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"Highlight der Vereinsgeschichte": Mosbach empfängt die Würzburger Kickers

Vorschau Toto-Pokal 1. Runde, Mittwoch

Während der SV Mosbach mit Würzburg ein Traumlos ergattert hat, geht man beim SV Rednitzhembach, der den Regionalligisten Aschaffenburg empfängt, nicht ganz so weit mit seiner Einschätzung. Der SK Lauf bekommt es mit einem Bayernligisten zu tun. Zum Liga-Duell kommt es zwischen dem ATSV Erlangen und Großbardorf.

Jubel auch gegen Würzburg? Zumindest auf einen eigenen Treffer dürften Tom Wassermann und Co. spekulieren.

 / © Zink / WoZi

Es ist angerichtet für den SV Mosbach: Das "absolute Highlight der Vereinsgeschichte", steht an, so Martin Saulich, sportlicher Leiter des SVM. Mit den Würzburger Kickers kommt nicht nur ein Drittliga-Klub nach Mosbach, sondern gleichzeitig auch der Titelverteidiger des Verband-Pokals. Sportlich eine besonders reizvolle Angelegenheit für den Absteiger, der in dieser Spielzeit bekanntlich in der Kreisliga ran muss. Und auch finanziell dürfte sich das Los, für das sich die Mosbacher Verantwortlichen Thomas Ballbach und Rainer Witzgall entschieden, lohnen - sollte man zumindest meinen. "Der kolportierte Finanzausgleich durch solch ein Pokalspiel vermag jedoch etwas verwegen erwartet zu sein, betrachtet man allein schon die Vielzahl an Auflagen und Sicherheitsmaßnahmen, die im Zusammenhang mit einem derartigen Event einfach auch einhergehen. Hier ist vor allem vereinsseitig ein enormer Aufwand an Organisation und vor allem Manpower zu bewerkstelligen, um einen sicheren Ablauf auch zu gewährleisten. Was hier bereits seit Auslosung von vielen helfenden Händen bis heute geleistet wurde verdient allerhöchsten Respekt für jeden einzelnen und hat allein somit bereits einen unvergessenen Abend verdient", ist Saulich voll des Lobes. Das von Cheftrainer Michael Schiele geführte Team stelle mit dem aktuellen Titelträger dieses Pokalwettbewerbs sportlich sicherlich mit die größte Herausforderung. "Und genau darin liegt ja auch der Reiz für jeden Amateurfußballer, sich mit professionellen Spielern messen zu dürfen, noch dazu auf heimischem Terrain", so Saulich. In der noch jungen Saison der Dritten Liga starteten die Kickers aus Würzburg eindrucksvoll mit einem 3:1-Heimsieg gegen die zweite Garde des FC Bayern München. In den drei folgenden Partien zog man dann jedoch jeweils den Kürzeren. Unter anderem gegen die SpVgg Unterhaching und zuletzt gegen den aktuellen Tabellenführer der 3.Liga, den FC Ingolstadt 04. Aktuell steht Würzburg somit auf Rang 17. "So oder so wird der FC Würzburger Kickers in allen Belangen eine mehr als sportliche Herausforderung für unsere Farben werden, der sich die Mannen um Coach Manuel Schöller mit großer Vorfreude stellen werden", so Saulich weiter. Fehlen werden dem Chefcoach des SVM berufsbedingt Christoph Lang und Andreas Schneider. Verletzungsbedingt fehlt mit einem Bänderriss weiterhin Waldemar Pritzkau. Ansonsten steht der nahezu komplette Kader, in den auch der zuletzt verletzte Kapitän Thomas Ballbach zurückkehrt, zur Verfügung. "Bevor es dann am kommenden Wochenende mit dem ersten Punktspiel im Heimspiel gegen den SV 1930 Neuhof/Zenn Fußball um die ersten Punkte in der Kreisliga gehen wird, wird sich das Team mehr als gut verkaufen wollen, und wer weiß, der Pokal schreibt ja mitunter seine eigenen Gesetze…", hofft Saulich zumindest auf ein Hintertürchen für eine dicke Überraschung. Der Anpfiff der Begegnung ist um 18:30 Uhr. Einlass auf das Sportgelände erfolgt bereits ab 17 Uhr. Aufgrund vorgeschriebener Einlasskontrollen werden die Zuschauer darum gebeten, zeitnah das Sportgelände aufzusuchen. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

Spieler und Fans des SV Rednitzhembach dürfen sich durchaus auf eine „Hausnummer“ im deutschen Fußball freuen, wenn der Kreisligist als amtierender Kreispokalsieger NM/Jura am Mittwoch, 18.30 Uhr, in der ersten Runde des BFV-Pokals auf den Regionalligisten SV Viktoria Aschaffenburg trifft. „Zugegeben, die Viktoria war nicht unser Traumlos“, so „Hembi-Trainer“ Stefan Wüst, der sich doch einen der Drittligisten wie den TSV 1860 München oder den FC Würzburger Kickers gewünscht hätten, „aber wann haben wir schon mal einen Regionalligisten bei uns zu Gast — und dies zu einem Pflichttermin!“ „Wir freuen uns auf dieses Spiel“, so der Trainer des SVR, „für uns ist das noch einmal ein guter Test vor der am Wochenende beginnenden Saison in der Kreisliga. Als Standortbestimmung allerdings sehe ich das Pokalspiel nicht. Die Spielklasse spricht klar für Aschaffenburg.“ Allerdings wollen Stefan Wüst und seine Schützlinge das Ihrige dafür tun, dass dieser Klassenunterschied auf dem Rasen möglichst gering ausfällt. Wüst: „Wir haben Respekt vor diesem Gegner, wollen uns aber nicht verstecken.“ Natürlich werden die Gäste aus Aschaffenburg mit ihrem Trainer und Ex-Profi Jochen Seitz (u.a. HSV, Schalke 04 und TSG Hoffenheim) diese Aufgabe mit dem nötigen Ernst angehen. Hier liegen aber die Vorteile auf Seiten der „Hembis“, da sie zumindest erahnen können, was sportlich auf sie zukommt, während man in Aschaffenburg schon Probleme damit hatte, Rednitzhembach einigermaßen geografisch einzuordnen. Inzwischen weiß man in Aschaffenburg, wie man den Pokalgegner richtig ausspricht, dass der SVR in der Kreisliga zu Hause und auf der Karte rund 20 Kilometer südlich von Nürnberg zu suchen ist. Jetzt liegt es an den „Hembis“ selbst, am Mittwoch ihrem hochkarätigen Gegner nach den 90 Minuten noch andere Dinge mit auf die Heimreise zu geben. Beispielsweise die Erkenntnis, dass es in der Kreisliga NM/Jura durchaus ernstzunehmende Pokalgegner gibt. Man darf gespannt sein. // Roland Jainta

Ein Pokalspiel während der Woche zu bestreiten und dazu auch noch reisen zu müssen, dass ist im Liga-Alltag im knappen Terminkalender eines Bayernligisten für jeden eine zusätzliche Belastung. So waren die Verantwortlichen nicht gerade erbaut, als die Auslosung bekannt war. Nach Lauf zu fahren sind von Vilzing aus immerhin auch knapp 140 Kilometer, mit dem Bus gut zwei Stunden zu fahren. „Wir wollen nicht jammern, nehmen das nun so an. Wir hätten uns aber auch etwas anderes vorstellen können“, sagt Vilzings Trainer Christian Stadler. Der SK Lauf ist mit einer 0:3-Heimniederlage gegen den Ex-Landesligisten ASV Veitsbronn-Siegelsdorf und einem 4:3-Auswärtserfolg beim SV Tennenlohe gestartet. Der beste Torschütze Marc Schober, dem 27-Jährigen gelangen am vorigen Wochenende in SV Tennenlohe drei Treffer, wird geschont, weil ihn eine Rippenprellung plagt. Coach Aleksandar Abutovic wird sicher noch den einen oder anderen Akteur schonen,denn das Derby beim 1. FC Hersbruck am kommenden Samstag wirft schon seine Schatten voraus: „Wir wollen in der Liga in dieser Saison etwas erreichen“, sagt SKL-Chefanweiser Abutovic. Der Laufer Trainer ist auch in Ostbayern kein Unbekannter, spielte in der Saison 1997/98 in der Landesliga beim TSV Straubing, wo damals Wolfgang Beller Trainer war. Beller war jahrelang der Assistent beim Bundesliga-Coach Markus Weinzierl. „Ich bin seit Jahren mit Wolfgang befreundet und sein Bruder Sepp ist ja in Vilzing Sportlicher Leiter“, sagt Laufs Coach, der als Spielertrainer bei der SpVgg Bayreuth auch schon einmal gegen Sepp Beller gespielt hat, der damals die SpVgg Landshut trainiert hat: „Es gibt also Verbindungen, so klein ist die Fußballwelt“, so Abutovic weiter. Zum Gegner DJK Vilzing sagtder SKL-Trainer: „Vilzing hat nicht nur eine sehr gute Mannschaft, sie haben auch einiges vor, wollen weiter nach oben. Sie sind natürlich viel stärker als wir, aber meine Mannschaft freut sich schon auf diesen hoffentlich interessanten Vergleich. Für uns wird es ein ganz besonderes Spiel.“ Abe rAbutovic wird seine Truppe nicht in Bestbesetzung aufs Feld schicken, weil das Derby in Hersbruck wartet. Bei der DJK Vilzing wird es am Kader eine Veränderung geben. Denn der tschechische Defensivakteur Ales Hanzlik (32) ist seit Montag frei, die Spielberechtigung liegt vor, der 32-Jährige kann also eingesetzt werden. „Wir sind froh über jeden Spieler, den wir dazu bekommen“, sagt Vilzings Coach Christian Stadler, der anfügt: „Hanzlik wird spielen, ich weiß nur noch nicht ob von Beginn an oder erst später.“ Nicht dabei sein wird Fabian Trettenbach und auch Jonas Huber wird vorsorglich geschont. Zudem fehlen nach wie vor Tobias Oisch und Jonas Gmeinwieser. So wird noch ein Spieler von der zweiten Mannschaft dazukommen. Wer das sein wird, dazu gibt es eine kurzfristige Entscheidung. Der Kader der Gäste ist ganz stark besetzt, unter anderem mit dem Linksaußen André Luge, der schon mit dem SSV Jahn Regensburg in die 2. Liga aufgestiegen ist und der in der Bayernliga ein Unterschied-Spieler ist. Auch wenn der Kader ganz knapp besetzt sein wird, so wollen die Vilzinger auf jeden Fall weiterkommen. Aber eines ist auch klar: „Wir spielen am Samstag beim Tabellenführer SV Seligenporten und dieses wichtige Spitzenspiel haben wir natürlich im Hinterkopf“, so Stadler. Schiedsrichter der Pokalpartie ist Andreas Peplinski aus Nürnberg, der im Gegensatz zur DJK Vilzing eine ganz kurze Anreise hat. // dme

Für den ATSV Erlangen geht es weiter mit den Englischen Wochen - am Mittwoch kommt es zum Duell mit dem TSV Großbardorf. Schon wieder, muss man sagen, gab es diese Ansetzung doch erst vor sieben Tagen in der Liga. Damals überzeugte der ATSV gegen zu diesem Zeitpunkt Verlustpunkt-frei gestartete Gallier und gewann spät aber verdient mit 2:1. Für Großbardorf, das dem Erlanger Elan an diesem Tag nicht fiel entgegensetzte, war anschließend die Tabellenführung futsch. Grund genug also, um auf Revanche zu sinnen.

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