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Marco Christ: "Level der letzten Jahre aufrechterhalten"

Bezirksliga Süd

Der TSV Freystadt startet nach dem Abgang von Jürgen Schmid unter Marco Christ, der den Weg seines Vorgängers weiterführen will, in die neue Saison.

In der abgelaufenen Saison hatte der TSV Freystadt (schwarz) nur wenig mit dem Abstieg zu tun. Ähnlich soll es auch in dieser neuen Spielzeit sein.

 / © Distler

Nach drei Jahren unter Jürgen Schmid, den es zum Ligarivalen TSV Greding zog, steht von nun an Marco Christ an der Seitenlinie des TSV Freystadt. Der neuen Trainer verfügt als Spieler über reichlich Erfahrung im Profi- und Amateurfußball. Unterstützung bekommt er von Yasar Kaya, der vom SC Feucht in die Oberpfalz wechselt und als spielender Co-Trainer dem Team auch auf dem Platz weiterhelfen und die Mannschaft qualitativ verbessern soll.

Für die Saison 2019/20 hat sich Christ mit seinem neuen Verein folgende Ziele gesetzt: „Ich möchte den Weg, den Jürgen Schmid in vergangen Jahren gegangen ist, fortführen und den Level der letzten Jahre aufrechterhalten. Wir werden in jedes Spiel mit der Einstellung gehen, die drei Punkte zu holen. Am Ende wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Platz zwölf ist deshalb das Minimum. Der Klassenerhalt ist mit unserem Kader ein gutes Ziel.“ Für den gebürtigen Nürnberger ist der TSV 1860 Weißenburg der Favorit für den Aufstieg. „Nach der Relegation gegen Stadeln werden sie wieder vorne mitmischen. Wendelstein und Hilpoltstein sehe ich nicht als normale Aufsteiger. Hilpoltstein hat zwei Spielertrainer, die in der letzten Saison noch in der Regionalliga gespielt haben. Fußball ist ein Mannschaftssport, aber mit zwei Spielern dieser Qualität haben sie die Messlatte sehr hoch gelegt. Der FC Wendelstein befindet sich im Wachstum und wird auch zukünftig junge Spieler bekommen. Ansonsten sehe ich viele Vereine auf einer Stufe.“ Ein Bild von der Bezirksliga Süd hat sich Christ in den letzten Monaten schon machen können, doch sind mit Holzheim und Berching zwei Mannschaften aus der näheren Umgebung abstiegen.

Mit Mario Forster hat ein absoluter Leistungsträger den Verein in Richtung ASV Neumarkt verlassen. „Es schmerzt die Mannschaft natürlich, wenn ein Freystädter Junge den Verein verlässt, aber mit so einem Schienbeinbruch wäre er uns in den nächsten Monaten auch nicht zur Verfügung gestanden. Ich habe der Mannschaft vermittelt, dass sie ihn im Kollektiv ersetzen muss.“ Der Wechsel von Matthias Sessler in die Kreisklasse nach Reichertshofen ist für Christ nicht ganz nachvollziehbar, da er sich noch im besten Fußballalter befindet. Quirin Meier geht wieder zurück zum ASV Burglengenfeld, aber Yasar Kaya kann seinen Part übernehmen. Vom SV Unterferrieden wagte Sven Weiß den Wechsel in die Bezirksliga: „Er machte in den ersten Wochen der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck und wir haben mit ihm einen guten Griff gemacht.“ Bei Christ selbst macht es wegen eines Knorpelschadens aktuell keinen Sinn selbst zu spielen.

Nach einer Woche Vorbereitung traf der TSV Freystadt auf Landesliga-Aufsteiger SV Schwaig. Das von Helmut Rahner trainierte Team war in der Vorbereitung schon weiter, und so war die klare 1:4-Heimniederlage für die Oberpfälzer nicht verwunderlich. Gegen den SC Großschwarzenlohe zeigte das Team nach einem 0:2-Rückstand Moral und verkürzte in der zweiten Halbzeit noch um einen Treffer. Der erste Sieg der Vorbereitung wurde dann aber gegen den 1. FC Deining mit einem 5:2 eingefahren. Mit dem Abschneiden beim Pyraser-Cup war Christ ebenfalls zufrieden. Ein Sieg im Halbfinale gegen Hüttenbach (0:3) wäre auch möglich gewesen, da gute Torchancen zu Spielbeginn ausgelassen wurden. Im Spiel um den dritten Platz gegen den FC Ottensoos ging der TSV aber wieder als Sieger (5:4) vom Platz. Am ersten Spieltag der Bezirksliga Süd erwartet Christ mit Herrieden einen sehr offensivstarken Gegner, aber der TSV Freystadt will mit seiner stabilen Defensive dagegen halten.

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