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Dedaj: "Inneren Schweinehund überwinden"

Landesliga-Relegation 2. Runde, Hinspiel

Die zweite Runde in der Landesliga-Relegation steht an. Mit dabei sind immer noch der FSV Stadeln und der Baiersdorfer SV. Beide müssen zunächst zuhause antreten. Die Dedaj-Elf hat am Mittwochabend den SV Etzenricht zu Gast, in der Krenstadt spielt der SV Erlenbach vor.

Stadelns Coach Manfred Dedaj gibt die Richtung gen Landesliga vor.

 / © Sportfoto Zink

Mit einem Kraftakt hat der FSV Stadeln die zweite Runde der Landesliga-Relegation erreicht. Dabei musste der FSV "unnötigerweise" in die Verlängerung, in der Max Hering den entscheidenden Treffer zum 3:1 für die Fürther erzielte. "Dafür lieben wir den Fußball", sagt FSV-Trainer Manfred Dedaj. "Die 30 Minuten Verlängerung waren umsonst. Der Gegentreffer war unnötig, Weißenburg hatte aus dem Spiel heraus kaum Chancen. Wir hatten selbst noch einige Möglichkeiten zu erhöhen", so der Coach rückblickend. Natürlich ist Dedaj mehr als froh die nächste, alles entscheidende zweite Runde gegen den SV Etzenricht erreicht zu haben. Für seine Jungs gilt es in den wenigen Tagen bis zum Spiel "gut zu regenerieren", denn seinem Team sind die Spiele schon "an die Substanz gegangen. Derjenige, der aufsteigen will, der muss den inneren Schweinehund überwinden und auch durch die sportliche Hölle gehen", ist sich Dedaj sicher. Über den Gegner SV Etzenricht, der sich souverän mit 2:1 und 7:0 gegen den SV Hahnbach durchsetzte, "habe ich mir schon Infos eingeholt, aber das sind immer wieder neue Spiele." Überraschungen in der Startelf wie am Sonntag mit Keeper Kracun sind laut Dedaj für Mittwoch eher auszuschließen. Harry Bielz

Noch 180 Minuten. Zwei Endspiele. Zweimal 90 Minuten Kampf, Leidernschaft, Emotionen. „Dann“, sagt Thomas Luckner, „dürfen wir hoffentlich feiern.“ Nach dem 0:0 und 3:1 über den TSV Gochsheim, sagt der Trainer des Baiersdorfer SV auch, „ist die Stimmung bei uns gut.“ Angespannt, natürlich, aber gut. Der Sieg in der ersten Relegationsrunde im Kampf um den Klassenverbleib in der Landesliga hat Selbstvertrauen gebracht. Einer Mannschaft, die zuvor von sechs Ligapartien nur eine gewann, die reguläre Saison mit einem Torverhältnis von 1:8 aus den letzten beiden Spielen beendete. „Jetzt“, sagt Thomas Luckner, „haben wir uns zwei echte Endspiele erkämpft.“ Am Mittwochabend um 18.30 Uhr geht es da gegen den SV Erlenbach, der vor zwei Jahren noch in der Bayernliga kickte, sich derzeit aber offenbar im freien Fall befindet: Nur 23 Zähler sammelte der Absteiger, gewann gar nur eine der vergangenen neun Partien in der Nordwest-Staffel. Mit zwei Siegen über die DJK Hain (4:2, 2:1) aber hat sich auch Erlenbach dieses Finale erkämpft. „Es sind anstrengende, spannende Wochen“, sagt Thomas Luckner. Am Samstag, 16 Uhr, folgt das alles entscheidende Rückspiel. Da versprüht der Europapokal-Modus mit Hin- und Rückspiel auch bei abstiegsbedrohten Mannschaften ungewohnten Glanz – und neue Rechnungen: „Ich glaube“, sagt Luckner, „es ist ein Vorteil, dass wir erst zu Hause ran müssen: Es ist ein Mittwochabend. Wir werden versuchen, eine gute Ausgangsposition zu holen.“ Sätze, die man so ähnlich nur in der Champions League hört. Für Baiersdorf geht es aber nicht um Königsklasse, Fußballzauber, Schönspielerei – es ist Abstiegskampf angesagt. Noch zwei Spiele lang. Noch 180 Minuten. chb

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