Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Stadeln steigt hochverdient in die Landesliga auf - Baiersdorf macht's Last-Minute

Landesliga-Relegation Runde 2, Rückspiel

Der FSV Stadeln hat es geschafft. Nach 390 aufreibenden Minuten Relegation gegen Weißenburg und Etzenricht ist das Team von Manfred Dedaj nach einem hochverdienten 4:1-Erfolg in der Oberpfalz in der Landesliga angekommen. Dort könnte Stadeln in der nächsten Saison auf den Baiersdorfer SV treffen. Die Mannschaft von Thomas Luckner drehte das Hinspielergebnis durch einen 2:0-Erfolg in Erlenbach und schaffte dadurch den Klassenerhalt.

Die Landesliga-Aufsteiger des FSV Stadeln.

 / © Eberle

>> Unser Liveblog zum Nachlesen

Manfred Dedaj schickte den FSV Stadeln unverändert zum 1:0-Hinspielerfolg am Mittwochabend ins Rückspiel in Etzenricht. Sein Team war von Beginn an um Spielkontrolle bemüht - erste Torannährungen nach drei frühen Ecken brachten jedoch nichts ein. Nichtsdestotrotz hatten die Mittelfranken alles im Griff und hätten in der 13. Minute nach zwei schlimmen Patzern der Gastgeber in Führung gehen müssen. Allerdings scheiterte Yannick Loos zunächst nach einer missglückten Kopfballrückgabe und wenige Sekunden später nach einem Stellungsfehler in der Etzenrichter Abwehr gleich doppelt an Keeper Michael Heisig. Vom SVE war bis auf einige harmlose Schüsse aus der Distanz, die ihr Ziel weit verfehlten, nichts zu sehen. Umso überraschender gingen die Platzherren in der 28. Minute nach einem unnötigen Foulelfmeter in Führung. Helmut Jurek ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und schob zum schmeichelhaften 1:0 ein. Die Gastgebern taten nun etwas mehr fürs Spiel. Allerdings ließ sich Stadeln nicht verrückt machen und hatte nur acht Minuten nach dem Rückstand die passende Antwort. Tim Reischl brach mit Vollgas über rechts durch, zog in den Sechzehner und schloss trocken ab. Die Kugel schlug unhaltbar für Heisig im langen Eck ein. Und es kam für Stadeln noch besser. Die Abwehr der Oberpfälzer patzte erneut schwer. Wieder machte sich Loos alleine auf den Weg Richtung Heisig. Diesmal blieb der Angreifer cool und tunnelte den Keeper zur Pausenführung für Stadeln (43.). Etzenricht kam stärker aus der Kabine. Der Ausgleich wollte den Gastgebern trotz guter Chancen von Stephan Herrmann und Andreas Koppmann allerdings nicht gelingen. Und so machte Stadeln nach rund einer Stunde den Sack zu. Loos versuchte sein Glück aus 17 Metern. SVE-Keeper Heisig ahnte die Ecke, ließ den harmlosen Ball aber überraschend passieren. Zu allem Überfluss verletzte sich der Torhüter dabei so schwer, dass er durch Ersatzmann Luca Wittmann ersetzt werden musste. Der Widerstand der Gastgeber war nun endgültig gebrochen, und Stadeln durfte nach einem Freistoß von Pascal Worst, den Aljoscha Schnierstein mit dem Kopf verwertete, noch ein viertes Mal jubeln. Wenig später war Schluss und der FSV Stadeln verdienter Landesligist. eber/dw

Der Baiersdorfer SV hat den Worten von Trainer Thomas Luckner („Wir haben ein knappes Ergebnis, das wollten wir haben. Wir werden das in Erlenbach geraderücken.“) Taten folgen lassen. Nach intensiven 90 Minuten plus Zuschlag durften die Krenstädter durch einen Last-Minute-Treffer von Marc Weiler den letztlich verdienten Klassenerhalt feiern. Das Spiel lebte im ersten Durchgang von der Spannung. Klare Tormöglichkeiten gab es in den ersten 45 Minuten nur selten. Die beste Chance gehörte Christian Kraus, dem eine halbhohe Flanke an der Fünferlinie aber über den Scheitel rutschte. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie besser, auch weil Baiersdorf nur drei Minuten nach Wiederbeginn einen Foulelfmeter zugesprochen bekam, nachdem ein Verteidiger Fabian Schwab am Sechzehner-Eck ins Kreuz gesprungen war. Lars Reinhardt trat an und traf zur verdienten Führung (48.). Neun Minuten später wäre Erlenbach nach einem Freistoß beinahe der Ausgleich geglückt, aber gleich zwei Angreifer schafften es nicht, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Auf der Gegenseite hatte Nicolas Schwab die Möglichkeit zum zweiten Baiersdorfer Treffer. Max Zelder im Erlenbacher Tor konnte aber gerade noch die Hände hochreißen und Schwabs Kopfball entschärfen. Von den Gastgebern kam kaum noch etwas. Es spielten fast nur noch die Gäste aus Mittelfranken, denen oftmals allerdings die letzte Konsequenz in der gegnerischen Hälfte fehlte. Als alles schon auf eine Verlängerung hindeutete, schlug der Baiersdorfer SV doch noch zu. Über Umwege landete der Ball bei Marc Weiler, der sein Glück aus der Distanz versuchte, jedoch vom eigenen Mitspieler geblockt wurde. Erlenbach konnte aber nicht klären und spielte Weiler den Ball erneut in die Füße. Im zweiten Versuch machte er es besser und legte den Ball ins linke Ecke. Keeper Zelder, dem die Sicht verdeckt wurde, war machtlos. Und der Baiersdorfer Klassenerhalt durfte gefeiert werden, denn wenige Sekunden später war Schluss. dw

Mehr zum Thema