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Die Neuzugänge hat Rahner, den Biersponsor noch nicht

Bezirksliga Nord

Nur zwei Abgänge hat Meister SV Schwaig nach aktuellem Stand zu verzeichnen, etwa acht Neue sollen kommen, die werden aber noch nicht verraten. Denn Coach Alu Rahner will mehr Breite - und sein Team in 45 Tagen auf Landesliga-Level bringen.

Coach Alu Rahner beim nervenzehrenden Finale in Kalchreuth.

 / © Zink / ThHa

"Vorne, Mitte, hinten", so Helmut "Alu" Rahner über die Frage, wo er denn Verstärkungsbedarf sieht für die kommende Spielzeit. Nachdem der SV Schwaig am letzten Spieltag in Kalchreuth Meisterschaft und Aufstieg klarmachte, wird diese bekanntlich in der Landesliga stattfinden. Und Rahner ist natürlich keiner, dem man viel zu erzählen braucht über die neue Liga - und welche Ansprüche ein solcher Sprung an einen Bezirksligisten stellt. Einige Namen kursieren schon, andere sind auch schon fix - bestätigen will der ehemalige Club-Profi aber noch nichts. Mindestens acht Zugänge sollen kommen, so der Coach, erst zum Trainingsauftakt will der Verein sie offiziell präsentieren.

"Du brauchst natürlich das Herz der Mannschaft, zwölf, 13 Namen kannst du in die Landesliga mitnehmen. Dann brauchst du die Neuen, um einfach die nötige Breite zu haben", sagt Rahner, der einen Kader von 22 bis 23 Mann anstrebt. Das sei im Verein auch besprochen und genehmigt. Mit den meisten Gesprächen sind die Verantwortlichen schon durch, aber "das Telefon klingelt, das ist ein gutes Zeichen." Ein gutes Zeichen ist auch, dass die Schwaiger nur zwei Abgänge zu verzeichnen haben: Alexander Mrkos (zehn Einsätze) und Philip Bittner (15) verlassen den Verein mit noch unbekanntem Ziel. Rahner sagt aber auch: "Man muss sicher mit dem ein oder anderen noch reden, ob es in der Landesliga Sinn macht". Zudem hofft er, nicht noch überrascht zu werden: "Einige unserer Spieler stehen auch bei anderen Vereinen im Notizzettel, das ist klar. Aber bei uns spielt man gerne", glaubt er. Nicht nur das Sportgelände, auch dass man immer vor einer guten Kulisse gespielt habe, trüge zur Wohlfühlatmosphäre bei, "und das wird sich sicherlich auch in der Landesliga nicht ändern".

"Nach Fliegern schauen"

Momentan sei man noch "im Feiermodus", das Abschlussessen stand an. "Außerdem müssen wir mal nach Fliegern schauen, um auf eine Insel zu kommen", so der 48-Jährige, der immernoch hörbar begeistert ist von der Leistung seiner Mannschaft in der abgelaufenen Spielzeit: "Wir waren im Herbst ja schonmal auf der Welle", rekapituliert er, es folgte eine Schwächephase nach der Winterpause, in der man kurzzeitig auch den so sicheren ersten Rang verspielt hatte, "dann haben wir uns geschüttelt und wieder angezogen." Nervenstärke habe sein Team dabei bewiesen, sich in den letzten Spielen der Saison die Spitze zurückerobert und bis über die Ziellinie gehalten. Diese Nervenstärke sei auch eine Liga höher ein wichtiges Gut, glaubt er.

Natürlich schaut nun auch der SV Schwaig gespannt auf die Endphase der Relegation und die anschließend erfolgende Ligeneinteilung. Rahner hofft dabei, dass der FSV Stadeln seinen Schwaigern folgt und in der gleichen Staffel landet. Die Landesliga Nordost soll es sein, die kennt er natürlich auch aus seiner Zeit beim TSV Buch. "Gefühlt sieben Derbys mit uns als Underdog", gebe es dann. Bange ist es ihm so oder so nicht: "Der Klassenerhalt ist dann ein bisschen leichter. Wir hatten in der Bezirksliga dieses Jahr vier direkte Absteiger, in der Landesliga war es ein einziger." Am Samstag, den 15. Juni, bittet "Alu" seine Jungs übrigens wieder zum Trainingsauftakt: "45 Tage Zeit, um auf das nötige Level zu kommen."

Er selbst kann natürlich auch in der kurzen freien Zeit nicht ohne seinen Sport, nicht nur auf den Relegationsplätzen trifft man ihn: "Ich hab' schon das Liverpool-Trikot an", fiebert er auf das CL-Finale hin. Bis es in zweieinhalb Wochen auf dem Platz weiter geht, hat er außerdem noch eine wichtige Mission: Einen Biersponsor finden! "Den braucht jede Fußballmannschaft."

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