Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Okcan Tekdemir: Dankbar in eine neue Aufgabe

Bezirksliga Nord

Der Nürnberger Bezirksligist Cagrispor und Okcan Tekdemir gehen nach der laufenden Saison getrennte Wege. "Grundlegende Veränderungen" innerhalb des Vereins seien der Grund.

Doppelrolle: Okcan Tekdemir ist aktuell noch stürmender Trainer bei Cagrispor. Nach der Saison wird er es nicht mehr sein.

 / © Zink / DaMa

"Nicht nach jeder Trennung gibt es etwas Negatives zu sagen, nicht über den Verein, nicht über die Spieler", sagt Okcan Tekdemir, "ich bin Cagrispor dankbar für die Chance. Den Weg, den der Verein einschlägt, will ich aber nicht weiter gehen. Das wäre mir selbst gegenüber nicht ehrlich". Konkretisieren will der 31-Jährige das nicht: "Es stehen bei Cagrispor grundlegende Veränderungen an. Aber das ist Sache des Vereins."

Tekdemir, der in der vergangenen Saison für die Reserve des SC 04 Schwabach verantwortlich war und für die Schwabacher Landes- und Kreisklasseteams zusammen an die 40 Tore schoss, wechselte im Sommer 2018 zum Nürnberger Bezirksligisten, war dort gemeinsam mit Ahmet Aydin als spielender Co-Trainer vorgesehen. "Das Jahr war sehr schwierig. Wir sind aktuell Neunter, stehen also auf einem einstelligen Tabellenplatz - mit einer Mannschaft, die sich zu Saisonbeginn sehr verändert hat. Wir sind absolut im Soll", so der Angreifer, der seine Doppelrolle auch auf dem Platz erfüllte: In 25 Partien erzielte er elf Tore. Offiziell übernahmen Tekdemir und Aydin das Team, das mit Turgay Karali als Coach in die Saison gegangen war, zu Beginn der Winterpause. Schon zuvor aber sprang das Duo für einige Spiele hauptverantwortlich ein. Tabellarisch ist es für das Duo Tekdemir/Aydin eine ruhige Spielzeit, mit der gefährdeten Zone hatte Cagrispor nichts zu tun. "Ich glaube, das ist auch ein Erfolg von Ahmet und mir. Ich bin, sowohl was die sportliche als auch menschliche Entwicklung angeht, auf jeden Spieler stolz." 

Und wie geht es für Tekdemir selbst weiter? "Mal sehen, was sich ergibt. Ich werde mich sicher nicht jedes Wochenende auf den Bezirks- oder Landesligasportplätzen zeigen. Das bin ich nicht." Ab Sommer könne sich der 31-Jährige eine neue Funktion als (Spieler-)Trainer aber vorstellen, "ansonsten werde ich mich um meine zwei Töchter kümmern, mich auf meine A-Lizenz konzentrieren und vielleicht wieder bei einem Bundesligisten hospitieren." Zunächst aber gelte es, die laufende Saison ordentlich zu Ende zu bringen: "Die letzten drei Spiele versuche ich, das Maximale für den Verein und die Mannschaft herauszuholen." Teil eins von Tekdemirs Abschiedstour bei Cagrispor startet am Sonntag beim anspruchsvollen Auswärtsspiel in Kalchreuth.

Mehr zum Thema