Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Hoffmann: "Es war ein guter Einstand für mich"

Landesliga Nordost

Die SpVgg Jahn Forchheim dreht das Spiel gegen Selb in Unterzahl, Neuzugang Patrick Hoffmann erzielt beim 2:1-Erfolg den Siegtreffer. Die Folge: Rang sechs für den Absteiger.

Patrick Hoffmann (mitte) präsentierte sich bei seinem Debüt einsatzbereit.

 / © Edgar Pfrogner

„Wenn er uns zu seinem Geburtstag und zum Einstieg drei Tore und zwei Vorlagen schenkt, sind wir sehr zufrieden“, scherzte Abteilungsleiter Uwe Schüttinger noch kurz vor dem Spiel über seinen Neuzugang Patrick Hoffmann, der nach nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten in der Startaufstellung stand und das in ihn gesetzte Vertrauen auch rechtfertigte.

Auch wenn Hofmann die Vorgaben Schüttingers nicht komplett umsetzte, der Funktionär dürfte mit dem Auftritt Hoffmanns dennoch zufrieden sein, ebenso wie sein Trainer Christian Springer: „Seine Leistung, die er in den gesamten 90 Minuten gebracht hat, hat er mit dem Tor auf den Punkt gebracht. Wir möchten, dass er da vorne der aggressive Leader ist, dass er für mehr Durchschlagskraft sorgt. Dass er das kann, hat er nicht nun mit seinem Tor auch bewiesen“, lobte Springer den Auftritt des Neuzugangs von Don Bosco Bamberg.

„Es war ein guter Einstand für mich. Der Wechsel fiel mir schwer, aber es war die richtige Entscheidung. Hier kann ich mit meinen Kumpels spielen. Heute Abend wird bei mir gemeinsam gefeiert“, freute sich Hoffmann nach dem Sieg.

Fehler des Torhüters

Nach diesem hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Es war aus Sicht des Jahn eine erste Halbzeit, bei der alles schief ging, was nur schief gehen konnte. Zunächst passierte ausgerechnet dem Spieler, der bisher eine überragende Saison spielt, ein Lapsus, der prompt zum 0:1 führte. Torhüter Axel Hofmann stoppte einen Rückpass zunächst, anstatt ihn wegzuschlagen. Sein Klärungsversuch wurde von Daniel Sedlacek geblockt und die Kugel trudelte über die Linie. Hofmann machte dieses Missgeschick aber später, speziell in der Schlussphase mehrere Male wieder wett. Wenige Minuten nach dem 0:1 folgte der nächste Tiefschlag. Nach einem Zweikampf blieb Philipp Nagengast verletzt am Boden liegen und wurde durch Fabian Hofmann ersetzt. Die Verletzung von Nagengast scheint nach ersten Informationen aber nicht schwerer zu sein.

Der vermeintlich endgültige Nackenschlag folgte sechs Minuten vor der Pause. Fabian Hofmann wurde recht grob von den Beinen geholt, es entstanden Turbulenzen, plötzlich lagen wenige Meter entfernt Drazen Misic und ein Gästespieler am Boden und hielten sich am Kopf. Der eigentlich für die andere Spielhälfte zuständige Schiedsrichterassistent will eine Tätlichkeit des bis dahin auffälligsten Forchheimers gesehen haben. Misic flog vom Platz, die Aktion wurde als Tätlichkeit gewertet. Da der junge Flügelspieler ein Wiederholungstäter ist, droht eine mehrwöchige Sperre.

„Ich habe den Spielern in der Pause gesagt, dass es mit der richtigen taktischen Ausrichtung kein Weltuntergang ist, wenn man ein Mann weniger ist, das kann man ablaufen. Solange es 0:1 steht, ist man mit einem Tor wieder im Spiel, daran sollen sie sich orientieren“, berichtete Springer über seine Pausenansprache. Seine Schützlinge hatten anscheinend gut zugehört. Von der numerischen Unterlegenheit war bis in die Schlussphase, in der die Kräfte nachließen nichts zu spüren.

Mit dem Kopf verlängert

„Da haben wir wieder eine richtige Mannschaft“, freute sich ein Fan an der Seitenlinie über das Engagement auf dem Platz. Die Belohnung folgte auf dem Fuß. Zunächst leitete Patrick Hoffmann eine Flanke per Kopf weiter, über Johannes Petschner kam der Ball zu Christian Städtler, der aus wenigen Metern zum Ausgleich traf. Die Gäste, die den Sieg anscheinend bereits in der Halbzeitpause abgehakt hatten, zeigten sich beeindruckt, denn Jahn Forchheim setzte nach. Einen 20-Meter-Freistoß von Nuyan Karsak konnte Sourek im Tor der Selber nur abklatschen, Patrick Hoffmann rauschte heran und jagte den Ball aus wenigen Metern mit Brachialgewalt zum 2:1 in die Maschen des Gästegehäuses. Die Schlussoffensive der Gäste überstanden die Hausherren mit etwas Glück und einigen Hofmann-Paraden.

Mehr zum Thema