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Stadeln schlägt Türkspor: Warme Grußworte und eine starke zweite Hälfte

Bezirksliga Nord 25. Spieltag, Samstag

Der FSV Stadeln hat das Spiel gegen Türkspor in der zweiten Halbzeit gedreht und schon vor dem Spiel besondere Akzente gesetzt. Die SpVgg Erlangen hat gegen Neunkirchen ihre Sieglos-Serie hinter sich gelassen.

Rückstand verkürzt: Der FSV Stadeln von Manni Dedaj ist dem SV Schwaig ein großes Stück nähergekommen.

 / © Sportfoto Zink

Nach neun sieglosen Spielen feierte die SpVgg Erlangen erstmals seit Mitte Oktober wieder einen dreifachen Punktgewinn. Coach Jojo Müller hatte im Vorfeld einen Sieg gegen seinen Ex-Verein als alternativlos dargestellt, seine Truppe folgte ihm und besiegte das abgeschlagene Schlusslicht aus Neunkirchen glatt. Bevor der 4:1-Erfolg gegen den Tabellenletzten gefeiert werden konnte, stand für die "Spieli" ein hartes Stück Arbeit auf dem Programm. Neunkirchen, das angesichts der aussichtslosen Lage nichts mehr zu verlieren hatte, ging gegen verunsicherte Gastgeber früh durch Ritter (13.) in Front und hätte in Person von Menges nach einem Konter sogar beinahe nachgelegt, hätte nicht Karius auf der Linie gerettet. So war es ein Doppelschlag durch den eingewechselten Diller (40.) und Dudek (44.), der die Begegnung noch vor der Pause drehte. Nach dem Wechsel spielte Erlangen mit der Führung im Rücken plötzlich souverän auf, ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen und gewann letztlich nach weiteren Toren von Yannick Diederichs und abermals Dudek deutlich. Neunkirchen präsentierte sich als durchweg fairer Gegner, der vor allem nach Kontern immer wieder Gefahr ausstrahlte. Nach der Partie fand Abteilungsleiter Holger Müller emotionale Worte für seinen Coach und Namensvetter Joachim. "Das war ein Sieg für unseren Trainer, der hier hervorragende Arbeit macht, aber immer wieder mit Verletzten zu kämpfen hat. Ich widme Jojo heute den Sieg", sagte Müller, der hofft, dass der Dreier seiner Mannschaft Auftrieb für das kommende Match am Mittwoch gegen Türkspor gibt.

Zwei verschiedene Halbzeiten präsentierten Stadeln und Türkspor den 250 Zuschauern am Kronacher Wald. Die erste gehörte den Gästen, die nach sieben Minuten in Führung gingen. Jasarevic hatte FSV-Keeper Marx nach einem schlampigen Rückpass die Kugel abgeluchst und im leeren Tor versenkt. Schnierstein und Reischl vergaben in der Folge dicke Kopfballchancen zum Ausgleich, ehe Türkspor einen Stadelner Fehler im Mittelfeld zum 0:2 nutzte. Am Ende eines schönen Angriffs war es Güler, der per Schlenzer erfolgreich war (40.). Stadeln kam danach wie verwandelt aus der Kabine und durch Bauer per Strafstoß zum Anschluss (53.). Eine Co-Produktion der Joker führte zum Ausgleich, als Walthier eine Abudo-Flanke verwertete. Nach Strobel-Vorarbeit war es erneut Bauer, der die nun tonangebenden Stadelner in Front brachte, bevor Strobel in der Nachspielzeit den Deckel drauf machte. Eine schöne Geste gab es bereits vor der Partie. Die Stadelner Elf machte sich in Aufwärmshirts warm, auf denen warme Grußworte an Kapitän Tobias Wölfel zu lesen waren. Er hatte sich am Dienstag im Training das Kreuzband gerissen und wird lange fehlen.

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