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Friesen-Packung für Buch - Schwabachs Orel reichen 25 Minuten für fünf Treffer

Landesliga Nordost 30. Spieltag

An der Tabellenspitze konnte Feucht die beiden Remis der Konkurrenten aus Neudrossenfeld und Bamberg nicht nutzen und spielte gegen die "Pumas" ebenfalls nur Unentschieden. Dahinter gewann Schwabach erwartet klar gegen Schlusslicht Sonnefeld und kann nach vorne etwas verkürzen - Mann des Tages war Daniel Orel, dem 25 Minuten für fünf Treffer reichten. Im Keller konnte kein Team Zählbares sammeln: Baiersdorf unterlag der Quelle, Kornburg in Memmelsdorf und Großschwarzenlohe in Lichtenfels. Die Bucher kamen gegen Friesen unter die Räder.

Bitter verlief der sonnige Nachmittag für Udo Brehm und seine Bucher.

 / © Janousch

In der 5. Minute entstand aus einer Großschwarzenloher Chance das erste Gegentor, als die Lichtenfelser den Ball weit nach vorne schlugen und Stefan Fischer zur Stelle war. Ein weiterer langer Ball ließ die Hausherren wenig später erneut jubeln. Pascal Scholz lief frei auf Torhüter Dominik Brunnhübner zu und vollstreckte in die lange Ecke (9.). Danach war der SCG dem Anschlusstreffer nahe. Doch einmal verpasste Maximilian Kunz einen Querpass nur knapp, kurz darauf wurde ein Jannik-Hettwer-Schuss von der Linie gekratzt. Die Tore schoss Lichtenfels: Einen weiteren langen Pass verwertete Christopher Schaller zum 0:3 aus SCG-Sicht (51.). Großschwarzenlohe stellte um, um wieder heranzukommen, doch mehr als der Elfmetertreffer von Heiko Redl (72.) war nicht mehr drin. Ordentlich gespielt, aber dreimal schlecht verteidigt – so die Kurzzusammenfassung der 1:3-Niederlage.

Feucht kann von den Ausrutschern der Konkurrenz nicht profitieren und holt selbst nur einen Zähler. Bei erhöhten Temperaturen kamen beide Teams in Durchgang eins nicht ins Rollen. Die Gäste hatten das Ballbesitzplus, konnten sich aber nur schwer in Szene setzen. Kurz vor der Pause fiel mit der ersten Chance die Führung für die Pumas: Nach einem Einwurf landete der Ball bei Amling, der den Ball ins lange Eck spitzelte. Durchgang zwei präsentierte sich sehenswerter: Nahr scheiterte alleine vor Keeper Sponsel, auf der Gegenseite parierte Gumbrecht gegen Schäf. Mitte der Hälfte drehten die Feuchter dann per Doppelschlag die Partie: Erst wuchtete Klose einen Ball aus knapp 20 Metern in die Maschen, dann war Spielbühler nach einer Seitenverlagerung zur Stelle und traf aus spitzem Winkel. Aber die Pumas kamen prompt zurück: Feucht verlor im Vorwärtsgang den Ball, Rockwells Flanke landete unter gütiger Mithilfe von Sponsel in den Maschen. In den Restminuten drückte der Gast auf den Sieg, aber es fielen keine Tore mehr.

Gewohnt engagiert startete die Quelle beim Kellerkind: Uluca eroberte in einer Pressingsituation den Ball, schlug einen Haken und traf aus rund 20 Metern zur Führung ins kurze Eck. Der BSV brauchte ein wenig, um in die Partie zu finden, erarbeitete sich anschließend durchaus Möglichkeiten; meist aber war noch ein Quelle-Bein dazwischen. Der Gast zog sich in Folge etwas zurück und bekam so Räume: Reinholz vergab nach Abiama-Vorlage, so blieb es zur Halbzeit bei der knappen Führung. In Durchgang zwei hatten zunächst Abiama, dann Haag das 0:2 auf dem Fuß, das dann nach einer Ecke fiel: Meier war per Kopf zur Stelle. Kurz darauf setzte Schimm einen Ball an den Innenpfosten. Mit zunehmender Dauer wurde nun die technische Überlegenheit der Gäste sichtbar, von Baiersdorf kam nur noch wenig. Kurz vor Ende musste dann Schwab nach Gerangel und einem Schubser vom Platz.

Zu Beginn lagen leichte optische Vorteile bei den Gästen, die sich nach einem fahrlässigen Ballverlust in Strafraumnähe in der 8. Minute aber fast ein unnötiges Gegentor fingen. TSV-Keeper Arthur Ockert rettete im Eins-gegen-Eins. Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Pascal Abele gerade noch so um den Pfosten gelenkt. Bis zur Halbzeit lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe. Der zweite Durchgang nahm mit einem Aufreger in der 63. Minute Fahrt auf: Als Michele Rinchiuso mit offener Sohle von vorne in den Zweikampf ging, griff der Schiedsrichter zum Unmut der Kornburger zur Roten Karte. Memmelsdorf wurde ab der 80. Minute etwas gefährlicher und schon stand‘s in der 84. Minute 1:0, als Ali Dayan eine Hereingabe auf den langen Pfosten verwertete. Sebastian Schulik hätte postwendend ausgleichen können, doch nach 90 Minuten blieb es beim Heimsieg.

Ziemlich abgewatscht wurde der TSV Buch im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Friesen. Die ersten drei Gelegenheiten hatte der Gast, bevor die Bucher dann besser ins Spiel kamen und nach Halbchancen in Person von Oliver Ell die dicke Gelegenheit zur Führung liegenließen. Dies rächte sich schnell: Nachdem Keeper Bogner einen Freistoß nicht festhalten konnte, staubte der beste Gästeakteur des Tages, Brandt, zum 0:1 ab – es war gleichzeitig der Halbzeitstand. In Durchgang zwei gehörten die ersten zehn Minuten wieder der Heimelf, die unter anderem eine Dreifachchance nicht nutzen konnte. Die Quittung folgte erneut auf dem Fuße, Brandt traf nach einer Ecke überlegt ins Eck. Zwar war den Buchern das Bemühen am heutigen Tage nicht abzusprechen, die Bergmüller-Elf lief auch in Folge an, agierte aber weitgehend ideenlos und fing sich jeweils nach Kontern weitere Gegentreffer ein: Zweimal Lindner sowie Brandt mit seinem dritten Tagestreffer stellten das 0:5-Endergebnis her.

Es war der erwartet klare Schwabacher Sieg bei Schlusslicht Sonnefeld – und es war die Halbzeit des Daniel Orel: Binnen 25 Minuten schnürte er einen Fünferpack. Beim 0:1 setzte er einen Freistoß aus 17 Metern exakt ins Kreuzeck, beim 0:2 traf er wuchtig vom Strafraum ins lange Eck. Beim 0:3 stand er bei einer Kombination über rechts dort, wo ein Angreifer zu stehen hat und netzte eiskalt, auch beim 0:4 verwertete er ein Zuspiel von Söder in Mittelstürmer-Manier. Und letztlich das 0:5, als der Angriff über links rollte und Orel eine Hereingabe in die Maschen verlängerte. In Durchgang zwei blieb es ein Spiel auf ein Tor, die Schwabacher ließen es nun aber deutlich ruhiger angehen, auch Orel schraubte nicht mehr an seinem Torkonto, das nach diesem Spieltag bei 24 Treffern steht. So kam Sonnefeld in der Schlussphase noch zum Ehrentreffer, den Scheler per Handelfmeter besorgte.

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