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Seligenporten erwartet Ligafavorit Vilzing

Toto-Pokal Quali-Runde

Der SV Seligenporten bestreitet zu Hause in der Pokal-Qualifikation gegen die DJK Vilzing seinen Pflichtspielauftakt.

Seligenportens Trainer Gerd Klaus erwartet trotz des ein oder anderen müden Knochens von seinen Mannen gegen die DJK Vilzing eine konzentrierte Vorstellung - schließlich geht es heute Abend um die Qualifikation für die erste Hauptrunde des bayerischen Totopokals.

 / © André De Geare

Fabian Trettenbach, David Romminger und André Luge sind das erfahrene Gerüst der DJK Vilzing. Alle drei Spieler kickten in der Vergangenheit schon in der dritten Liga für den SSV Jahn Regensburg. Trettenbach und Romminger waren ebenfalls schon für den SV Seligenporten in der Bayernliga unterwegs, der eine im Sommer 2011, der andere im Frühjahr 2011. „Vilzing ist gut besetzt“, fasst SV-Trainer Gerd Klaus zusammen und fügt hinzu: „Es wird eine richtig interessante Aufgabe“. In der letzten Saison wurde die DJK aus dem Chamer Ortsteil Bayernligafünfte in der Südgruppe, der SVS schaffte den gleichen Tabellenplatz im Norden. Beide haben die Ambition, in der kommenden Bayernligasaison oben, wenn nicht sogar um den Aufstieg in die Regionalliga mitzuspielen. Gerd Klaus gibt sich demütig: „Gebenbach und Vilzing sind meine Ligafavoriten.“ Er unterstreicht damit eine gewisse oberpfälzische Machtstellung im Norden. Hinzu kommen der ASV Cham, der ja in der Bayernligarelegation den ASV Vach regelrecht wegfegte, und die verstärkte DJK Ammerthal. Gegen das Auffangbecken von ehemaligen Jahn-Spielern will man im Klosterdorf gegenhalten. „Wir müssen schauen, dass wir frühzeitig pressen können und unser Kurzpassspiel aufziehen“, betont Gerd Klaus. Klaus, doppelter Toto-Pokalsieger mit dem 1. FC Schweinfurt 05 in den Jahren 2017 und 2018, dürfte dieses Spiel also durchaus ernst nehmen, oder? „Prinzipiell wollen wir jedes Spiel gewinnen“, sagt Klaus kämpferisch, womit er natürlich die Begegnungen im Pokalwettbewerb mit einschließt. Das Augenmerk des SV liege dennoch auf der Liga. Die Stimmung im dünnen Kader sei gut, „die Jungs machen ordentlich mit, die Trainingsintensität ist sehr hoch“. Nur rund drei Wochen hat die ebenso intensive Vorbereitung gedauert, zu kurz eigentlich, um erfolgreich an allen Stellschrauben zu drehen. „Ich habe die Jungs nicht explizit auf die Vilzing-Partie vorbereitet, sondern wir haben einfach unser Programm durchgezogen.“ Der Übungsleiter geht davon aus, dass seine Jungs „ein bisschen müde“ sein werden. Von einem frischen Akteur erwartet man sich im Kloster aber doch Unbeschwertheit: Der erst 17 Jahre alte Deutsch-Slowake Manfred Strobel wechselt aus der A-Jugend des 1. FC Nürnberg zum SV Seligenporten. „Ein sehr talentierter, junger Spieler“, sagt Klaus. „Wir hoffen, dass er das auch im Spiel umsetzen kann, was er im Training gezeigt hat.“ Eine Verstärkung ist Strobel auf Positionen, die dem SVS nicht schaden, nämlich offensive. „Er kann auf der Zehn, links und rechts spielen, einzig ist er kein typischer Stoßstürmer“, beschreibt Klaus Strobels Einsatzgebiet auf dem Feld. „Er wird gegen Vilzing seinen Einsatz bekommen“, verspricht Gerd Klaus. Anderweitig hat sich auf dem Transfermarkt aus Sicht der Klosterer nichts weiter getan. „Wir müssen uns mit neuen Spielern ja verstärken und nicht bloß den Kader vergrößern“, so Gerd Klaus, der von alibimäßig Verpflichtung klar Abstand nimmt. „Wir halten Augen und Ohren offen.“ 15 Mann ist der Kader stark für das Abendspiel, ein „sehr dünnes Aufgebot“. Jeder Ausfall wiegt dabei schwer. Nico Moos (Oberschenkelzerrung), Tim Olschewski und Tim Fierus (beide Knieprobleme) fallen aus für den Pflichtspielauftakt. Nach neun Jahren also mal wieder Totopokalqualifikation für den SV Seligenporten (damals ein 2:1-Sieg gegen den SC Feucht), der bis zuletzt in der ersten Hauptrunde immer als gesetzt galt, sich nun aber erst durch einen Sieg am Freitag qualifizieren muss. Gegen den „Gradmesser“ Vilzing verloren die Klosterer in der Historie erst einmal, aber nicht zuhause. Ein Spaziergang wird es aber am Freitagabend gegen eine vor Qualität strotzende DJK-Truppe mitnichten. Die Betriebstemperatur sollte aber schon hoch sein, denn kommende Woche bestreitet der SVS den Ligaauftakt gegen den Würzburger FV.

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