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Spitzenspiel mit Nachwehen: Ärger zwischen Burgfarrnbach und Ludwig Beer

Nach dem 3:1 im Topspiel

"Für einen Funktionär unwürdig": Nach dem Topspiel in Woffenbach erteilt Burgfarrnbach Ehrenbezirksspielleiter Ludwig Beer Platzverbot. Vorwürfe der Unsportlichkeit weist dieser aber "aufs Schärfste" zurück.

Ein Spitzenspiel mit Nachwehen: Woffenbach (rot) gewann gegen Burgfarrnbach von Coach Uwe Neunsinger (im Hintergrund).

 / © Wolfgang Fellner

Mit einer Pressemitteilung ging die sportliche Leitung des TSV Burgfarrnbach am Karfreitag in die Offensive: Vor dem Bezirksliga-Spiel des TSV bei Primus BSC Woffenbach habe Ehrenbezirksspielleiter Ludwig Beer, so die Vorwürfe des TSV, das Schiedsrichter-Gespann um Jan Hoffmann (Röthenbach) dazu aufgefordert, "darauf zu schauen, dass der Neunsinger hier ja nicht gewinnt“. Uwe Neunsinger ist aktuell Trainer des TSV Burgfarrnbach und mit seinem Team gut im Aufstiegsrennen.

"Dieses Verhalten tritt jede sportliche Fairness mit Füßen und ist für einen Funktionär des Bayerischen Fußball-Verbandes schlicht unwürdig", schreibt die sportliche Leitung des Vereins einen Tag später. "Da es Herr Beer auch nach Vermittlung des Bezirksvorsitzenden Dieter Habermann abgelehnt hat, sich für sein Verhalten zu entschuldigen und die Tatsache schlicht ableugnet, verhängt der TSV Burgfarrnbach hiermit ab sofort ein Platzverbot gegen Herrn Beer. Sollte er, auch in offizieller Funktion, versuchen, das Gelände des TSV Burgfarrnbach zu betreten, wird sich der Verein nicht scheuen, von seinem Hausrecht gegen diese Person Gebrauch zu machen", heißt es weiter im Text. Die Partie endete 3:1 für den BSC, Burgfarrnbach-Coach Neunsinger unterstreicht aber, dass die Vorwürfe gegen Beer kein schlechtes Licht auf Gegner Woffenbach oder den Unparteiischen werfen sollen.

Ehrenbezirksspielleiter Ludwig Beer weist derweil den Vorwurf auf nordbayern Amateure-Nachfrage "aufs Schärfste" zurück. "Ich habe in meinen 40 Jahren als Spielleiter und auch bis heute niemals versucht, einen Schiedsrichter derart zu beeinflussen", unterstreicht er. Bei besagtem Spiel sei er knapp eine Stunde vor dem Spiel auf der Woffenbacher Terrasse gesessen. "Da kam Herr Neunsinger vorbei mit den Worten, 'wenn du schon da bist, haben wir schon vorher verloren'." Scherzhaft habe Beer darauf geantwortet: "Genau deswegen bin ich da". Die drei Schiedsrichter hätten zu diesem Zeitpunkt eine Tischreihe weiter unten gesessen. "Ich war nicht bei ihnen am Tisch. Als sie zum Umziehen gingen, kam Assistent Kai Hoffmann (der Bruder des Schiedsrichters) zu mir hoch. Wir begrüßten uns kurz und ich wünschte eine gute Spielleitung. Mehr gibt und gab es nicht", so Beer.

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