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Schmid: "Werden etwas jonglieren müssen"

Vorschau Bezirksliga Süd 3. Spieltag, Wochenende

Nur fünf Spiele stehen am Samstag und Sonntag am dem Programm der Bezirksliga Süd. Das Aufstiegerduell zwischen Hilpoltstein und Dombühl wurde in den September verschoben. Ornbau und Ansbach/Eyb treffen sich gar erst im Oktober. Bereits am Freitagabend spielten Wendelstein und Zirndorf. Den Auftakt machen samstags Weißenburg und Roth, die beide nicht gut in die Saison kamen. Sonntags finden dann die restlichen Partien statt. Dann kann beispielweise der SV Raitersaich in Dittenheim seinen Traumstart weiter ausbauen ähnlich wie der TSV Greding im Heimspiel gegen Marienstein. Interessant dürfte es auch zwischen Freystadt und Aufkirchen werden. Zwischen Deutenbach und Herrieden geht es um den ersten Dreier.

Gredings Keeper Fabian Lang (rechts) konnte seinen Kasten bislang sauber halten. Das soll auch gegen Marienstein so bleiben.

 / © Sportfoto Zink

Für Weißenburgs Trainer Markus Vierke ist es eine Überraschung, dass die TSG Roth nach zwei Spieltagen noch keine Punkte erzielt hat. "Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen und gegen die TSG Roth drei Punkte holen. Ihr Kader wurde ganz schön durcheinandergewirbelt, doch sie haben spielerische und taktische Qualitäten. Beim Derby sind wir voll motiviert und es geht in der Partie um das Prestige." Bis auf Urlauber Christian Leibhard kann Vierke personell aus dem Vollen schöpfen. Der Saisonstart für die TSG Roth verlief enttäuschend. Nach einer deutlichen Niederlage gegen Aufsteiger Raitersaich folgte eine 0:6-Klatsche gegen den ESV Ansbach-Eyb. Die sportliche Leitung der TSG reagierte und trennte sich aufgrund der schwachen sportlichen Entwicklung von ihrem Trainer Ayala Fanesi. Co-Trainer Rene Kerschbaum hat daraufhin sein Amt niedergelegt. In Weißenburg wird das Team übergangsweise von Tevfik Cengiz und Mario Wild trainiert. Beim TSV 1860 Weißenburg dürften die Trauben für die TSG sehr hoch hängen. "Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns und erschwerend kommt hinzu, dass wir momentan sehr viele Urlauber und Verletzte haben", sagt Abteilungsleiter Matthias Hofmann. Mit Kevin Biallas hat noch ein Leistungsträger der letzten Saison den Verein in Richtung 1. FC Schwand verlassen.

Nach der Auftaktniederlage gegen Aufsteiger Hilpoltstein konnte der FV Dittenheim beim Absteiger aus der Landesliga in Aufkirchen drei Punkte mitnehmen. Trainer Martin Huber sah sein Team als verdienten Sieger: „Der Dreier ging für uns in Ordnung und bei besserer Chancenauswertung hätten wir noch höher gewonnen. Gegen Aufkirchen haben wir uns verbessert und wir wollen uns auch noch gegen Raitersaich verbessern. Wir erwarten einen offensivstarken Gegner. Aus meiner Erfahrung passen wir unsere Leistung bei starken Mannschaften an die des Gegners an." In der Defensive wird es auf jeden Fall Umstellungen gegenüber der Vorwoche geben. Gegen den Aufsteiger darf Dittenheim erstmals in dieser Saison auf eigenem Platz antreten. Mit sechs Punkten und 7:2 Toren aus den ersten beiden Begegnungen erwischte Raitersaich einen Traumstart. Besonders die Offensive hat ihre Bezirksliga-Tauglichkeit schon unter Beweis gestellt. In Dittenheim trifft das selbstbewusste Team von Dietmar Kusniyarik auf einen Gegner mit langjähriger Bezirksliga-Erfahrung. Mit einem weiteren Sieg könnte sich der Aufsteiger erst einmal im oberen Tabellendrittel festsetzen.

Der TSV Greding hat in den ersten beiden Partien gegen Wendelstein und Zirndorf optimal gepunktet und keinen Gegentreffer kassiert. Jürgen Schmid hat Respekt vor dem Gegner aus Oberbayern und erwartet eine bekannte Mannschaft. "Marienstein ist physisch und kämpferisch sehr stark und wir müssen voll dagegen halten. Aus meiner Zeit in Freystadt sind sie mir als sympathische Mannschaft in Erinnerung geblieben. Wir werden wegen der Urlauber und der Verletzten mit der Mannschaftsaufstellung etwas jonglieren müssen." Der Trainer des SV Marienstein Stephan Zengerle kann sich an die Begegnungen der letzten Jahre gut erinnern: "Greding wird ein sehr schwerer Gegner. Sie stehen hinten kompakt und sind sehr stark bei Kontern. Trotzdem haben wir in den letzten Jahren gute Ergebnisse gegen Greding erzielt und sind somit nicht chancenlos. Wir wollen den Aufwärtstrend beibehalten und einen weiteren Schritt und vorne machen."

Noch ungeschlagen und mit vier Punkten auf dem Konto kann der TSV Freystadt mit seinem neuen Trainer Marco Christ mit dem Saisonstart zufrieden sein. Mit dem SC Aufkirchen ist eine Mannschaft zu Gast, welche die Experten am Saisonende im oberen Tabellendrittel sehen. "Die beiden ersten Spiele von Aufkirchen haben gezeigt, dass jeder gegen jeden gewinnen kann. Die Bezirksliga ist sehr ausgeglichen und oft entscheidet die Tagesform. Der Landesliga-Absteiger geht als Favorit in die Partie, doch wir wollen ihnen trotzdem unser Spiel aufzwingen." Mit einem Auswärtssieg in Ornbau und einer Heimniederlage gegen den FV Dittenheim startete der SC Aufkirchen in die neue Saison. Den Gegner aus der Oberpfalz kennt SCA-Trainer Josef Pelczer von der vorletzten Saison: "Freystadt steht in der Defensive sehr gut und wir müssen konzentriert dagegen halten, da uns als Absteiger in der Bezirksliga nichts geschenkt wird." Die beiden Leistungsträger Sebastian Beck und Kevin Kreuchauf werden den Gästen noch längere Zeit fehlen, doch nur wenige Teams können in dieser Phase der Saison in Bestbesetzung auflaufen.

Einen Punkt erzielte der STV Deutenbach in den ersten beiden Partien. Nach der knappen Derby-Niederlage gegen den ASV Zirndorf folgte eine gerechte Punkteteilung beim SV Marienstein. Für das Team von Trainer Arno Zeilmann wäre es wichtig, einen Heimsieg zu erzielen, um in der Tabelle wieder einen Schritt nach vorne zu machen. Mit zwei Niederlagen sowie einigen Verletzten und Urlaubern startete die SG Herrieden in die neue Saison. Auf das Team von Thomas Seibold wird in Deutenbach eine sehr schwere Aufgabe zukommen. "Am Wochenende werden die Trauben für uns sehr hoch hängen. Ein Punkt wäre für uns schon ein Erfolg. In den vergangenen beiden Jahren konnten wir die Auswärtsbegegnungen immer für uns entscheiden. Eine Verbesserung der Personalnot ist in den nächsten Wochen nicht abzusehen, aber da müssen wir jetzt durch. Ein Kompliment an die Spieler, die in den letzten beiden Partien aufopferungsvoll gekämpft haben." Neben den verletzten Spielern wird in den nächsten drei Wochen Marco Deininger wegen Urlaub fehlen und Tom Plohmer steht an diesem Wochenende nicht zur Verfügung.

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