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Yelegen: "Hätte die Mannschaft so gerne als Bezirksligist übergeben"

Bezirksliga Süd

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga geht der FC Holzheim mit neuem Trainer und ohne Druck in die neue Saison.

Wachablösung beim FC Holzheim: Vahan Yelegen (links) kommt hier an der Außenlinie seinem Nachfolger Benjamin Harmel entgegen. Dass er das Traineramt mit einem Abstieg aus der Bezirksliga übergeben muss, war so eigentlich nicht vorgesehen. Die Abwärtsspirale der letzten Wochen konnte auch er nicht aufhalten.

 / © Fellner

Am Ende wurde es der vorletzte Tabellenplatz und ein leiser, enttäuschender Abgang für den langjährigen Trainer Vahan Yelegen. „So aufzuhören ist natürlich nicht schön und tut mir auch persönlich sehr weh“, sagt der scheidende Coach des FC Holzheim. „Leider haben das Team und ich es gemeinsam nicht geschafft, die Klasse zu halten und auch wenn ich Holzheim damals in der Kreisliga übernommen habe, hätte ich die Mannschaft so gerne als Bezirksligist übergeben.“ Die Fakten: Nach 34 Spieltagen mit nur 34 Punkten fehlen dem FCH fünf Zähler auf den Relegationsplatz bei einem Torverhältnis von minus 13. Am Ende bleibt das Gefühl, dass der Abstieg nach fünf Jahren Bezirksliga rein qualitativ locker hätte vermieden werden können. Doch die reine individuelle Klasse wie beispielsweise bei Jonas Grunner, der im Winter als Hoffnungsträger gekommen war, reichte den Holzheimern nicht.

„Es waren mehrere Punkte die am Ende zum Abstieg führten: Einige Spieler haben den Abstiegskampf unterschätzt, wir haben uns durch Platzverweise immer wieder selbst geschwächt und viele Gegentore kurz vor Schluss kassiert“, erklärt Yelegen. Nur fünf Punkte konnte Holzheim aus den letzten neun Partien einfahren und wurde so nach der Winterpause peu à peu durchgereicht. „Wir haben die klassischen Tugenden des Abstiegskampfes im Vergleich zu den anderen Mannschaften unten etwas vermissen lassen. Für den ein oder anderen war der Druck dann auch zu groß, wodurch hinten Fehler entstanden sind und vorne ein ums andere Mal beste Chancen vergeben wurden.“ Nach acht Jahren unter Yelegen, der ab nächster Saison beim SC Pollanten in der Verantwortung steht, übernimmt zur neuen Saison der bisherige Co-Trainer Benjamin Harmel. Vergleiche mit Andreas Nigl beim BSC Woffenbach drängen sich bei Harmel nur auf den ersten Blick auf. Mit nur 25 Jahren dürfte der neue Coach der jüngste in der kommenden Kreisliga-Runde sein. Nach der Jugend beim ASV und Erfahrungen im Herrenbereich des BSC Woffenbach wechselte Harmel 2014 nach Holzheim. Seit Anfang der Saison assistierte er Yelegen als Co-Trainer.

Grunner wechselt zu Ammerthal

Abteilungsleiter Marco Hösch geht zuversichtlich in die neue Saison: „Wir wissen, dass mit Benni Harmel als junger Trainer ein gewisses Risiko da ist, das wir bewusst eingegangen sind. Diese interne Lösung war für uns die erste Wahl und wir sind überzeugt mit ihm als Coach eine gute Rolle in der Kreisliga spielen zu können.“ Ihm assistieren wird als spielender Co-Trainer „zu 99 Prozent“ Daniel Orel. Er kehrt nach einem Jahr und 26 Toren in 32 Spielen vom SC Schwabach zurück. „Mit dem Spieler sind wir uns einig und auch mit Schwabach sollten wir bald eine Übereinkunft treffen. Dennoch ist der Transfer noch nicht fix“, gibt sich Hösch zuversichtlich. Mit Florian Großhauser (zum BSC Woffenbach) und Jonas Grunner (DJK Ammerthal) stehen zwei weitere Abgänge fest.

Atakan Aksoy wird mit Türkspor Nürnberg in Verbindung gebracht. „Wie vor jeder Saison dreht sich das Personalkarussell, aber wir halten die Mannschaft im Großen und Ganzen auf jeden Fall zusammen“, versichert Hösch. „Mit unserer Qualität wäre es ein Leichtes gewesen, die Klasse zu halten, aber am Ende gehen wir, vor allem wegen den verpassten Chancen in der Offensive, verdient runter.“ Holzheim sei jedoch nicht auf die Bezirksliga angewiesen, sagt Hösch. „Von daher hoffen wir, bald wieder zu kommen, aber verspüren auf Vereinsseite keinerlei Druck.“

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