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Türkspor: Samstag Liga in Stadeln, Sonntag Pokal in Mosbach

Vorschau Bezirksliga Nord 25. Spieltag

Die Mammutwochen von Türkspor beginnen mit einer Doppelschicht an diesem Wochenende. Am Samstag geht es in der Liga nach Stadeln, am Sonntag dann im Pokal nach Mosbach. Vier Liga-Spiele gilt es bis Ende Mai nachzuholen. Hinzu kommt eventuell das Pokalfinale am 1. Mai. Bereits am Freitagabend steht das Duell zwischen Spitzenreiter Schwaig und Veitsbronn an. Ein wichtiges Spiel hat die SpVgg Erlangen vor der Brust, die gegen Schlusslicht Neunkirchen endlich ihre Durststrecke beenden will. Am Sonntag stehen sechs weitere Partien auf dem Programm - unter anderem das Derby zwischen Hüttenbach und Diepersdorf.

Türkspor (hier in Rot gegen Lauf) stehen harte Wochen bevor.

 / © Sportfoto Zink

Der SV Schwaig konnte einen 0:1-Rückstand im Derby beim SK Lauf noch in einem Sieg umwandeln. Coach Helmut Rahner freut sich über das Joker-Tor und lobt den Gegner: "Das Sebastian Riese das Tor als Joker erzielt, hat freut mich sehr. Joker-Tore gefallen mir immer sehr gut. Lauf hat brutal gekämpft und sich teuer verkauft. Den Derbysieg haben wir entsprechend gefeiert." Besonders herausheben, will der Coach zwei Ur-Schwaiger: "Marco Ranft und David Sörgel haben super gespielt." Gegen den Landesliga-Absteiger Veitsbronn erwartet er "eine der besten Mannschaften. Im Hinspiel war es ein Duell auf Augenhöhe. Aber so eine Leistung wie gegen Lauf wird uns dafür nicht reichen, wir müssen uns steigern. Wir haben endlich wieder ein Heimspiel und wollen ein ordentliches Spiel abliefern", so Rahner. Der ASV Veitsbronn konnte das Heimspiel gegen die "Spieli" souverän mit 3:0 für sich entscheiden. Coach Alexander Rambau war bereits nach wenigen Minuten sehr entspannt. "Der Sieg war in der Höhe verdient. Ich war überrascht von der 'Spieli' und hab durch ihren starken Kader deutlich mehr erwartet. Ich habe sie in der Verfassung noch nie gesehen. Wir haben das Spiel ab der 15. Minute übernommen und ab da war ich so relaxt wie noch nie. Ich wusste, es kann heute nix passieren", so Rambau. Auf das Duell mit dem Tabellenführer freut sich der ASV-Coach ungemein. "Ich habe richtig Bock auf dieses Spiel. Wir können befreit aufspielen, weil wir mit dem Aufstieg nichts zu tun haben. In dieser Partie können wir sehen, wie weit wir von der Spitze entfernt sind. Schwaig ist sehr heimstark, sie werden dominant auftreten. Es kann sein, dass wir uns ein bisschen defensiver präsentieren."

Mit 3:0 konnte der FSV Stadeln sich beim TV 48 Erlangen durchsetzen. Kräftig mitgeholfen haben die Gastgeber mit drei Roten Karten. Einfach war es für den FSV dennoch nicht. "Wir hätten es noch geduldiger spielen müssen, aber wichtig ist, dass die Punkte uns gehören", sagt Coach Manfred Dedaj. Das Spiel gegen Türkspor, das eigentlich schon abgesagt worden war, findet nun doch wie ursprünglich geplant statt. "Wir sind sehr froh, dass wir doch spielen und nicht spielfrei sind. Ich denke dennoch, dass man sich wegen der vielen Spiele mal große Gedanken machen muss. Gegen Türkspor wird es kein einfaches Spiel, davon gibt es ohnehin keine mehr. Wir wollen den Anschluss nach oben halten", so Dedaj. Türkspor stehen Mammut-Wochen bevor. Der Start erfolgt am Wochenende. Am Samstag geht es in der Liga nach Stadeln, ehe es am Sonntag zum Pokalspiel nach Mosbach geht. "Uns steht ein hartes Programm bis zum Saisonende bevor. Wir haben im Moment einen sehr engen Kader, aber wir werden mit 100 Prozent Kampfgeist in das Spiel in Stadeln gehen und uns nicht verstecken. Wir freuen uns auf eine spannende und hoffentlich faire Partie", so Coach Mehmet Marabaoglu.

In einer schwierigen Situation befindet sich Landesliga-Absteiger SpVgg Erlangen. Seit nunmehr neun Partien wartet die Mannschaft von "Jojo" Müller auf einen Sieg. Auch beim Gastspiel in Veitsbronn war beim 0:3 nichts zu holen. "Das war eine schwache Vorstellung von uns. Wir haben zu wenig Einsatz gezeigt, hätten mehr Kämpfen müssen." Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub ist sein Team nun zum Siegen verdammt. Von einem leichten Gegner will der Coach nicht sprechen: "In unserer Situation können wir keinen Gedanken daran verschwenden. Wir brauchen jetzt endlich die Punkte und können nicht auf den Moment warten, wo wir unter dem Strich stehen." Das Team zeige sich weiterhin bissig: "Jeder ist etwas angespannter. Wir haben seit Oktober nicht mehr gewonnen und jeder will es jetzt so schnell wie möglich. Es wäre wahnsinnig wichtig, mal in Führung zu gehen und dadurch Selbstvertrauen zu bekommen." Gegen den TSV Neunkirchen erwartet er ein Spiel auf Messers Schneide. "Sie sind natürlich heiß, gegen mich zu spielen. Sie waren im Hinspiel schon gut und haben jetzt einen neuen Trainer, von daher werden sie um jeden Zentimeter kämpfen." Die Lage bei seinem Ex-Verein geht auch an ihm nicht spurlos vorbei. "Das tut mir schon leid. Sie haben sich gefühlte Jahrzehnte nach der Bezirksliga gesehnt und jetzt geht es drunter und drüber. Ihr Kader ist sehr dünn und sie haben extremes Verletzungspech, da hätte jeder Trainer Probleme", so Müller. Der TSV Neunkirchen verlor sein Heimspiel vor Wochenfrist gegen Cagrispor mit 2:4. Interimscoach Manuel Menges war vor allem mit dem ersten Abschnitt seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten und ihnen das Leben schwer gemacht, aber kurz vor der Pause ein unnötiges Gegentor bekommen. Wir haben nach dem 0:4 aber Moral bewiesen und haben uns noch einmal rangekämpft." Vom neuen Cheftrainer Armin Appelt hält Menges sehr viel: "Er ist ein hervorragender Mann, der mit der Mannschaft jetzt und über die Saison hinaus viel bewegen kann." Das Derby gegen die "Spieli" und den Ex-Trainer wäre freilich etwas besonderes. "Ein Derby ist immer etwas besonderes. Natürlich freue ich mich auch auf das Wiedersehen mit 'Jojo' Müller. Psychologisch sind wir sicher im Vorteil, wer erwartet von einem abgeschlagenen Tabellenletzten schon etwas. Abgesehen davon, waren wir im Hinspiel auch schon Letzter und die 'Spieli' damals sicher noch nicht so unter Druck wie diesen Samstag. Beste Voraussetzungen für ein gutes Derby würde ich sagen", so Menges voller Vorfreude.

Gutenstetten-Coach Daniel Tarone hat auch einige Tage nach dem Spiel beim ASV Fürth die 3:4-Niederlage noch nicht verdaut. "Wir waren nicht bereit, alles zu geben und dann verliert man verdientermaßen. Wir haben uns in der Defensive schlecht präsentiert und uns erst nach dem 0:4 im Stolz verletzt gefühlt. Wir dachten, es sei ein Selbstläufer. Positiv ist, dass wir gegen eine tief stehende Mannschaft in 20 Minuten drei Tore erzielt haben, aber trotzdem haben wir an diesem Tag aufgrund unserer Einstellung keinen Punkt verdient gehabt", so Tarone deutlich. Die Jungs würden es selber wissen, seien gefrustet und wollen zeigen, dass es nur ein Ausrutscher gewesen sei. Gegen den TV 48 Erlangen will der Coach "die richtige Einstellung auf den Platz bringen. Wir schießen immer Tore, aber müssen jetzt auch mal 90 Minuten Defensivarbeit leisten. Wir brauchen die defensive Stabilität, denn wir kassieren viel zu viele Gegentore." Richtig bedient war der TV 48 Erlangen nach der 0:3-Heimpleite gegen den FSV Stadeln. Nach drei Roten Karten muss Coach Hannes Decher für die kommenden Spiele improvisieren. Joshua Fees und Dominic Stöhr werden dem TV 48 für zwei Spiele fehlen, Kapitän Florian Schwarzenbrunner sogar vier Partien. "Die erste Rote Karte war lächerlich. Da haben sich der Schiedsrichter und sein Assistent selbst widersprochen. Bei der zweiten wird unser Spieler zuvor schon gezogen und gefoult, dann trifft er ihn natürlich blöd. Bei der dritten muss er beide Spieler vom Platz stellen, aber nicht nur unseren", so Coach Hannes Decher. "Das ist natürlich ein massiger Eingriff, wenn uns drei Stammspieler fehlen." Ob er am Wochenende wieder selbst auf dem Platz steht, kann er derzeit noch nicht sagen. "Ich habe immer noch Rückenprobleme, aber es wird täglich besser. Ein Einsatz wird sich wahrscheinlich erst am Sonntag entscheiden." Gegen Gutenstetten erwartet er nun ein ganz anderes Spiel wie noch vor einer Woche. "Sie haben gegen den ASV Fürth versagt und wollen eine solche Schmach sicher nicht nochmal geben. Ohne die Sperren war ich eigentlich sau guter Dinge, aber jetzt sind es ganz andere Voraussetzungen. Wir müssen schauen, dass wir aus den nächsten beiden Spielen das beste rausholen. Der April wird dann sehr wichtig für uns", so der TV-Coach.

Cagrispor konnte beim 4:2-Sieg in Neunkirchen den ersten Saisonsieg im Kalenderjahr 2019 feiern. "Wir haben das bei einer hitzingen Atmosphäre auf einem schwer zu bespielenden Platz sehr gut gemacht", so Spielertrainer Okcan Tekdemir. "Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es gefährlich wird. Wir haben das defensiv gut gemacht, auch wenn die zwei Gegentore zum Schluss dann schon unnötig waren." Der Sieg sei ein Resultat der guten Arbeit. Er sieht, dass es in die richtige Richtung geht. "Wir werden es so weitermachen wie in den vergangenen Wochen. Wir wollen sauber aus der Ordnung spielen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Der Sieg hat uns jetzt natürlich gut getan. Der ASV hat durch den Sieg jetzt Rückenwind. Ich erwarte sie nicht zu defensiv. Wir müssen gut gegen den Ball arbeiten und aggressiv in den Zweikämpfen sein." Der ASV Fürth setzte durch den 4:3-Sieg gegen Gutenstetten ein Lebenszeichen im Abstiegskampf. Co-Trainer Sergio Jardon will weiter von Spiel zu Spielen schauen. "Das rettende Ufer ist jetzt ein bisschen näher gerückt. Wir werden sehen, für was der Sieg gut war. Wir wollen weiter von Partie zu Partie schauen und versuchen jetzt bei Cagrispor was zu holen."

Für Buckenhofen-Coach Helmut Wolff habe sein Team das Spiel in Weisendorf (1:2) "zurecht verloren. Weisendorf war im Großen und Ganzen einfach agiler als wir." Gegen den Sportklub Lauf muss der Coach auf weitere Stammkräfte verzichten. "Mit Jonas Weber, Philipp Hofmann und Kapitän Dennis Ludwig werden uns ganz wichtige Leute fehlen. Das Hinspiel in Lauf haben wir auf dem Kunstrasen verloren. Sie müssen noch einige Punkte sammeln und wir wollen so lange es geht die Etablierten ärgern. Mit einem Punkt wäre ich zufrieden", so Wolff. Der SK Lauf bot im Derby dem SV Schwaig lange Zeit Paroli, musste sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben. "Wir haben verpasst, das wichtige zweite Tor zu machen. Schwaig nutzte unsere schwächere Phase dann eiskalt im Stile eines Tabellenführers aus", so SKL-Spielleiter Mario Kulla. Der Spielleiter hofft, dass sich bis Sonntag der ein oder andere verletzte Spieler wieder fit zurückmeldet. "Gegen den starken Aufsteiger müssen wir über die volle Distanz konzentriert agieren."

"Der Punkt war wichtig für die Moral und ein gutes Zeichen im Abstiegskampf", so Trainer Saim Kök zum Last-Minute-2:2 seiner Bayern Kickers in Hersbruck. "Wir haben es nach der Führung verpasst, nachzulegen, aber auch dann das Glück, dass nicht das 1:3 fällt. Insgesamt war es ein verdienter Punktgewinn." Das Hinspiel gegen Weisendorf ging mit 1:4 klar verloren. "Weisendorf hat sich wieder gefangen. Sie haben eine sehr gute Mannschaft und das Potenzial weiter oben mitzuspielen. Wir müssen - ähnlich wie gegen Hersbruck - kämpferisch dagegen halten und eine gute Leistung zeigen. Es liegt an uns selbst, ein Sieg ist auf jeden Fall drin", so Kök. Durch den 2:1-Sieg gegen Buckenhofen konnten die Jungs von Coach Bernd Fuchsbauer den zweiten Sieg in Folge einfahren und damit einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. "Das war ein wichtiger Sieg auch von der Art und Weise. Wir haben auf das Tempo gedrückt und den Gegner beeindruckt. Wir haben ein Zeichen an die Konkurrenz gesendet, dass sie mit uns nicht mehr rechnen brauchen." Den wichtigen Erfolg musste das Team aber teuer bezahlen. Manuel Lehner musste mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Gegen Bayern Kickers erwartet Weisendorf ein "Big-Point-Spiel. Wir könnten im direkten Duell für klare Verhältnisse sorgen. Wir wollen den Abstand auf Bayern Kickers mindestens beibehalten", so die Zielvorgabe Fuchsbauers. 

"Wir haben in Diepersdorf einen verdienten Auswärtssieg eingefahren", so FCK-Kapitän Markus Giering, der sich beim 3:0-Erfolg auch in die Torschützenliste eintragen durfte. Gegen Hersbruck erwartet der Kapitän eine intensive Partie: "Hersbruck wird uns sicherlich alles abverlangen. Die Spiele waren auch in der Vergangenheit immer brutal intensiv. Wir freuen uns auf das Duell und wollen weiter unsere Hausaufgaben in der Spitzengruppe erledigen", so Giering. "So etwas habe ich noch nie erlebt", so Hersbruck-Trainer Stefan Erhardt zum erneuten Last-Minute-Schock gegen Bayern Kickers (2:2). "Man sieht oder liest ja viel über Fußball, aber dreimal in Folge in der Nachspielzeit ein Tor zu kassieren, das ist schon Wahnsinn." Neben den "verschenkten" Punkten kommt es für Erhardt nun auch personell Knüppeldick. "Unsere Personalsituation ist sehr durchwachsen. Die halbe Mannschaft fällt wegen Krankheit oder Verletzung aus. Es wäre Vollbesetzung schon schwierig in Kalchreuth geworden, aber so sind wir natürlich der krasse Außenseiter. Das 1:1 im Hinspiel war für uns schon glücklich. Sie haben ein fußballerisch gutes Team und berechtigte Chancen auf den Aufstieg. Wir werden uns etwas einfallen lassen und versuchen alles rauszuhauen, um dort etwas mitzunehmen", so der FC-Coach.

Fast ein ganzes Spiel in Unterzahl musste Hüttenbach beim Gastspiel bei Türkspor bestreiten. Dennoch sprang am 38. Geburtstag von Coach Kevin Trauner noch ein Punktgewinn heraus (2:2). "Wir waren nach dem 1:0 gut im Spiel und hätten mit elf Mann wohl auch das Spiel gewonnen", so Trauner. Doch in der 13. Spielminute hatte sich Andreas Gruner provozieren lassen und folgerichtig die Rote Karte gesehen. "Das darf ihm als erfahrenen Mann natürlich nicht passieren. Das war der Genickbruch. Trotzdem haben wir in Unterzahl Moral bewiesen, gezeigt dass die Mannschaft intakt ist und verdient einen Punkt geholt." Gegen Diepersdorf will sein Team nach zwei Spielen ohne Sieg wieder ein Erfolgserlebnis feiern. "Auf unsere Leistung lässt sich aufbauen. Wir müssen es nur spielerisch wieder besser umsetzen. Es erwartet uns eine robuste und körperbetonte Mannschaft. Sie sind noch voll im Rennen um den Klassenerhalt dabei. Wir müssen da voll dagegen halten. Ich hoffe, dass wir auch nächstes Jahr wieder ein Derby haben, aber ihre Punkte müssen sie woanders holen. Wir wollen weiterhin in der Spitzengruppe dabei bleiben und nach dem schwachen Auftritt gegen den TV wieder ein gutes Heimspiel hinlegen", so Trauner. Die SpVgg Diepersdorf musste im Heimspiel gegen Kalchreuth die erste Niederlage im Jahr 2019 einstecken (0:3). Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz hat sich für die Spielvereinigung aber so gut wie nichts geändert. Nun steht das nächste schwere Spiel in Hüttenbach an. Zu Hause musste man sich im Hinspiel mit 0:6 geschlagen geben, diese Schmach wird sich die Wolf-Elf sicher nicht noch einmal geben wollen. Hinzukommt, dass ein Derbysieg für den Abstiegskampf sicher noch zusätzliche Kräfte freisetzen könnte.

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