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Feucht vs. Feuchtwangen - Derby in Kornburg

Vorschau Landesliga Nordost 4. Spieltag, Freitag

Vier Partien stehen am Freitagabend in der Landesliga Nordost auf dem Programm. Das Spitzenspiel steigt dabei in Stadeln: Der FSV will gegen Neudrossenfeld seinen Traumstart fortführen. Ein Derby verspricht das Duell Kornburg vs. Buch, Bruck bekommt es mit Mitterteich zu tun. Bei der Partie Feucht gegen Feuchtwangen sind die Rollen klar verteilt.

Auf der Bank gegen Buch: Kornburg-Coach Klaus Mösle.

 / © Zink

Was für ein Start für den Aufsteiger FSV Stadeln in der Landesliga: Drei Spiele, drei Siege. Die Euphorie über die Rückkehr in die sechsthöchste Spielklasse hat der FSV nach kurzer Pause perfekt in die neue Saison mitnehmen können. „Wir sind natürlich alle happy. Aber das kommt auch nicht von ungefähr, wir wissen, was wir können. Und die Mannschaft zieht voll mit, jeder weiß, dass wir 110 Prozent geben müssen“, sagt Trainer Manfred Dedaj. Mit dem TSV Neudrossenfeld wartet nun allerdings am Freitag (Anpfiff 18.30 Uhr) ein ebenfalls noch ungeschlagener Gegner auf Dedajs Team. Der wird auf seinen Torwart Alexander Kracun verzichten müssen, der in der Partie gegen Feuchtwangen im Rasen hängen geblieben war und sich am Knie verletzt hat. Noch gibt es keine genaue Diagnose, ein MRT soll mehr Aufschluss geben. Dafür könnte Stürmer Gerhard Strobel sein Comeback feiern, den zuletzt eine entzündete Ferse am Spielen gehindert hat. Den Gegner schätzt Dedaj als stark ein: „Sie sind jahrelang oben mit dabei und eine spielstarke Mannschaft.“ Mit Schwabach, Mitterteich und Buch warten in den kommenden Wochen zudem weitere Teams aus dem oberen Tabellendrittel auf die Stadelner. „Wir freuen uns darauf zu sehen, wo die Messlatte liegt“, sagt Dedaj. Eine Herausforderung dürften gegen Neudrosselfeld am Freitagabend allerdings auch die hohen Temperaturen werden. Aber die will der Trainer nicht als Hindernis akzeptieren. „Wer Spiele gewinnen will, muss dafür manchmal durch die Hölle gehen.“ // alep

Wo er denn am Freitagabend das Derby seiner Kornburger gegen den TSV Buch verfolgen wird, haben wir TSV-Trainer Klaus Mösle gefragt. „Ganz klar, auf der Bank!“ Die zwei Spiele Sperre, die er für den von ihm provozierten Spielabbruch während der Totopokal-Qualifikation in Herzogenaurach jetzt vom Verband aufgebrummt bekommen hat, wird er wohl absitzen müssen, aber eben noch nicht gegen den TSV Buch. Noch hat nämlich der TSV Kornburg die Möglichkeit, gegen das Urteil Einspruch einzulegen. „Ob dies dann auch der Fall sein wird, das werden wir heute Abend entscheiden“, ließ Mösle am Donnerstag durchblicken. "Natürlich werden wir erst einmal alles abwägen, ob der Einspruch auch Sinn macht. Die Kosten würden auf alle Fälle höher werden.“ Und schwer einzuschätzen, ob sich am Strafmaß etwas ändert. So werden die Kornburger Verantwortlichen wohl oder übel diese Kröten schlucken müssen. Wenigstens darf Klaus Mösle ab 18.30 Uhr auf der Bank sitzen, wenn es gegen den TSV Buch geht. Keine leichte Aufgabe, denn die Knoblauchsländer sind in dieser Saison nach drei Spielen noch ungeschlagen und dürften wohl mit breiter Brust ins Derby gehen. Das war in der Vorsaison noch ganz anders. Fünf Spiele lang mussten die Bucher da auf ihren ersten „Dreier“ warten. Der gelang mit 7:1 beim TSV Sonnefeld. Drei Niederlagen und zwei Remis standen bis dahin zu Buche. Zwei Punkte also, in der aktuellen Spielzeit haben sie bereits nach drei Spielen drei Zähler mehr. Der Sieg beim SC Großschwarzenlohe wird flankiert von den beiden Unentschieden gegen Vach und Röslau. An sich keine schlechte Bilanz. Da haben die Kornburger an ihrer bisherigen Serie schon mehr zu knabbern. Zwei Mal ging es in die Fremde, zweimal gab es nichts Zählbares. War das 0:1 in Schwabach schon ärgerlich, so spiegelt die hohe 1:5-Niederlage in Selb den „wahren Spielverlauf nie und nimmer wider“, resümierte Mösle. „Zwei Tore in den letzten Minuten des Spiels und die schnellen Gegentore nach unserer Führung waren zuviel!“ Vor allem in der Schlussphase hab die Abwehr ungewohnt unaufmerksam agiert. „Klar müssen wir das gegen Buch besser machen — wir haben Nachholbedarf, brauchen drei Punkte, um unsere Auswärtsniederlagen wettzumachen“, fordert Mösle. Vielleicht hilft dem TSV-Trainer ja, dass mit Noah Tiefel und Nino Seiler zwei zuletzt angeschlagene Spieler wieder mitmachen können. Allerdings muss Mösle mit Dominik Rohracker einen Akteur ersetzen, der sich immer besser ins System eingefügt hat. Für den TSV Buch wäre am letzten Wochenende gegen Röslau mehr drin gewesen, am Ende fielen am Wegfeld keine Tore. „Die Jungs sind sehr enttäuscht“, sagte Coach Manuel Bergmüller nach der Partie, „ich bin glücklich, dass wir hinten zu Null gespielt und fast nichts zugelassen haben“. Mit fünf Punkten im Gepäck darf er am Freitag zum Derby nach Kornburg reisen. // Roland Jainta/jam

Der FSV Bruck startete zwar mit einem Auftaktsieg, unterlag nach einem Remis gegen Neudrossenfeld zuletzt aber gegen Schwabach mit 1:3. Es war ein eher unansehnliches, von Hektik und Emotionen geprägtes Spiel, an dessen Ende die Brucker ohne Punkte und mit zwei Mann weniger auf dem Feld standen. "Wir waren die bessere von zwei schlechten Mannschaften an diesem Tag", sagt Coach Norman Wagner, der aber nicht zu hart mit der Partie ins Gericht gehen möchte: "Wir hatten ein paar aussichtsreiche Schusschancen, die wir vergeben haben." So sehe die Angelegenheit am Ende etwas grauer aus, als sie tatsächlich gewesen sei, "ärgerlich, dass wir nicht zumindest einen Punkt mitgenommen haben." Aktuell vier Zähler stehen nun auf dem Brucker Konto, "wir sind zufrieden, aber eben nicht sehr zufrieden", zieht der Coach ein kleines Zwischenfazit: "Nach dem Umbruch sind einfach die Abläufe noch nicht so drin". Im Heimspiel gegen Mitterteich bekommen die Brucker nun eine weitere Chance, selbige zu verbessern. Der Gegner hat, wie der FSV, vier Zähler gesammelt, die Ausgangslage scheint also relativ offen. Norman Wagner, der in der Schlussphase der Schwabach-Partie auf die Tribüne verbannt wurde, darf übrigens wieder von der Seitenlinie coachen, es steht laut Wagner nur eine Geldstrafe im Raum. Aber auch die will er nicht einfach so hinnehmen: "Ich will mich nicht rausreden, aber ich habe diese Beleidigung, die der Schiedsrichter gehört haben will, nicht ausgesprochen", versichert er. // jam

"Wir haben uns in das Kuddelmuddel, das Quelle veranstaltet hat, mitreinziehen lassen. Wir hatten trotzdem zahlreiche Chancen, aber uns hat in den entscheidenden Situationen die Klarheit und der letzte Punch gefehlt", sagte Feucht-Coach Florian Schlicker nach dem jüngsten 0:0 gegen die Quelle. Sieben Punkte hat der Liga-Favorit aus den ersten drei Partien gesammelt - ein guter, aber eben kein Traumstart. Die Temperaturen klettern seit Tagen auf Rekordwerte. Auch für den Freitag, wenn der SC Feucht Aufsteiger TuS Feuchtwangen empfängt (Anpfiff: 19 Uhr), sind bis zu 37 Grad vorhergesagt. Fußballspielen wird da schnell zur Qual. Da das Regelwerk jedoch kein Hitzefrei vorsieht, haben sich die Zeidler unter der Woche ganz normal auf diese Partie vorbereitet. Besonders geschont hat SC-Coach Florian Schlicker bei den drei Trainingseinheiten nicht. Warum auch? „Uns hat damals auch keiner gefragt, ob es zu heiß ist“, betont der 38-Jährige. Natürlich gab es ein paar Trinkpausen mehr als üblich, schließlich „muss der Wasserhaushalt stimmen“ (Schlicker), aber bis auf die erhöhte Flüssigkeitszufuhr haben er und seine Jungs dasselbe Programm abgespult wie sonst auch. Geschadet hat es seinen Schützlingen nicht, denn bis auf die beiden Rekonvaleszenten Felix Spielbühler und Michael Kammermeyer (beide Knieprobleme) kann Schlicker aus dem Vollen schöpfen. Sogar Sorgenkind Szymon Pasko, der lange seiner Form hinterherlief und deshalb in den ersten drei Saisonspielen keine Rolle gespielt hatte, ist nun fit und darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz gegen den noch sieglosen Tabellenvorletzten machen. „Szymon wird auf jeden Fall im Kader sein“, verspricht Schlicker. Mit der Rückkehr des Polen hat sich der Konkurrenzkampf im Feuchter Kader nochmals erhöht. Sehr zur Freude von Coach Schlicker: „Die Jungs, die aktuell hinten dran sind, machen ordentlich Druck. Und das ist auch gut so. Das wünscht sich doch jeder Trainer.“ Durchaus denkbar also, dass es im Vergleich zum Quelle-Spiel einige Veränderungen in der Startaufstellung geben wird. Der kommende Gegner steht ganz hinten in der Tabelle. "Wir haben gegen Stadeln die wenigen vorhandenen Chancen nicht zur Führung genutzt, und nach dem Seitenwechsel in einer kurzer Schwächephase den Gästen drei Tore ermöglicht", rekapituliert TuS-Coach Michael Griebel den letzten Auftritt seiner Elf. Auch nach dem dritten Spiel wartet der Ligenwechsler auf den ersten Punkt in der Staffel Nordost. Dennoch sieht Griebel auch das Positive hinter der 1:3-Niederlage: "Wir haben nicht aufgegeben, weiter nach vorne agiert und unser erstes Saisontor erzielt." Unterm Strich aber ist der TuS eines von nur mehr zwei Teams ohne Punkterfolg - und nun geht es auch noch gegen den wohl dicksten Brocken der Liga: "Der Vizemeister des Vorjahrs hat sich noch mal verstärkt mit dem Ziel, ganz vorne zu landen. Sie wurden bisher ihrer Favoritenrolle auch gerecht", sagt Griebel, der ahnt: "Nach den ersten Punktverlusten gegen Quelle sind sie jetzt am Freitag ein Stück weit unter Zugzwang. Wir stellen uns auf ein sehr schweres Spiel ein. Um gegen ambitionierte, favorisierte Feuchter etwas mitzunehmen, ist sicher ein Sahnetag aller Akteure erforderlich. Wenn dies gelingt, können wir vielleicht für eine Überraschung sorgen". Die Personalsituation beim TuS aber "bleibt weiterhin unverändert sehr angespannt." // kk/ jam

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