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Vach mit Tekdemir - Gelingt Forchheim ein Heimsieg zum Annafest?

Vorschau Landesliga Nordost 4. Spieltag, Wochenende

Der Jahn bekommt es mit Schwabach zu tun, beim SC 04 stimmen die Ergebnisse, die Leistung teils noch nicht. Großschwarzenlohe spielt gegen Schwaig um die ersten Punkte, Baiersdorf muss gegen das Top-Team aus Selb ran. Vach trifft mit neuem Stürmer auf Röslau, die Pumas auf Quelle Fürth.

Okcan Tekdemir (weiß): Stürmt er schon in Röslau für Vach?

 / © Zink / WoZi

Abstieg und Umbruch in der Landesliga: Zwar dauert die Suche nach Orientierung auf dem Spielfeld an – daneben schaffen die Jahn-Fußballer aber die Voraussetzungen für das erfolgreiche Gelingen. So trübte auch eine erneute 0:1-Auswärtsniederlage in Neudrossenfeld, noch dazu in der Nachspielzeit, die Stimmung innerhalb der Mannschaft nicht merklich. Torwart-Trainer Thomas Oppelt sah die Köpfe nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel jedenfalls schnell wieder nach oben gehen, der traditionelle Mannschaftsabend zu Saisonbeginn mit dem ein oder anderen Einstand-Spielchen für die Neuzugänge nahm seinen stimmungsvollen Lauf bis in die Nacht. Am Tag darauf standen dennoch rund zwei Drittel des Landesligakaders beim 1:0-Testspielsieg anlässlich des Sommerfests bei der SpVgg Hausen wieder auf dem Platz. Die Partie in Neudrossenfeld ist aus den Köpfen, wenn auch der Achtungserfolg dort ausgeblieben war. „Den Punkt bei einem Spitzenteam der Liga hätten wir gerne mitgenommen, den hätten wir uns nach diesem Auftritt auch verdient gehabt“, so Oppelt, der seine Farben wie schon in den Partien zuvor gut verteidigen sah: „Im Grunde stimmt die Leistung in allen Mannschaftsteilen, einzig im letzten Drittel fehlt die Genauigkeit. Uns würde derzeit vielleicht ein echter Knipser guttun. Mit Timo Noppenberger, Fabian Schwab und Timo Goldammer fehlten uns zuletzt auch wichtige Stützen.“ Unzufrieden sind sie beim Jahn ob des punktemäßig nicht optimal verlaufenen Saisonstarts mit drei Zählern aus drei Spielen dennoch nicht. Die kurze Vorbereitung, die Bewegung im Spielerkader und das engmaschige Auftaktprogramm stellten für den Jahn keine optimalen Umstände dar. „Das benötigt alles noch seine Zeit. Wir wollen da als Trainerteam auch noch nicht allzu viel verlangen, zumal die Mannschaft ja auch schon einiges gut umgesetzt hat“, erklärt Oppelt im Bezug auf die neue Stabilität in der Defensive. Dort fand sich bislang um Dauerbrenner und Spielführer Firat Güngör mit den Neuzugängen Nicolas Schwab, Christopher Lee und Mathias Rupp ein solides Gerüst zusammen. „Davor wachsen die jungen Akteure derzeit an ihrer neuen Verantwortung und machen dabei eine großartige Entwicklung nach vorne“, so Oppelt, der sich sicher ist, dass beim Jahn wieder eine Einheit zusammenwächst. Ein weiterer Fortschritt wäre der zweite Heimdreier. Zu Gast ist der noch ungeschlagene Tabellenvierte SC 04 Schwabach. Im Hinblick auf die Offensivschwäche nutzte Trainer Christian Springer die Trainingswoche für Detailarbeit im Angriffsspiel. Oppelt glaubt fest, dass das Team den Schalter auch umlegen kann: „Wir wollen unbedingt mit einem Heimsieg aufs Annafest.“ Naturgemäß hat der kommende Gegner dagegen etwas einzuwenden. Nach dem ärgerlichen 1:1 in Baiersdorf (der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit) war SC-04-Trainer Jochen Strobel schon ein wenig nachdenklich, zumal es die beiden nächsten Aufgaben gegen zwei Ex-Bayernligisten in sich haben sollten. Das ersten Spiel haben die Schwabacher bereits hinter sich und mit einem 3:1-Heimsieg über Erlangen-Bruck ordentlich über die Bühne gebracht. Die Zahlen des Jahn sind natürlich für die „Nullvierer“ nicht Anlass, dass sie mit allzu großem Bammel gen Oberfranken reisen müssen. Doch auch die Schwabacher haben sich trotz ihrer ansehnlichen seben Punkte aus drei Partien spielerisch noch nicht mit Ruhm bekleckert. „Die Ergebnisse stimmen, die Leistung nur zum Teil“ – auch Jochen Strobel sieht noch Luft nach oben, wenngleich ja nur das Ergebnis zählt. Personell // Jonas Baier/Roland Jainta

Mit diesen Situationen können sie fertig werden beim SC Großschwarzenlohe. Das haben sie bereits in der Vorsaison bewiesen. Da wurde der Start so richtig in den Sand gesetzt. Die Fakten — drei Punkte aus fünf Spielen und sieben Zähler nach den ersten 13 Spieltagen — ließen schon dunkle Wolken am Horizont aufsteigen. Doch am Ende stand der Klassenerhalt für Florian Bauer und seine Schützlinge. Und gerade dieser Erfolg schweißte zusammen beim SCG: „Uns kann nichts erschüttern“, so der Trainer. „Auch nach den aktuell drei Niederlagen bleibe ich entspannt, denn ich weiß, was meine Spieler können!“ Auch in den ersten Spielen, die allesamt verloren gingen, habe Bauer „viel Gutes“ gesehen. Aber eben keine Erfolge. „Die kommen schon noch“, so der Spielertrainer, der selbst wegen eine Bandscheibenverletzung wohl nicht mehr mitspielen kann. Die kommen aber erst, wenn seine Mannschaften die vielen „haarsträubenden Fehler in der Hintermannschaft" abstellen kann. In Vach beispielsweise habe man den ASV geradezu zum Toreschießen eingeladen. „Auch in Vach haben wir nicht schlecht gespielt und die Partie lange Zeit offen halten können“, fasste Bauer zusammen. Am Samstag, um 16 Uhr, gibt mit dem SV Schwaig ein Neuling seine Visitenkarte ab, der schon mal drei Zähler eingefahren hat (1:0 beim ASV Vach), zuletzt aber seine zweite Saisonniederlage gegen Herzogenaurach kassierte. „Wir machen jede Woche unsere Erfahrungen“, erklärte Coach Alu Rahner nach der Partie. „Die Zweikampfführung, das Vollgas-Tempo, die zweiten Bälle – all das lernt man, wenn man ein Jahr auf Landesliga-Niveau spielt. Wir können uns entwickeln.“ Nach dem eng getakteten Auftakt hatte er endlich wieder eine ganze Woche zur Vorbereitung – das gefällt Rahner. „Wenn wir jedes zweite Spiel gewinnen, dann reicht das doch.“ Ach ja, auch am Samstag kann der SC Großschwarzenlohe nicht auf sein Sportgelände. Gespielt wir wie zuletzt gegen Buch beim FV Wendelstein Anstoß ist um 16 Uhr. // roj/jam

Lichtblicke gab es beim Baiersdorfer SV nur wenige in der noch frischen Spielrunde. Nackenschläge dafür einige mehr. Wenn am Samstag der BSV gegen Kickers Selb ran muss (16 Uhr), braucht es allerdings dringend mal wieder ein Erfolgserlebnis. Unter dem neuen Trainer René Ebert wartet der BSV noch auf einen Sieg. Jedoch dürfte ein Dreier ein schwieriges Unterfangen bei extremen Temperaturen werden. Baiersdorf steht nach schwerem Auftaktprogramm und nur einem Zähler aus drei Punktspielen (1:11 Tore) mit dem Rücken zur Wand. Selb hingegen hat eine breite Brust: Drei Siege feierte der Aufsteiger aus drei Spielen (13:2 Tore) und liegt damit an der Spitze der Landesliga Nordost. Zwei verschiedene Welten treffen in Baiersdorf also am Samstag aufeinander.

Der ASV Vach konnte unter der Woche nochmals offensiv nachlegen, Coach Norbert Nein hatte diesbezügliche Pläne vor Wochenfrist bereits angekündigt: Okcan Tekdemir kehrt nach seiner ersten Spielzeit 14/15 zum ASV zurück. Zuletzt kickte der Angreifer als Spielertrainer für Cagrispor, hatte nach der bekanntgewordenen Fusion mit Türkspor aber seinen Abschied angekündigt. "Ich stand mit Norbert schon länger in Kontakt", sagt Tekdemir, "der Austausch war immer da." Jetzt habe sich eine Lücke im Team aufgetan, "und es ist noch so, wie ich es kennengelernt habe. Vach ist ein gut strukturierter Verein mit einer jungen Mannschaft, die noch Potenzial und Luft nach oben hat. Wir werden die nötigen Punkte holen", ist der Angreifer, der von seinem Wohnort keine weiten Fahrten nach Mannhof hat, überzeugt. Seit Dienstag ist er im Mannschaftstraining und soll bereits für die kommende Auswärtsaufgabe in Röslau eine Option sein. Am vergangenen Wochenende stimmte beim 5:2-Erfolg über Groß'lohe zumindest die Offensivausbeute beim ASV, auch wenn der Gegner die Vacher teils zum Toreschießen einlud. Das Ergebnis fiel sicher zu hoch aus, doch die Vacher stellten die bessere Mannschaft und gewannen die Partie verdient. Dennoch: So ganz rund läuft das Getriebe beim Bayernliga-Absteiger trotz der ersten Liga-Dreiers noch nicht. Der kommende Gegner Röslau wartet seinerseits noch auf den ersten Sieg. Anpfiff ist bereits um 11 Uhr. // jam

Am Ende war die Erleichterung auf Seiten des FCH deutlich zu spüren. Gegen Schwaig wurden die ersten Punkte der Saison eingefahren, drei an der Zahl, zementiert durch einen feinen Stübing-Anschluss in der Schlussphase. „Das ist eben Qualität, das müssen wir einfach anerkennen“, sagte Gegner-Coach Helmut Rahner nach der Partie über diesen Treffer zum 0:2. Nach dem durchaus verdienten Erfolg können die "Pumas" etwas entspannter ins zweite Heimspiel der Saison gehen, auch wenn es jetzt gegen einen Top-Favoriten auf den Aufstieg geht - zumindest aus Sicht von FCH-Coach Jakob Karches, der die Quelle vor dem ersten Spieltag in einer Reihe mit Feucht, Neudrossenfeld und Schwabach nannte. Die Fürther zeigten zuletzt eine Reaktion auf die 0:5-Derbyklatsche gegen Stadeln und trotzem dem SC Feucht ein Remis ab. 

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