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Seligenporten feiert Derbysieg - Kulabas erlöst den ATSV

Bayernliga Nord 30. Spieltag

Neumarkt bleibt nach der Niederlage gegen das Kloster Schlusslicht, auch Forchheim (in Aubstadt) und Bruck (in Ammerthal) gehen im Keller leer aus. Den ersten Sieg des Jahres gab es für den ATSV Erlangen gegen die SpVgg Ansbach. Die Skeraj-Elf hat nun ein Sechs-Punkte-Polster auf die Rote Zone.

Seligenportens Bajrami (in rot) traf per Elfmeter im Derby.

 / © Fritz-Wolfgang Etzold

Neumarkt geht im Derby leer aus und bleibt Schlusslicht. Dabei ging der Underdog nach ausgeglichenem Beginn noch in Front: Nach einer Iatrou-Ecke war Haubner zur Stelle und traf per Kopf ins kurze Eck. Auch in Folge hielt der junge ASV vor rund 400 Zuschauern gut mit, Tore fielen bis zur Halbzeit aber keine mehr. Nach Wiederanpfiff verpasste erst Haubner per Kopf das 2:0, auf der Gegenseite versagten Kobrowski im 1-gegen-1 mit Bachner die Nerven. Wenig später war dann aber der Ausgleich fällig: Es war Glasner, der einen zentralen Freistoß sehenswert ins Tor legte. Nun hatte der Gast auch Übergewicht und münzte selbiges in Tore um: Nach einem langen Ball stand Knorr vor der Kiste und drehte die Partie. Wenig später entschied eine Szene die Begegnung endgültig zugunsten des Gastes. Hausner vertändelte den Ball im eigenen Strafraum, verursachte anschließend einen Elfmeter und musste mit der Ampelkarte runter. Bajrami verwandelte souverän zum 3:1-Endstand.

Die Zuschauer bekamen zunächst ein zähes Spiel mit vielen Fehlpässen zu sehen. Einen davon nutzte Ammerthal zur Führung. Bruck war zu weit aufgerückt, und Marco Weber hatte in der 36. Minute wenig Mühe einzuschieben. Vom Gegentor angestachelt steigerten sich die Erlanger. Die schnelle Belohnung ging auf das Konto von Jan Sperber, der am Elfmeterpunkt frei stand und einen langen Ball über die Linie drückte (38.). Die ersten 15 Minuten des zweiten Abschnitts dominierte Ammerthal, ohne wirklich zu glänzen. Dann kam der FSV wieder besser ins Spiel. Die dickste Chance für Bruck hatte Samet Güler mit einem Kopfball nach einer Ecke. Als Daniel Eich in der Nachspielzeit für den geschlagenen Torhüter Mathias Beck vor der Linie rettete, war die Punkteteilung greifbar. Doch mit dem letzten Eckstoß sicherte sich Ammerthal durch einen Johannes-Kohl-Kopfball den Sieg.

Die Hausherren erwischten einen optimalen Start, da sie mutig nach vorne spielten. Sebastian Marx köpfte freistehend im Strafraum, die Gäste blockten den Ball mit der Hand. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ahmet Kulabas (18.). Wenig später servierte Fabian Forisch für Kulabas, der aus fünf Metern den Ball über die Linie spitzelte. Kurz vor der Halbzeitpause vergaben Kevin Guerra nach Zuspiel von Lucas Markert und Markert selbst Chancen aufs 3:0. Nach Wiederanpfiff begann der ATSV nicht mehr so zielstrebig wie im ersten Durchgang. Ansbach brachte auch keine Gefahr auf den Platz, Tom Abadjiews Fallrückzieher war artistisch wertvoll, aber harmlos. Von der 70. Minute an schaltete der ATSV wieder einen Gang höher. Für wiederholtes Foulspiel sah Johannes Meyer noch Gelb-Rot. Zum Abschluss setzte Lucas Markert den Ball mit einem tollen Fernschuss zum 3:0 ins Netz. Es war der erste Sieg des ATSV im Jahr 2019. Katharina Tontsch

Die SpVgg Jahn Forchheim, die beim Aufstiegsanwärter als Underdog in die Partie ging, stellte die Heimelf vor Probleme. Aubstadts Offensivbemühungen mündeten nicht in der erhofften Vielzahl an Chancen. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabine. Nach Wiederanpfiff steigerte sich Aubstadt: Philipp Kleinhenz zog in Minute 48 aus der Distanz ab, doch bei Forchheim stand auch nach dieser Situation die Null. Ingo Feser zielte genauer, als er sich in der 65. Minute den Ball zum Freistoß zurecht legte und die Kugel versenkte. Nach dem unglücklichen Rückstand musste Forchheim notgedrungen die gute defensive Ordnung ein Stück aufgeben und mehr Risiko gehen. Für den TSV ergaben sich Kontermöglichkeiten, die aber vergeben, beziehungsweise Beute des wachen Jahn-Schlussmanns Christian Bergmann, wurden. Trotz ordentlicher Leistung musste Forchheim mit leeren Händen heimfahren.

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