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Engelhardt: "Offensiv mit das Beste, was die Liga zu bieten hat"

Vorschau Bezirksliga Süd 5. Spieltag, Wochenende

In Dombühl kommt es zum Aufsteigerduell mit Raitersaich, beim SVR wird Spielertrainer Kusnyarik aber fehlen. Roth hofft in Dittenheim auf den Hufmann-Effekt. Schlusslicht Herrieden muss gegen einen selbtbewussten FC Wendelstein ran.

Markus Engelhardt trifft mit Dombühl auf Raitersaich.

 / © Oßwald

In der Vorwoche war der TSV Freystadt bei der 0:3-Niederlage beim starken Aufsteiger SV Raitersaich chancenlos und verlor zudem noch die Tabellenführung. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen kann das Team von Marco Christ aber durchaus zufrieden sein. "Das wird ein ganz dicker Brocken für uns. Sie sind mit sechs Punkten und 8:1 Toren aus zwei Spielen sehr gut gestartet. Aber auch wir haben aus unseren beiden Heimspielen sechs Punkte geholt und wollen wieder einen Dreier erzielen. Es wird die Tagesform über den Ausgang des Spiels entscheiden." Nur zweimal durfte der ESV Ansbach Eyb bisher in dieser Saison antreten. Beide Partien wurden allerdings gewonnen. Auch in der Oberpfalz sieht Trainer Jörg Müller sein Team nicht chancenlos: "In unserem ersten Auswärtsspiel der Saison wollen wir gegen eine gut organisierte und kompakte Freystädter Mannschaft mit der gleichen Einstellung wie gegen Dittenheim bestehen". Wieder dabei ist Michael Kreißelmeier. Tobias Wachmeier ist noch im Urlaub und Walid Ibrahim verletzt (Bänderdehnung im Knie).

Das Unentschieden für den ASV Zirndorf beim Kirchweih-Spiel gegen den TSV 1860 Weißenburg war wegen der beiden grundverschiedenen Halbzeiten insgesamt verdient. Allerdings musste Markus Schmitt bereits nach 25 Minuten verletzt vom Platz und kann gegen Marienstein nicht auflaufen. Fehlen werden auch die beiden Offensivkräfte Fabian Krapfenbauer und Christoph Vornehm wegen Urlaub. ASV-Trainer Martin Hermann kennt das Team aus Oberbayern aus der letzten Saison: "Wir haben gegen Marienstein einmal gewonnen und einmal verloren, und ich erwarte aufgrund der Ausfälle in der Offensive wieder ein schweres Spiel für uns." Das Team von SVM-Trainer Stephan Zengerle muss die 0:6-Klatsche aus der Vorwoche gegen den starken Aufsteiger aus Wendelstein noch verdauen. Besonders in der zweiten Halbzeit ließ das Team seine Bezirksliga-Tauglichkeit vermissen. Mit einer verstärkten zweiten Mannschaft ist der SVM unter der Woche gegen die SpVgg Roth im Pokal nach Elfmeterschießen ausgeschieden. Zengerle erinnert sich gerne noch an die letzte Saison: “Gegen Zirndorf haben wir nach einem schlechten Start die Wende geschafft. Ich hoffe, dass wir mit einem Sieg wieder in die Spur kommen. Ich erwarte ein intensives Spiel, und dass wir an die Leistungen von Deutenbach und Greding anknüpfen. In der Abwehr müssen wir stabiler auftreten, und in der Offensive müssen wir wieder effizienter werden.”

Nach einer schwachen ersten Halbzeit in Zirndorf steigerte sich das Team von TSV-Trainer Markus Vierke und holte noch einen verdienten Punkt in der Fremde. Unter der Woche ist der TSV im Kreispokal beim Kreisligisten SV Cronheim nach einer 1:3-Niederlage ausgeschieden. TSV-Trainer Vierke kennt den SV Ornbau sehr gut: "Es wird ein Duell gegen gute alte Bekannte sein. Mein Co-Trainer Michael Seitz und ich kennen den Gegner aus unserer aktiven Zeit in Ornbau. Die Punkte würden uns sicherlich gut tun, doch müssen wir vor allem ihre Leistungsträger in den Griff bekommen. Gerne würden wir mit einem Sieg dann noch auf die Kirchweih gehen." Die Mannschaft wird ähnlich wie in Zirndorf auflaufen, es fehlen insgesamt nur wenige Urlauber und Verletzte. Der SV Ornbau holte seinen ersten Punkt in der Vorwoche beim 0:0 gegen die TSG Roth. Platz 14 in der Tabelle dürfte nicht den Anforderungen des etablierten Bezirksliga-Teams entsprechen. Allerdings werden die Trauben beim Vizemeister der letzten Saison hoch hängen. "Weißenburg ist für mich immer noch ein Meisterschaftsfavorit, weil sie einen qualitativ guten Kader, auch in der Breite, haben. Deshalb wird es sehr schwer für uns, in Weißenburg zu punkten, und außerdem sind sie durch die Kirchweih hoch motiviert. Wir werden uns besonders auf die Defensive konzentrieren und unsere Torchancen besser verwerten. Wir sind ein Team, das vom Mannschaftsgeist lebt und erhoffen uns mindestens einen Punkt zu erkämpfen," sagt Marco Meier. Im Kader werden einige Spieler ausfallen, aber auch einige wieder vom Urlaub oder von Verletzungen zurückkommen. 

Nach der Auftaktniederlage in Greding hat sich der FC Wendelstein gefangen und sich nach starken Leistungen bis auf den dritten Platz in der Tabelle vorgearbeitet. Besonders ansprechend war die Leistung in der Vorwoche gegen den etablierten Bezirksligisten SV Marienstein. In der zweiten Halbzeit spielte das Team wie im Rausch, und der Gegner war mit sechs Toren noch gut bedient. Trainer Andreas Speer drückt aber auf die Euphoriebremse. "Wir haben gegen Marienstein ordentlich gespielt und werden das 6:0 richtig einordnen. Mit drei Siegen in Folge im Pokal und der Liga haben wir einen guten Lauf. Wir können am Ende eines jeden Spiels noch zulegen und sind dann immer noch für ein Tor gut." Speer hat den Gegner bei seiner Partie gegen Dombühl beobachtet: "In der ersten Halbzeit haben sie richtig stark gespielt, sind aber dann nach der Pause eingebrochen. Wir werden Herrieden nicht unterschätzen, da sie in der letzten Saison den vierten Platz belegt haben." André Doffin steht nach seinem Urlaub wieder zur Verfügung, und Mirsad Behdjeti hat im Pokalspiel gegen Rednitzhembach seine Wichtigkeit für die Mannschaft bestätigt. Jonas Hammel steht mit einer muskulären Verletzung auf der Kippe. Das Schlusslicht der Liga wartet immer noch auf seinen ersten Punktgewinn. Die angespannte Personalsituation bei der SG Herrieden wird sich wohl erst in den nächsten Wochen entspannen. Tom Plohmer und Tobias Fischer konnten gegen Greding wieder auflaufen. Fischer hat sich allerdings am Daumen verletzt und sein Einsatz am Samstag ist fraglich. Auch der Einsatz von Christian Chalupnik und Andre Vogelhuber steht auf der Kippe. Gegen Greding war Thomas Seibold mit der ersten Halbzeit zufrieden, doch nach einer Stunde schwanden bei einigen die Kräfte und der Gegner übernahm das Spiel. "Wir waren im Aufbauspiel zu fahrlässig und haben den Gegner durch Ballverluste in der Vorwärtsbewegung zu Kontern eingeladen," bemängelte der SGH-Coach

Nach der knappen Niederlage beim starken Aufsteiger Hilpoltstein darf der STV Deutenbach wieder auf dem Weihersberg antreten. Gegen den Absteiger aus der Landesliga dürfte die Aufgabe für das Team von Trainer Arno Zeilmann nicht einfacher werden. "Nach der Niederlage in Hilpoltstein wollen wir das Ergebnis wieder positiv gestalten. In der Vergangenheit haben wir gegen das starke Team aus Aufkirchen nicht gepunktet. Der Kader der Mannschaft hat sich in den letzten Jahren nicht großartig verändert, doch wollen wir trotzdem drei Punkte holen. Es wird ein sehr schwieriges Spiel, doch werden wir versuchen dagegenzuhalten." Am Deutenbacher Kader wird es gegenüber der Vorwoche keine großen Veränderungen geben. Mit breiter Brust können die Gäste aus Aufkirchen nach Deutenbach fahren. Nach einem souveränen 3:1-Sieg gegen den starken Aufsteiger FC Dombühl folgte unter der Woche ein 1:0-Sieg im Kreispokal gegen den SV Arberg. Eine stark verjüngte Mannschaft hat den Erfolg eingefahren, doch gegen Deutenbach werden wieder einige erfahrene Spieler auflaufen. SCA-Coach Josef Pelczer hat Respekt vor dem Gegner: "Deutenbach ist eine starke Mannschaft mit vielen routinierten Spielern. Sie sind sehr zweikampfstark und besonders im Strafraum schwer zu verteidigen." Mit Martin Belzner und Tim Weigl haben sich noch zwei Spieler verletzt, welche nicht zum Einsatz kommen. 

Beim ESV Ansbach/Eyb gab es für den FV Dittenheim in der Vorwoche nichts zu holen. Sechs Punkte aus den ersten vier Spielen sind allerdings keine schlechte Ausbeute. Personell wird es keine großen Veränderungen geben: ”Die Langzeitverletzten stehen mir noch nicht zur Verfügung. Wir werden Roth nicht unterschätzen, doch wollen wir zu Hause wieder drei Punkte holen. Die TSG steht fast schon mit dem Rücken zur Wand und ist deshalb ein gefährlicher Gegner,” warnt FVD-Trainer Martin Huber. Den ersten Punkt der Saison erzielte die TSG Roth in der Vorwoche beim 0:0 Unentschieden gegen den SV Ornbau. Toni Hufmann hat in dieser Woche das Training übernommen, und mit dem neuen Trainer erhofft man sich bei der TSG Roth einen Motivationsschub. "Toni wird sich in dieser Woche ein Bild von der Mannschaft machen und seine Prioritäten setzen. Es sind noch einige offene Baustellen abzuarbeiten. Für uns wird es ein sehr schweres Spiel, da Dittenheim nach meiner Meinung vorne mitspielen wird," sagt der sportliche Leiter Martin Bittl. Im Kader wird es gegenüber der Vorwoche keine großen Veränderungen geben.

Für den starken Aufsteiger setzte es in der Vorwoche gegen den Landesliga-Absteiger SC Aufkirchen die erste Niederlage nach zwei souveränen Siegen. Trainer Markus Engelhardt zieht nach dem Spiel folgende Bilanz: ”Aufkirchen hat seine Stärke demonstriert und gezeigt, dass sie in die Spitzengruppe gehören. Der Sieg war letztendlich verdient, trotzdem war ich mit der Leistung meiner Mannschaft nicht unzufrieden. Mit mehr Erfahrung und mit dem nötigen Matchglück war ein Punkt im Bereich des Möglichen. Wir hatten die Chance auf das 2:0, auch der Ausgleich kurz vor Schluss war möglich.” Im Duell der beiden Aufsteiger ist ein interessantes Spiel mit vielen Toren zu erwarten. Respekt hat Engelhardt vor der Offensive: ”Die Qualität von Raitersaich war schon in den Relegationsspielen zu sehen. Ihre Offensive ist mit das Beste, was die BZL zu bieten hat. Mit Florian Müller und vor allem ihrem Spielertrainer Dietmar Kusnyarik stellen sie die Toptorjäger der Liga. Kusnyarik ist zudem auch ein Vorlagengeber, der seine Mitspieler einzusetzen weiß. Vor allem seine schnellen Außen setzt er gekonnt in Szene. Das müssen wir versuchen, zu kontrollieren.” Personell fällt Pascal Killian wegen Urlaub und Kevin Dürr wegen Verletzung aus dem Kader gegen Aufkirchen aus. Mit Markus Warkentin, Batuhan Hanedar und Lukas Mitlacher werden junge Spieler ihre Chance bekommen, in der Bezirksliga Erfahrung zu sammeln. Raitersaich hat die Niederlage in Dittenheim gut weggesteckt und besiegte in der Vorwoche auf eigenem Platz den Tabellenführer TSV Freystadt souverän mit 3:0. Allerdings - das wird im Dombühler Lager wohl mit Interesse zur Kenntnis genommen werden - muss der SVR auf Trainer Dietmar Kusnyarik verzichten, der am Wochenende im Urlaub ist. Ansonsten sind alle Mann an Bord, da auch Patrick Luger wieder in den Kader zurückkehrt. "Wir haben uns schon ein schönes Punktepolster aufgebaut und wollen auch in Dombühl selbstbewusst auftreten," gibt sich Kusnyarik siegessicher.

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