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ASV Vach: Elf Zauberer sind nicht genug

Landesliga Nordost

Daniel Uttinger ist zum ASV Vach zurückgekehrt. In der Landesliga hilft der Kapitän mit, eine neue Mannschaft zu formen. Einfach ist das nicht. Dazu gibt es nach dem Spiel gegen Erlangen-Bruck eine weitere Hiobsbotschaft zu verdauen, denn Christopher Uwadia hat sich schwer verletzt.

"Wir hätten noch bis morgen spielen können, ohne ein Tor zu erzielen": Daniel Uttinger (links) ist mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Bruck nicht zufrieden.

Jeder, sagt Daniel Uttinger, kennt ihn hier. "Für mich war es, als wäre ich gar nicht weg gewesen. Die Leute haben sich alle gefreut, dass ich zurückgekommen bin. Das tut einfach gut". Dabei war er weg, drei abenteuerliche Jahre lang, in denen der ASV in die Bayernliga aufgestiegen und anschließend bitterböse wieder abgestiegen war.

"Ich war in Forchheim, wir sind auch in die Landesliga abgestiegen. Danach habe ich gesagt, dass ich wieder nach Fürth möchte." Der 24-Jährige ist Ur-Fürther, wohnt hier, fühlt sich hier zu Hause. "Ich wollte in ein vertrautes Umfeld zurück." Dass er am Sportplatz in Mannhof willkommen sein würde, wusste er auch. "Ich war mit dem Vorsitzenden Thomas Liegat und den Verantwortlichen hier immer in Kontakt, sie wollten mich zurück." Zunächst aber blieb der Defensivspieler für zwei Landesliga-Runden beim TSV Buch, ehe es ihn für eine Saison in die Bayernliga nach Forchheim zog. Dort arbeitet er auch weiterhin als Automobilverkäufer. Sportlich ist Uttinger nun zurück in Vach und übernimmt als Kapitän einer neu formierten Mannschaft direkt Verantwortung.

"Trainer und Vorstand haben entschieden, dass ich Kapitän bin. Ich habe hier fünf Jahre lang gespielt, kenne den Verein. Wir haben 14 Neuzugänge. Das ist eigentlich eine neue Mannschaft." Das sei "extrem schwierig". Zwar passe es menschlich, die Mannschaftsabende machen Spaß. "Jeder kann mit jedem." Auf dem Platz allerdings muss erst zusammenwachsen, was irgendwann vielleicht wieder erfolgreich zusammenspielen soll.

"Aktuell finden wir nicht zueinander"

"Das Mannschaftsgefüge ist mir sehr wichtig, doch es passt noch nicht. Aktuell finden wir nicht zueinander." Urlaubsbedingt fallen immer wieder Spieler aus, wie überall im Amateurfußball in dieser Zeit. "Doch es fehlt auch die Mentalität bei den einzelnen Spielern", sagt Uttinger. "Es ist eben Mannschaftssport. Man muss auch Bock haben, mit den anderen zu spielen. Es harmoniert noch nicht." Bis wann das besser wird, da ist sich der Kapitän nicht sicher, "bis zur Winterpause", vielleicht auch darüber hinaus. Vom Kader an sich ist Uttinger überzeugt. "Betrachtet man die Spielen individuell, können wir um die oberen Plätze mitspielen. Doch es geht nicht um die einzelnen Spieler. Es können elf Zauberer auf dem Feld sein, und das bringt noch nichts." Das Ziel sei dennoch, "in die obere Tabellenhälfte zu kommen". Mit dem Abstiegskampf will der ASV nichts zu tun haben, "damit wir befreit aufspielen können". Aktuell ist das eher nicht der Fall. Das 0:0 im Derby am Sonntag gegen den FSV Erlangen-Bruck hat das erneut gezeigt.

"Keine Mannschaft hätte verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen", sagt Uttinger. "Das 0:0 ist gerecht. Wir hätten noch bis morgen spielen können, ohne ein Tor zu erzielen." Was den Vacher Angriff betrifft, hat der Kapitän wohl recht. Offensiv gelang dem ASV nichts. Auf der Gegenseite hatten die Brucker zwar eine Handvoll gute Chancen, aber nutzten diese nicht. Und wer keine Tore macht, der hat eben auch keinen Sieg verdient.

Nötig gehabt hätten die Vacher drei Punkte hingegen schon. Es wäre nach dem 1:0 in Baiersdorf das zweite Sieg in Folge gewesen. "Dann wären wir vielleicht in einen Flow gekommen", sagt Uttinger. "Und wenn man Erfolg hat, kommt auch der Spaß. Ohne Erfolg ist es immer schwieriger." So sind es neun Punkte aus sieben Spielen, der Bayernliga-Absteiger ist Tabellendreizehnter. Und nun steht für Uttinger auch noch das Wiedersehen mit Jahn Forchheim an. Dort kennt man ihn sicher auch noch.

Vach ist nach Uwadia-Schock auf Spielersuche

Nicht mithelfen kann beim ASV Vach in den nächsten Monaten Christopher Uwadia. Der Verteidiger hat sich gegen Bruck einen Riss der Achillessehne zugezogen. Diese Verletzung hatte der 23-Jährige schon einmal zuvor in seiner Karriere. Wie Vachs Trainer Norbert Nein ankündigte, wird deswegen der ASV nochmal auf dem Transfermarkt tätig.

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