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Dedaj: "Werden nur auf uns schauen"

Vorschau Landesliga-Relegation 1. Runde, Hinspiele

Im Duell der Tabellenzweiten trifft Stadeln auf Weißenburg. Baiersdorf will gegen Gochsheim die Chance auf den Klassenerhalt wahren. Der jeweilige Sieger der beiden Ansetzungen muss nach Hin- und Rückspiel eine weitere Runde erfolgreich bestreiten.

Manni Dedaj trifft mit Stadeln auf Weißenburg.

 / © Zink / AlSch

Natürlich hat sich Coach Thomas Luckner informiert über den kommenden Gegner, auch beobachten konnte er ihn schon: "Es ist eine junge Truppe, die letztes Jahr schon in der Relegation war, also eine gewisse Konstanz hat. Sie haben mit Yannick Sprenger und Daniel Meusel gute Offensivkräfte", sagt er über den Tabellenzweiten der Bezirksliga Unterfranken Ost, der vor einem Jahr mit zwei Remis denkbar knapp in der zweiten Runde am TSV Karlburg scheiterte und erneut in der Bezirksliga antreten musste. Doch nicht nur der TSV Gochsheim hat Relegationserfahrung - auch der Baiersdorfer SV selbst spielte jüngst in der Saison 15/16 um den Ligaerhalt - und das erfolgreich. Fabian Schwab, Max Schmitt und Christoph Lehmann waren aus der aktuellen Truppe damals schon dabei, Kapitän Nicolas Schwab fehlte verletzungsbedingt. "Aber das haben noch mehr von uns im Kopf", so Luckner. Seit ein paar Wochen sei es seinem Team ja schon klar, dass die Relegation unvermeidbar sei, "ob das ein Vor-oder ein Nachteil ist, wird man sehen. Fakt ist: Wir konnten uns darauf einstellen." Zu gerne wäre man natürlich mit einem entsprechenden Erfolgserlebnis in die Entscheidungsspiele gegangen, "aber wir hatten die stärksten Gegner der Liga zuletzt. Man kann es sich nicht aussuchen." Personell muss der Coach, der den Baiersdorfer SV bekanntlich im Sommer verlassen und eine Pause einlegen wird, mit den Ausfällen von Maximilian Kundt, Philipp Eismann und Michael Wegner umgehen, auch Marc Weiler ist angeschlagen. Sollte der Baiersdorfer SV das Duell gegen Gochshheim in Hin- (Donnerstag) und Rückspiel (Sonntag) überstehen, trifft er in der kommenden Woche in Runde zwei auf den Sieger des Duells SV Erlenbach/Main gegen DJK Hain trifft. Erst danach kann gejubelt werden. jam

Gerne wäre der FSV Stadeln ohne Umwege in die Landesliga aufgestiegen, doch der Meister SV Schwaig spielte nicht mit: "Wir mussten darauf hoffen, dass sie patzen, aus eigener Hand konnten wir es nicht mehr erreichen. Trotzdem sind wir dieses Jahr zurückgekommen und haben eine super Rückrunde gespielt", so das Fazit des FSV-Trainers Manfred Dedaj. Er fügt an: "Wir sind richtig heiß auf die Relegation." Der Coach will mit seiner Mannschaft in den Ausscheidungsspielen gegen den TSV 1860 Weißenburg das zeigen, was sie auch in den letzten Wochen in der Liga auf den Platz gebracht haben. Über den Gegner verliert Dedaj nur wenig Worte: "Wir werden, wie wir es in der Liga auch getan haben, nur auf uns schauen. Wir wollen unsere Stärken an den Tag legen, dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und unseren Fußball durchziehen. Etwas anderes will ich nicht sehen", so Dedaj deutlich. Entwarnung kann beim Einsatz von Gerhard Strobel gegeben werden. Der Torjäger, der am vergangenen Wochenende frühzeitig ausgewechselt werden musste, wird am Donnerstag wieder auf dem Platz stehen können. Gegner TSV 1860 Weißenburg sprang mit einem Coup gegen Burfgarrnbach doch noch auf den zweiten Rang - auch weil die TSG Roth gegen Dinkelsbühl patzte. Entsprechend glücklich ist man im Weißenburger Lager über diese Bonusspiele, in denen man sich selbst ein bisschen als Außenseiter sieht: "Wenn man die Einzelspieler untereinander vergleicht, dann hat Stadeln auf jeden Fall eine sehr hohe Qualität. Sie können wahrscheinlich mit dieser Drucksituation besser umgehen als meine junge Mannschaft. Aber man weiß nie, wie so ein Spiel läuft. In so einem Spiel wachsen manchmal Spieler über sich hinaus", so Weißenburg-Coach Vierke im jüngsten Interview. "Um gegen sie bestehen zu können, müssen viele Dinge funktionieren. Wenn die Verantwortlichen von Stadeln unseren Kader anschauen, dann kennen sie nicht viele Spieler, und im Gegensatz sind mir einige Spieler von ihnen bekannt. Relegationsspiele können immer anders laufen als Spiele während der Saison. Wir wollen den Schwung mitnehmen und mutig spielen. " Torhüter Johannes Uhl, gegen Burgfarrnbach verletzt ausgewechselt, ist wieder mit dabei. Für den Sieger der Ansetzung geht es in Runde zwei entweder gegen den SV Etzenricht oder den SV Hahnbach. hb/mw/jam

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