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Mit Kraft, Rohracker und Co.: Kornburg reichert seine Erfolgself an

Landesliga Nordost

Der TSV Kornburg hat eine bärenstarke Rückrunde gespielt und hat quasi die komplette Stammmannschaft gehalten. Trainer Klaus Mösle warnt davor, sich zuviel darauf einzubilden. Für den einzigen relevanten Abgang hat er ein paar deutliche Worte übrig.

Er war nur kurz weg: Nach einem Jahr beim SC 04 Schwabach kehrt Dominik Rohracker (links) zum TSV Kornburg zurück.

 / © Sportfoto Zink

Die erste Hälfte der vergangenen Saison war unter dem Strich ein Trauerspiel für den TSV Kornburg: Elf Punkte aus 17 Spielen lautete die niederschmetternde Bilanz. Doch dann berappelte sich Kornburg, und mit 31 Punkten in der Rückrunde wurde der Klassenerhalt auf direktem Wegen gesichert. Das hätten im Winter nicht viele dem TSV zugetraut.

"Jetzt geht es wieder von Null los. Einfach so wird es nicht weitergehen wie bisher, wir müssen uns alles wieder neu erarbeiten", unterstreicht Trainer Klaus Mösle mit deutlichem Unterton. In einer Liga, die laut Mösle durch die vielen mittelfränkischen Klubs attraktiver als die Bayernliga sei, und durch die Absteiger nochmal mächtig an Qualität hinzugewonnen hat, verbiete es sich, großspurige Ziele zu formulieren. Dabei hat der Übungsleiter jede Menge Anlass um optimistisch in die neue Runde zu gehen: Die erfolgreiche Stammelf der Rückrunde wurde quasi komplett gehalten, nur Tobias Spieß, der jedoch ab Mitte April in den USA weilte, ging von Bord. Jörn Hohe (zum SK Lauf) war in den letzten Monaten ohne Einsätze. Für den zum Nachbarn SC 04 Schwabach abwandernden Mittelfeldspieler Spieß hat Mösle keine warmen Abschiedsworte parat: "Schon alleine die Tatsache, in unserer damaligen Situation für zwei Monate in die USA zu gehen, hat mit Mannschaftssport nicht viel zu tun. Dazu hat er kurz vor der Abreise bei Schwabach unterschrieben, da fehlt mir die Ehrlichkeit."

Weitaus freundlicher reagiert Mösle, wenn er auf seine Neuzugänge angesprochen wird. "Marcel Kraft hat mit Eichstätt schon Regionalligaerfahrung gesammelt, Dominik Rohracker (kehrt vom SC 04 Schwabach zurück, d. Red.) bei vielen vorherigen Klubs ebenfalls eine richtig gute Ausbildung genossen. Nino Seiler kommt mit regelmäßigen Einsatzzeiten von der Quelle Fürth." Die Verpflichtung von Seiler ist unter anderem deswegen so wichtig, weil Yanik Uschold kürzertreten muss, da für ihn einige Prüfungen in seiner Ausbildung zum Polizeibeamten anstehen. Links hinten wird Seiler demnach wohl - wie in Fürth - zu regelmäßigen Einsätzen kommen. Dazu hat der TSV sich auch die Dienste von Dominik Ammon (ASV Neumarkt), Konstantin Müller und Christian Reisig (beidem vom SC Großschwarzenlohe) gesichert. "Uns ist es gelungen, die Mannschaft zusammenzuhalten und noch mal punktuell zu verstärken", fasst Mösle zusammen.

Ein Fixpunkt soll auch weiterhin Goalgetter Sebastian Schulik sein. Mit der Frage konfrontiert, ob der 32-Jährige nochmal eine ähnlich starke Saison spielen kann, - am Ende standen 24 Tore auf Schuliks Konto - antwortet Mösle wie aus der Pistole geschossen: "Warum nicht?" Der Trainer ergänzt: "Ich habe Sebastian jetzt schon einige Saisons bei verschiedenen Vereinen trainiert. In keiner Saison blieb er unter 20 Treffern. Wichtig ist, dass wir Sebastian weiterhin in gute Abschlusspositionen bringen." Neben Schulik attestiert Mösle auch Pawel Kowal, Noah Tiefel, Neuzugang Dominik Rohracker und Pascal Abele einen überdurchschnittlichen Torriecher. "Wenn Sebastian mal nicht trifft, dann werden es eben die anderen Jungs tun."

Da das Transferfenster noch eine ganze Weile offen steht, stellt sich natürlich die Frage, ob die Personalplanungen schon abgeschlossen sind. "Geplant sind keine Zu- und Abgänge mehr. Aber wenn uns natürlich noch ein richtig Guter vor die Haustüre laufen sollte, oder wir unerwartet eine schwere Verletzung kompensieren müssen, dann könnte natürlich nochmal was passieren", erklärt Mösle.

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