler überhaupt an die Bayernliga heranführen kann, muss die erste Mannschaft allerdings erst einmal die Klasse halten. Noch ist der Ligaverbleib nicht in trockenen Tüchern. Der Restart nach der Winterpause ging mit einem Punkt aus vier Spielen schon mal in die Hose. "Natürlich ist der misslungene Start nicht in unserem Sinn gewesen, zumal wir eigentlich eine überragende Vorbereitung hatten", sagt Markert. Doch schon in den Testspielen hätte die Mannschaft ihr Potenzial nie richtig auf den Platz gebracht. Gründe dafür liefert Markert gleich mit. "Wir hatten das Problem, dass Leistungsträger nie richtig ins Training eingreifen konnten." Hakim Graines Kreuzband riss in der Vorbereitung, und "mit Michael Kammermeyer (beruflich bedingte Auszeit, Anm. d. Red.) fehlt uns der Mann, der das Spiel von hinten raus gelenkt hat." Außerdem, so Markert, sei "der ein oder andere Offensivspieler vom Kopf her nicht richtig da gewesen. Das geht nicht in der Liga."

Trotzdem sei die Stimmung gut, versichert der Abteilungsleiter. "Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Spielen die nötigen Punkte holen, um dem Saisonende entspannt entgegensehen zu können."

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