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Hofmann: "Wo es hingeht, ist noch schwer zu prognostizieren"

Nach dem 2:0 über Schwabach

Dank seines herausragenden Torwarts und einer Steigerung in Durchgang zwei gewinnt Jahn Forchheim gegen Schwabach mit 2:0.

Torwart Axel Hofmann verhinderte mit Glanzparaden, dass Schwabach zum Zug kam. Der Forchheimer Neuzugang hat in der laufenden Saison schon nachgewiesen, dass er den Unterschied ausmachen kann.

 / © Wolfgang Zink

Nach einigen Rettungstaten in der ersten Halbzeit war Jahn Forchheims Torwart Axel Hofmann anscheinend noch nicht genug ausgelastet: Einen 100-Meter-Sprint legte der 21-Jährige hin, um gemeinsam mit seinen neun anderen Mitspielern den Torschützen Philipp Nagengast in der Jubeltraube unter sich zu begraben. Dieser hatte sich in der 47. Minute nach einer Flanke von Drazen Misic durchgesetzt und zur 1:0-Führung ein geköpft.

Axel Hofmann erklärt seinen spontanen Antritt: „Der Philipp hatte in den letzten Spielen keinen einfachen Stand, aber heute habe ich zu ihm gesagt, dass er eins macht. Außerdem war es für uns als Mannschaft einfach ein extrem wichtiges Tor, bei dem einiges abgefallen ist.“ Hofmann selbst hatte dafür gesorgt, dass seine Farben überhaupt mit einem torlosen Remis in die Pause gehen konnten. Zwar waren es nicht viele Chancen, die die erneut über weite Strecken sattelfeste Jahn-Hintermannschaft zuließ, dennoch wäre für die Gäste aus Schwabach etwas möglich gewesen. Der Neuzugang aus der Regionalliga-Mannschaft des 1. FC Nürnberg war da, wenn er gefordert wurde, tauchte ab oder flog von einem Eck ins andere. Auf der Gegenseite war dafür nicht allzu viel los: Zwei Distanzschüsse von Nuyan Karsak oder Christian Städtler waren alles, was die Forchheimer vor dem Seitenwechsel anzubieten hatten.

Es sind genau die zwei Gesichter, die die Elf von Trainer Christian Springer schon in den drei Partien zuvor gezeigt hatte. „Gegen den Ball im Defensivverbund sieht es richtig gut aus, bei eigenem Ballbesitz haben wir aber noch unsere Schwierigkeiten. Auf der anderen Seite haben wir auch schon gegen starke Gegner gespielt“, sagt Hofmann, der aufgrund des bald startenden Studiums im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen Aufwand und Fahrzeit reduzieren wollte. Zwar hatte der Heroldsbacher bei seiner Entscheidung für den Jahn noch auf einem Bayernliga-Verbleib seiner zukünftigen Truppe gehofft, dass es nun die Landesliga geworden ist, spielt aber keine Rolle: „Wir haben ein großes Potenzial in der jungen Mannschaft. Alle ziehen an einem Strang, heute wurden wir mit den drei Punkten belohnt. Das ist die Hauptsache. Wo es in der Saison hingehen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer zu prognostizieren.“

Beim Heimsieg gegen Schwabach war auch eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Durchgang ausschlaggebend, die Nagengast mit dem befreienden 1:0 optimal einläuten konnte. Bis in die Schlussphase hinein verhalf die Führung dem Jahn zu mehr Spielkontrolle, der sich aber durch Unzulänglichkeiten im Konterspiel das Leben selbst schwer machte. Die Spannung blieb bis zuletzt: Außenverteidiger Christopher Lee klärte nach einer Hereingabe in höchster Not (73.), ehe Schwabachs eingewechselter Jakob Söder sieben Minuten vor dem Ende auf einmal freie Schussbahn hatte.

Ein fulminanter Hofmann-Reflex rettete den Vorsprung in einer Partie, die gegen Spielende immer umkämpfter wurde. Nach einer wilden Diskussion in der Nachspielzeit mussten Lee und Gäste-Kapitän Selahattin Oktay beide mit Gelb-Rot vom Platz. Es war nicht der letzte Aufreger: Schwabach wollte kurz darauf noch einen Handelfmeter, doch stattdessen konterte Forchheim: Der eingewechselte Neuzugang Muhammed Abubakar brachte diesen erfolgreich ins Ziel. Der Rest war Annafest-Ekstase.

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