Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Vilzing beendet Seligenportens Pokalreise - Ansbach und ATSV Erlangen sind weiter

Toto-Pokal Quali-Runde, Freitag

Der SV Seligenporten scheiterte im Pokal an einer abgezockten DJK Vilzing, während Ansbach mit viel Moral und der ATSV Erlangen mit großer Nervenstärke weiterkamen.

Kein Zugriff: Seligenporten (in Rot) war zu selten eine Gefahr für Vilzings Tor.

 / © Sportfoto Zink / OGo

In einer abwechslungsreichen Partie hatte Ansbach zwar mehr Spielanteile, doch Nördlingen - das überwiegend auf Konter setzte - machte bis zur Pause aus zwei Chancen zwei Tore. Mit zwei Tempogegenstößen sicherte sich der TSV die 2:1-Pausenführung, doch sowohl Philipp Buser (7.) als auch Manuel Meyer (45.) erzielten ihre Treffer aus stark abseitsverdächtiger Position. Dazwischen - genauer in der 34. Minute - glich der an diesem Freitag stark aufspielende Lukas Schmidt für Ansbach aus. Manuel Belzner hatte die Vorlage gegeben. Zwei Aufreger gab es noch im ersten Durchgang: In der 21. Minute ging TSV-Spieler Nico Schmidt nach einer Notbremse an Lukas Schmidt mit Rot vom Platz, als Ansbachs Tobias Dietrich in der 40. Minute mit gestrecktem Bein von vorne in den Mann ging, zückte der erfahrene Schiedsrichter Stefan Treiber abermals den dunklen Karton. In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt zugunsten der Spielvereinigung. Zugute kam den Gästen, dass die Nördlinger ihren bärenstarken Torhüter Daniel Martin zur Pause auswechselten. Ersatzmann Andre Behrens sollte offenbar etwas Spielpraxis sammeln. Auf jedenfall kam Ansbach drückend aus der Kabine und hatte in der 62. Minute noch Pech, als Stefan Hammeter am Pfosten scheiterte. Doch nur kurz darauf setzte Christoph Hasselmeier zu einem tollen Sololauf an, ließ mehrere Heimakteure aussteigen, ehe er quer auf Lukas Schmidt legte, der mit seinem zweiten Tor des Tages den Ausgleich markierte. Jetzt hatten die Mittelfranken Blut geleckt und legten weiter den Vorwärtsgang ein. Nach Vorlage von Lukas Schmidt hob Hammeter die Kugel zum 3:2 in die Maschen. Der Sieg geriet nur noch in der 87. Minute in Gefahr, als Lukas Karakas auf der Linie retten musste. Dann war der aufgrund der spielerischen Vorteile verdiente Sieg eingetütet.

Vom Papier her war es ein reizvolles Duell. Trafen in der Qualifikation zur 1. Hauptrunde des Bayernpokals doch die zuletzt jeweils Fünften der Bayernligen Nord und Süd aufeinander. Doch machte der Gast aus dem Chamer Umland den weit eingespielteren Eindruck. Was nicht ganz verwunderlich war. Bot SVS-Trainer Gerd Klaus in seiner Startelf gleich vier Neuzugänge auf: neben Torhüter Jan Kowalewski noch Oliver Janz, Matthew Loo und Andreas Schuster. Mann des Abends war zweifelsohne Vilzings Flügelflitzer Ben Kouame, der beide Tore erzielte. Das erste in einer nicht besonders ereignisreichen ersten Halbzeit (28.), in der die Klosterer wenig Gefahr vor dem DJK-Kasten erzeugen konnten. Dafür kam Seligenporten dann mit einem kräftigen Schub aus der Kabine. Coach Klaus setzte mit der Hereinnahme von zwei weiteren Stürmer – Knorr und Ekern Fletcher für Zander und Bindner – schon fast alles auf eine Karten. Und sofort hatten die beiden Neuen sowie Wiedmann drei gute Gelegenheiten auszugleichen. Doch nach zehn Minuten war der Elan wieder dahin. Vilzing fuhr ein ums andere Mal gut geölte Konter, einen davon schloss Kouame mit dem 2:0 ab (71.). Kurz danach traf noch DJK-Linksaußen Luge die Latte. Unterdessen geistert der Name Rosinger weiter durch das Kloster. Nachdem sich ein Wechsel nach Bayreuth zerschlagen hat, haben die SVS-Fans die Hoffnung auf eine Rückkehr des Stürmers noch nicht aufgegeben. nd

In einer von Mittelfeldszenen dominierten Anfangsphase hatten die Hausherren ein paar kleinere Torannäherungen. Ansonsten wurden die 170 Zuschauer in der "Kräuter-Mix-Arena" nicht gerade verwöhnt. Doch in der 36. Minute wendete sich das Blatt für die Erlanger: Vom Flügel wurde Bastian Herzner mustergültig bedient und der Neuzugang ließ sich nicht zweimal bitten. Doch noch vor der Pause schlug der TSV zurück. Ein gut getimter Pass von Max Wolf erreichte Igor Mikic, der Max Hillenbrand bediente. Ein Raunen ging durch die Zuschauer, als der eingewechselte Severo Sturm in der 79. Minute den Ball an die Latte knallte und die Kugel vom Rücken von ATSV-Torwart Michael Kraut beinahe über die Linie gekullert wäre. Aber statt 1:2 aus Erlanger Sicht hieß es nur "Eckball". Ohne groß ins Risiko zu gehen, beendeten beide Mannschaften die regulären 90 Minuten. Wie es in diesem Wettbewerb guter Brauch ist, ging es sofort ins Elfmeterschießen. Dort scheiterten mit Severo Sturm, Adrian Dußler und Mathias Brunsch sämtliche Abtswind-Schützen, während Erlangen mit Kevin Guerra, Bastian Herzner und Yuri Meleleo drei nervenstarke und gleichsam treffsichere Schützen aufbot. Erlangen steht somit in der nächsten Runde.

Mehr zum Thema