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1:6 in Veitsbronn: TSCS "will daraus die Lehren" ziehen - Auch Hüttenbach will Wiedergutmachung

Vorschau Bezirksliga Nord 3. Spieltag, Wochenende

Für Türkspor/Cagrispor kam es vergangene Woche beim 1:6 in Veitsbronn knüppeldick und auch die SpVgg Hüttenbach musste in Buckenhofen eine deutliche 1:4-Pleite einstecken. Beide wollen an diesem Wochenende Wiedergutmachung. In Hersbruck ist der SK Lauf zum Derby zu Gast. Ein weiteres Nachbarschaftsduell findet in Weisendorf statt, während der FC Kalchreuth beim TSV Burgfarrnbach endlich punkten will. Gelassener sieht man die aktuelle Situation mit null Punkten beim SV Tennenlohe (bei TSCS). In Gutenstetten gastiert der ASV Veitsbronn zum Topspiel. Außerdem empfängt der TV 48 den FC Ottensoos.

Die SpVgg Hüttenbach verlor in Buckenhofen überraschend hoch mit 1:4. 

 / © Meyer

Nach dem Last-Minute-Gegentreffer musste sich der FC Hersbruck beim TV 48 Erlangen mit einem Punkt begnügen (2:2). "Natürlich ist es sehr ärgerlich, dass wir kurz davor den Sieg hergeben, aber der Punkt ist am Ende gerecht. Es ist bitter, aber gegen einen sehr guten Gegner einen Punkt zu holen, ist nicht so schlecht", so Coach Stefan Erhardt. Am Samstag steht das Derby gegen den SK Lauf an. Bereits im Vorjahr waren dies heiße Duelle. 1:3 waren die Laufer damals in Hersbruck in Führung gelegen und gar ein Spieler mehr auf dem Feld, doch die Jungs aus Hersbruck konnten noch ein 3:3 erzielen. Auch in dieser Saison erwartet Erhardt "ein heißes Spiel. Es ist immer was los und immer etwas besonderes gegen Lauf. Wir sind heiß und wollen weiter ungeschlagen bleiben." Der SK Lauf konnte beim 4:3 in Tennenlohe den ersten Saisonsieg einfahren. Am Ende machte man es jedoch noch unnötig spannend. "Es war sehr unnötig zum Schluss. In der ersten Halbzeit war das Spiel auf Augenhöhe und nach dem Seitenwechsel waren wir klar dominant. Wir hätten noch mehr Tore nachlegen müssen", erklärt Laufs Trainer Aleksandar Abutovic. Im Derby erwartet er von seiner Mannschaft einen anderen Auftritt: "Wir müssen so auftreten wie zwischen der 45. und 75. Minute. Um im Derby zum Erfolg zu kommen müssen wir Vollgas geben."

Eine deutliche 1:4-Niederlage gab es für die SpVgg Hüttenbach in Buckenhofen. "Die Leistung war desolat. Wir haben Wille, Einsatz und Leidenschaft vermissen lassen", sagt Coach Kevin Trauner. Das bekamen seine Jungs dann auch am Dienstag im Training zu spüren, ehe er das Spiel im Anschluss abhakte. Sein Team habe solche Spiele immer mal wieder drin, aber im Anschluss auch immer wieder die passende Antwort parat. Die erwartet Trauner jetzt auch im Heimspiel gegen Hagenbüchach. "Die Jungs müssen zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Ich erwarte eine Reaktion. Wir müssen zeigen, was los ist, denn jetzt zeigt sich, ob Charakter in der Mannschaft steckt", so Trauner. Den ersten Punkt in der Bezirksliga konnte Hagenbüchach beim 1:1 im Heimspiel gegen Weisendorf einheimsen. "Den Punkt haben sich die Jungs verdient. Mit ein wenig Glück wäre auch noch mehr drin gewesen", so Trainer Taner Koc. Das nächste Auswärtsspiel steht in Hüttenbach auf dem Plan: "Hüttenbach ist eine der geschlossensten Mannschaften. Sie hatten jetzt auch mal einen schlechten Tag. Wir wollen auf uns schauen, es gibt immer Chancen zu gewinnen, egal gegen wen. Es wird dort heiß hergehen, die Jungs sollen die heiße Atmosphäre dort genießen."

Nach dem Sieg zum Auftakt ging die erste Auswärtspartie bei Aufsteiger Adelsdorf mit 1:2 verloren. Nachdem man am Mittwoch im Toto-Pokal den TSV Cadolzburg mit 3:0 schlug, wollen die "Bären" nun gegen Kalchreuth die nächsten Punkte einfahren. Tabellenschlusslicht nach zwei Spielen ist der FC Kalchreuth. Dabei waren die Alm-Kicker im Heimspiel gegen Gutenstetten mindestens auf Augenhöhe - und das trotz Unterzahl. Am Ende standen die Jungs von Coach Joao Oliveira erneut ohne Punkte da. "Es war wieder ordentlich von uns, aber leider nix Zählbares. Das 1:1 war absolut verdient und dann kriegst du noch so ein Gegentor. Aber es bringt nix, wir machen uns noch nicht verrückt", so Oliveira. Der Coach bleibt entspannt und erwartet in Burgfarrnbach eine knifflige Aufgabe. "Sie haben viele neue Spieler. Das kann gut gehen oder schlecht. Sie haben jedenfalls drei Punkte mehr wie wir", stellt der FC-Coach fest. Seine Jungs sollen sich jetzt endlich belohnen: "Am Schluss zählt der Erfolg. Wir müssen aufpassen und anfangen zu punkten."

Eine deutliche wie unerwartete 1:6-Klatsche mussten die Jungs von Jasmin Halicic in Veitsbronn hinnehmen. Der Coach findet dafür deutliche Worte: "Wir sind vielleicht mit Naivität ins Spiel gegangen und haben dem Gegner die Tore geschenkt. Das war ein herber Rückschlag für uns. Es gilt daraus die Lehren zu ziehen, denn so etwas darf nicht noch mal passieren", sagt Halicic deutlich. Im Heimspiel gegen Tennenlohe muss das Team auf seinen Coach verzichten, der im Urlaub weilt. Trotz Abwesenheit erwartet er eine Reaktion: "Die Jungs müssen eine optimale Leistung zeigen. Tennenlohe hat zweimal gut gespielt. Sie haben eine gute Mannschaft und sind Bezirksliga tauglich. Da müssen wir schon was anderes darbieten." Gegen den SK Lauf musste sich der SV Tennenlohe mit 3:4 geschlagen geben. "Auch in diesem Spiel haben wir unsere Chancen gehabt. Auch in Unterzahl sind wir unserem offensiven Spiel treu geblieben", so Coach Karim Farhan, der es mit der Punktezahl derzeit noch nicht so eng sieht. "Wir haben einige Neuzugänge, das braucht einfach Zeit. Wir wollen uns im August nicht unter Druck setzen und schauen, was geht. Die Saison ist lang", so der Coach gelassen. Dass es nun ausgerechnet gegen Türkspor/Cagrispor geht, die eine deutliche Niederlage einstecken mussten, spielt für Farhan keine Rolle. "Das kann Vor- und Nachteil sein. Da erwartet niemand etwas, wir können befreit aufspielen. Wir wissen, dass der Spielverlauf nicht das Ergebnis widerspiegelt. Sie haben eine starke Mannschaft. Wir werden unser Glück in der Offensive suchen und offensiv agieren, passiv und abwarten, das können wir gar nicht", so der SVT-Trainer.

Ein später Treffer zum 2:2 sicherte dem TV 48 gegen Hersbruck zumindest noch einen Zähler. Zufrieden war Spielertrainer Hannes Decher trotzdem nicht: "Wir waren zu naiv. Viermal alleine vor dem Tor und einen Elfmeter verschossen. Ein Punkt ist eigentlich zu wenig, für den Aufwand, den wir betrieben haben." Respekt zollt er dem kommenden Gegner für den letzten Auftritt: "Wenn man ein 0:2 dreht, dann zeigt das die Charakterstärke. Sie sind eine kämpferische Mannschaft, mal schauen, was daraus wird. Wir müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten und gehen voll auf Sieg", so Decher.Ottensoos Coach Matthias Schiller weilt derzeit im Urlaub und hat den famosen Sieg seiner Truppe aus der Ferne betrachtet: "Die drei Punkte sind Weltklasse. Nach einem 0:2 und einer Roten Karte so zurückzukommen, da bin ich schon sehr stolz. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Teamgeist, Willen und Charakter." Schiller hofft, dass der Sieg Kräfte freisetzt, um beim TV 48 Erlangen etwas mitzunehmen. "Wir wollen versuchen etwas mitzunehmen, um dann beruhigt in das Derby gegen Hersbruck gehen zu können. Der TV hat gute Einzelspieler, es wird eine enge Kiste in der Kleinigkeiten entscheiden", ist sich der Coach sicher.

Gutenstetten-Coach Daniel Tarone musste den Nervenkrimi seiner Mannschaft in Kalchreuth aus dem Urlaub verfolgen. "Ich habe mir das Spiel im Internet angeschaut und war verärgert. Wir haben das Spiel in Überzahl aus der Hand gegeben und um ein Gegentor gebettelt. Erst der Ärger und dann noch die Freude über den späten Siegtreffer. Es war sehr anstrengend", so Tarone. Aus den ersten beiden Spielen konnte der SVG die volle Punktzahl mitnehmen. Nun steigt das "Topspiel" gegen Veitsbronn, die mal eben Türkspor/Cagrispor in die Schranken weisen konnten. "Sie haben ein Ausrufezeichen gesetzt. Sie sind unangenehm zu spielen und werden wie schon in der letzten Saison oben dabei bleiben. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wir spielen zu Hause, wollen dominant auftreten und ein gutes Resultat machen", sagt der Trainer. Einen Sahne-Tag erwischte Veitsbronn beim 6:1-Heimsieg gegen den Aufstiegsfavoriten Türkspor/Cagrispor. "Es war ein sensationeller Tag, das wird schwierig, nochmal zu toppen", so ASV-Coach Alexander Rambau rückblickend. "Für uns ist das ein sensationeller Tag. Es wäre auch möglich gewesen, mit null Punkten dazustehen. So können wir mit breiter Brust rüberfahren." In Gutenstetten treffen sie auf die nächsten Favoriten. Seine Jungs will er bis dahin wieder zurückgeholt haben: "Wir müssen wieder auf den Boden zurück. Es wird kein Selbstläufer und wir brauchen schon eine ähnliche Leistung, um dort etwas mitnehmen zu können", ist sich Rambau sicher.

Nach dem 1:1 in Hagenbüchach musste sich der ASV Weisendorf mit einem Punkt begnügen. "Das ist eigentlich zu wenig. Wir haben es versäumt, frühzeitig das Spiel zu entscheiden. Wir waren beim letzten Pass zu unkonzentriert und haben den Gegner am Leben gehalten", so Coach Bernd Fuchsbauer. Im Derby gegen Adelsdorf soll seine Mannschaft wieder anders auftreten. "Wir müssen eine konzentrierte Leistung auf den Platz bringen und wollen den Derbysieg", sagt Fuchsbauer deutlich. "Es werden keine 90 Prozent reichen, wir müssen noch ein paar Prozent draufpacken." Den Aufsteiger schätzt er stark ein: "Sie haben eine gute Mannschaft und sind kein gefühlter Aufsteiger. Sie sind klar durch die Kreisliga durchmarschiert." Trotzdem will der ASV-Coach den ersten Saisonsieg. "Wir wollen so schnell wie möglich den ersten Dreier eintüten." Der SC Adelsdorf konnte hingegen schon gewinnen. Gegen Burgfarrnbach hieß es am Ende 2:1 für die Weiler-Elf. "Die erste Halbzeit war richtig gut, wir hatten 70-80 Prozent Ballbesitz, haben aber zu wenig daraus gemacht. Wir müssen das 2:0 und das 3:0 machen dann wird es ruhiger. Es ist noch viel Luft nach oben, aber Ziel waren die drei Punkte und das haben wir geschafft", so Trainer Denis Weiler. Einen Favoriten im Duell gegen Weisendorf sieht er nicht: "Es ist alles offen. Weisendorf hat eine starke Mannschaft, sie gehören ins obere Drittel. Ich sehe uns auf Augenhöhe, es ist Derby und klar, dass wir die drei Punkte holen wollen."

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