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Viele Gespräche und ein Standortnachteil beim TuS Feuchtwangen

Landesliga Nordost

Der TuS Feuchtwangen ist vergangene Saison in der Landesliga Nordwest lange im Abstiegskampf gesteckt. Nach der Rettung kam der Ligawechsel, beim TuS stellt man sich auf eine schwere Saison in der Landesliga Nordost ein. Bei der Suche nach Neuzugängen gibt es einen Standortnachteil, der neue Trainer indes macht bislang einen sehr guten Eindruck.

© Zink

Früh hat der TuS Feuchtwangen die Weichen auf der sportlichen Kommandobrücke stellen können: Der Abschied von Ralf Meier stand schon vor Monaten fest, genauso lange ist mit Michael Griebel auch schon der Nachfolger gefunden. Die ersten Eindrücke vom neuen Übungsleiter sind laut Abteilungsleiter Wolfgang Guttropf rundum positiv: "Auffällig ist, dass Michael sehr kommunikativ ist. Er spricht mit jedem Spieler sehr ausführlich und intensiv." Desweiteren, so Guttropf, sei Griebel auch sehr akribisch, was die Trainingsvor- und -nachbereitung anbetrifft, was aber keineswegs als Seitenhieb auf Meier zu verstehen sei. "In der Landesliga laufen keine Blinden rum, da hat jeder Trainer seine Qualitäten."

Qualität erhofft man sich auch von den drei Neuzugängen Edik Sterz (ASV Breitenau), Jonas Predatsch (FC Dombühl, beide Mittelfeld) und Jan Scholz (SpVgg Ansbach, Abwehr). Gerne hätte man laut Guttropf noch ein, zwei Neuzugänge mehr geholt, doch das ist aufgrund der geographischen Lage gar nicht mal so einfach: "Da wir im Grenzland zu Baden-Württemberg liegen, haben wir es schwer, weil dort einfach mehr gezahlt wird als im Frankenland." Sollte sich bis zum Ende der Transferperiode doch noch ein Spieler finden lassen, der gut zum Verein passt, dann wird Feuchtwangen nochmal zuschlagen. Allzu wahrscheinlich sei ein weiterer Transfer aber nicht, verrät Guttropf.

Immerhin hat Feuchtwangen keinen allzu großen Aderlass zu verkraften, allenfalls Timo Schaller, der vergangene Saison sechs Treffer in 24 Landesligaspielen erzielte, fällt in die Kategorie "nennenswerter Abgang".

Einen gefühlten Neuzugang wird Feuchtwangen voraussichtlich im Herbst begrüßen dürfen: Torjäger Manuel Reichert wird nach seinem Anfang April erlittenen Kieferbruch im September oder Oktober wieder eingreifen können. Der 30-Jährige hat immernoch Platten im Kiefer, weswegen an (Luft-)Zweikämpfe noch nicht zu denken ist. Zumindest Lauftraining kann Reichert aber jetzt schon absolvieren. Elf Tore in 19 Partien sind ein starker Beleg dafür, dass Feuchtwangen Reichert nicht ohne weiteres ersetzen kann. Guttropf: "So einen Spieler hat man nicht oft im Team."

Bis zu Reicherts Comeback will der TuS einige Punkte holen, um in der Landesliga Nordost nicht sofort tief in die Abstiegszone zu rutschen. Guttropf erwartet beim Blick auf die kommende Spielzeit eine harte Aufgabe: "Wir rechen damit, dass die Landesliga Nordost nochmal ein Stück stärker ist als die Nordwest. Wir spielen gegen drei Bayernliga-Absteiger, und dazu kommen noch sehr ambitionierte Teams wie Schwabach oder Feucht." Die Vorfreude trübt das keineswegs, schließlich hat Feuchtwangen in der Sommerpause leidenschaftlich darum gekämpft, in die Nordost-Staffel eingruppiert zu werden. Daher betont Guttropf: "Die Jungs sind heiß."

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