Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Seligenporten: Gerd Klaus übernimmt von Hendrik Baumgart

Bayernliga Nord

Trainerwechsel beim SV Seligenporten: Der Vertrag mit Hendrik Baumgart wird nicht über die laufende Saison hinaus verlängert. Für ihn übernimmt Gerd Klaus. Es ist die zweite Trainer-Station im "Kloster" für den 48-Jährigen, der einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschreibt.

Gerd Klaus coachte zuletzt den Regionalligisten FC Schweinfurt.

 / © Zink / WoZi

Eine „kurzfristige Entscheidung“, so nennt der Geschäftsführer der SVS Fußball GmbH, Karl-Heinz Tischer, den Wechsel auf der Seligenportener Trainerbank im anstehenden Sommer. Der langjährige Trainer des FSV Erlangen-Bruck und des 1. FC Schweinfurt 05, Gerd Klaus, hat beim Bayernliga-Fünften SV Seligenporten einen Kontrakt über zwei Jahre bis Sommer 2021 unterschrieben. Zuletzt war Klaus, der in Eckental östlich von Erlangen wohnt und ausgebildeter KFZ-Mechaniker und Industriekaufmann ist, als sportlicher Leiter des 1. FC Schweinfurt 05 tätig. „Dort hat er wegen des Pokalspiels gegen die Würzburger Kickers das Handtuch geworfen", weiß Tischer. Bei den „Schnüdeln“ seien damals statt der vom Verband vorgeschriebenen vier U23-Spieler nur drei im Kader gewesen, woraufhin das Sportgericht den einstigen 3:1-Achtelfinal-Überraschungssieg für die Kickers wertete. Klaus übernahm als sportlicher Leiter für diesen fatalen Fehler die Verantwortung und trat Mitte September letzten Jahres zurück, war seitdem im höherklassigen Fußballbereich beschäftigungslos. „In Schweinfurt hat Gerd Klaus schon unter professionellen Bedingungen gearbeitet“, erzählt Tischer. Schließlich habe man in der unterfränkischen Stadt ja auf Profitum umgestellt. Die mit Klaus verkörperte Erfahrung sei ein ausschlaggebender Grund für die Veränderung auf der Trainerposition gewesen. „Wir erhoffen uns, dass er die Spieler und uns als Verein weiter voranbringt“, formuliert Geschäftsführer Tischer die Zukunftswünsche der SVS-Vereinsführung. Außerdem „war er ja schon mal bei uns“, sagt Karl-Heinz Tischer. Tatsächlich trainierte Gerd Klaus die Klosterer schon vor über einem Jahrzehnt, damals noch in der Landesliga.

Das Absägen des aktuellen Erfolgscoaches Hendrik Baumgart (41) sei folglich „nicht aus persönlichen Gründen“ erfolgt, sondern aus rein sportlichen Gesichtspunkten „Hendrik hat jahrelang hier hervorragend gearbeitet, in einer schwierigen Situation im Sommer eine schlagkräftige Truppe geformt.“ In der Momentaufnahme bleiben aus dieser Mannschaft elf wichtige Spieler sicher beim SV Seligenporten, ein erneuter Riesenumbruch wird heuer also nicht stattfinden. Was die Aufstiegschancen in der kommenden Saison 2019/20 natürlich nicht schmälert: „Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen und möglichst aufsteigen.“ Denn für die Spieler hat die Vereinsentscheidung nach Tischer wohl keine negative Konnotation: „Die ziehen mit.“ Weitere Neuverpflichtungen für den Sommer seien noch nicht spruchreif: „Wir verhandeln mit Ergänzungsspielern“, lässt der GmbH-Geschäftsführer verlauten.

„Kindergarten-Verhalten“

Inwieweit SVS-Stürmer Sebastian Glasner nach seinem verbalen Scharmützel mit dem Linienrichter im Freitagsspiel gegen den SC Eltersdorf noch in der verbleibenden drei Partien zum Einsatz kommt, ist offen. Glasner wurde nach seiner Auswechslung wegen Linienrichterbeleidigung mit der roten Karte bedacht. Schon nach dem Totopokal-Viertelfinale gegen Viktoria Aschaffenburg hatte sich Glasner mit einem Unparteiischen angelegt. Karl-Heinz-Tischer nimmt den Routinier aber diesmal klar in Schutz: „Von den Schiedsrichter erwarte ich mehr Toleranz, Emotionen gehören im Fußball dazu.“ Glasner hatte in folgendem Wortlaut nach der Auswechslung gemeckert: „Ihr seid so hässlich, besonders du da draußen.“ Dies habe der Linienrichter als Beleidigung aufgefasst, Schiedsrichter Manuel Müller zeigte im Anschluss den roten Karton. „Das finde ich völlig überzogen“, so Tischer und sprach im selben Atemzug von „Kindergarten-Verhalten“ der Schiedsrichter. So sei der Satz Glasners kein schlimmer Ausdruck gewesen.

Freudiger blickt man beim SVS wohl auf das diesjährige 70-jährige Vereinsjubiläum, das dieses Jahre über die Bühne geht. War für das Jubiläumsspiel zuerst der TSV 1860 München angedacht, steht nun ein anderer Verein im Blick. „Mit den Sechzigern hat sich's terminlich zerschlagen, da in Seligenporten an angedachtem Termin ein Schützenvereinsfest ist“, sagt Tischer. Nun soll nach primärem Wunsch der 1.FC Nürnberg einen ehrwürdigen sowie prominenten Gegner darstellen. „Wir haben den Club zum Jubiläumsspiel eingeladen“, so Tischer. Geplant habe man das Spiel für Samstag, den 13. Juli.

Mehr zum Thema