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Ebert: "Wir sind noch zu grün hinter den Ohren"

Landesliga Nordost

Beim 3:5 in Buch zeigt sich erneut, wie anfällig der Landesligist Baiersdorfer SV in der Defensive ist.

Am Boden ist der Baiersdorfer SV in der Fußball-Landesliga, hier mit Max Schmitt. Doch der Trainer bittet um Geduld.

 / © Sportfoto Zink

René Ebert stand auch zehn Minuten nach dem Schlusspfiff noch am Spielfeldrand und verarbeitete das, was er in den 92 Minuten gesehen hatte. Als der Trainer des Baiersdorfer SV über dieses 3:5 beim TSV Buch, die vierte Niederlage im fünften Spiel, sprechen sollte, atmete er tief durch.

In der vergangenen Saison hatte sich der BSV erst in der Relegation gerettet, nach einem Punkt aus fünf Spielen deutet sich nun eine ähnlich schwere Saison an – was in Baiersdorf niemanden überrascht. Zu groß war der Umbruch im Sommer, zu schwer wiegen die Abgänge in der Defensive. „Wir haben heute in der Abwehrkette mit Spielern gespielt, die eigentlich auf anderen Positionen spielen“, sagt Ebert. Im ambitionierten Amateurfußball eine schwierige Herangehensweise, die an diesem Nachmittag im Knoblauchsland vom Gegner bestraft wurde.

Mladen Popovic hatte Baiersdorf mit einem Distanzschuss nach schöner Kombination zwar früh in Führung gebracht, allzu viel Selbstbewusstsein brachte das der verunsicherten Mannschaft allerdings nicht. Nur fünf Minuten später spazierte Buchs Lukas Hofer durch die gesamte Defensive und fand in der Mitte Oliver Ell, der ausglich. Fabian Botzel brachte Buch, ebenso allein gelassen, in Führung. Dass der BSV nach Nico Geiers Ausgleich (37.) trotzdem mit hängenden Köpfen in die Kabine ging, lag ebenso an der Unerfahrenheit. Buchs Angreifer Nicolas Müller nahm eine Berührung dankend an, Botzel verwandelte den Elfer (43.).

Nach der Pause drehte Buch auf, nach 56 Minuten und Einladungen der Baiersdorfer Defensive stand es 5:2. „Das war schlicht kein anständiges Zweikampfverhalten“, fand Ebert, „wir sind noch zu grün hinter den Ohren, da läuft der Gegner mit dem Ball am Fuß an uns vorbei, ohne dass wir den Körper reindrücken.“ Der neue Angreifer Sven Wächter, vom Kreisligisten Gößweinstein gekommen, traf noch zum 3:5, danach ließ Buch die Baiersdorfer laufen und das Spiel ausklingen. René Ebert sah dennoch das Positive an einem ansonsten negativen Tag. „Unsere ersten beiden Tore waren sensationell gut herausgespielt, nach vorne spielen wir einen ordentlichen Fußball“, sagte er, „aber wir machen eben immer wieder Fehler hinten.“ Noch dazu wird Mladen Popovic wegen seines Platzverweise fehlen, der Trainer sah darin aber auch den ungebrochenen Willen seiner Mannschaft. „Es ist ja schön, dass sie sich wehren“, befand er. Hoffnung macht Ebert, dass Außenverteidiger Chris Lehmann aus dem Urlaub zurückkommt – und sie „zufällig“ einen weiteren Defensivspieler gefunden haben, der nach Deutschland gezogen ist.

Ansonsten bleibt die Hoffnung. „Es wird schwer, sehr schwer“, glaubt Ebert, „aber wir müssen einfach weiterarbeiten.“

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