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Stetten will auch gegen TSCS bestehen: "Es wird sicher ein hitziges Spiel"

Vorschau Bezirksliga Nord 6. Spieltag

Die Spitzengruppe ist am Wochenende unter sich. Der SV Gutenstetten reist am Sonntag zum Topspiel an die Deutschherrnwiese nach Nürnberg, wo Verfolger Türkspor/Cagrispor auf den Tabellenführer wartet. Der SV Buckenhofen hat zeitgleich den FC Hersbruck zu Gast, während der ASV Veitsbronn die SpVgg Hüttenbach empfängt. Der SV Tennenlohe hofft gegen den ASV Weisendorf auf einige Rückkehrer und auf die ersten Punkte. Außerdem kommt es beim SV Hagenbüchach zum Keller- und Aufsteigerduell mit dem FC Ottensoos. Bereits am Samstag treffen der FC Kalchreuth und die SpVgg Erlangen aufeinander, vorerst das letzte Spiel für FCK-Trainer Joao Oliviera

Der SV Gutenstetten reist als Tabellenführer zum Topspiel an die Deutschherrnwiese.

 / © Wittmann

Der Spieltag wird am Samstag in Kalchreuth eröffnet, wo Coach Joao Oliveira in diesem Kalenderjahr das letzte Mal auf der Trainerbank der Alm-Kicker sitzen wird. Der Trainer wird die nächsten paar Monate beruflich in den USA verbringen. Gerne würde er sein Team nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage noch einmal siegen sehen: "Ich hoffe auf drei Punkte, aber nicht für mich als Geschenk. Es geht nicht um mich, sondern um die Mannschaft", stellt Oliveira klar. "Wir wollen einfach so weitermachen und nach vorne noch schneller spielen und konsequenter vor dem Tor agieren." Für den FCK-Coach ist die "Spieli" ein unangenehmer Gegner: "Das hat man schon letztes Jahr gesehen, wir haben uns extrem schwer getan. Der Trainer weiß was Sache ist und sie machen es taktisch sehr gut. Es wird ein schwieriges Spiel", ist er sich sicher. Dass es für die nächsten paar Monate sein letztes Spiel an der Seitenlinie sein wird, kann Oliveira noch nicht so recht glauben: "Es wird mir schon fehlen, es sind geile Jungs und ein geiles Umfeld." Sein Team wird sicher alles versuchen, um ihren Coach gebührend zu verabschieden. Die "Spieli" verlor zuletzt gegen Adelsdorf verdientermaßen mit 1:2. Leistungsträger Tim Basener findet klare Worte: "Wir spielen aktuell nicht konstant und verschlafen oft die erste Halbzeit." Basener sieht die Gründe auch darin, dass doch der ein oder andere Stammspieler urlaubsbedingt ausfällt, will darin aber keine Ausreden gelten lassen. Er fordert Punkte, um oben dabei zu bleiben: "Jeder kann jeden schlagen. Wir müssen immer Gas geben und wollen auch am Samstag die drei Punkte entführen. Wir müssen punkten um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren", so Basener.

Einen sehr guten Start haben die Jungs von Helmut Wolff erwischt. Die "Buckis" stehen mit zwölf Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Spektakel bot sein Team in Ottensoos, wo man kurz vor dem Ende einen Rückstand noch in einen 4:3-Sieg ummünzte. Für den Trainer war dies etwas zu viel: "Es war sehr nervenaufreibend", so Wolff, der am Ende freilich froh über die drei Punkte war. Gerne hätte Buckenhofen das Spiel auf Samstag verlegt, da Coach Helmut Wolff am Samstag 50 wird und dies am Abend mit der Mannschaft feiert. Hersbruck war jedoch nicht einverstanden, so dass es nun beim Sonntag bleibt. "Die Jungs haben gesagt: 'Dann feiern wir eben zweimal'. Erst am Samstagabend und dann am Sonntag nach dem Spiel", so Wolff lächelnd, der sicher nichts dagegen hätte. Hersbruck schätzt er stark ein: "Sie sind noch ungeschlagen. Ich denke, sie liegen uns etwas mehr, weil sie auch guten Fußball spielen." Es wird spannend, ob seine Jungs ihm den Sieg zum runden Geburtstag schenken können. Hersbruck hat bei TSCS ein 2:2 erreicht. Coach Stefan Erhardt zeigte sich zufrieden: "Der Punkt ist insgesamt verdient, damit können wir zufrieden sein." Erhardt muss zur Zeit auf sehr viele Urlauber verzichten, dennoch will er das Spiel in Buckenhofen "so erfolgreich wie möglich gestalten. Wir wollen weiter marschieren und dort gewinnen", so Erhardt selbstbewusst, der aber auch um die Stärke der Heimelf weiß: "Sie haben keine echte Schwachstelle. Sie haben einen guten Trainer, der da Struktur reingebracht hat."

Das Topspiel steigt an der Deutschherrnwiese, die ab Sonntag wieder in türkischer Hand ist. TSCS empfängt den Tabellenführer. Für Abteilungsleiter Fatih Köseoglu kommt der "Favorit der Liga zu uns. Wir sind noch nicht konstant genug, müssen an unsere Grenzen gehen und so wenig Schwächen wie möglich zeigen. 100 Prozent werden an diesem Tag vielleicht nicht reichen, wir brauchen 110 oder 120 Prozent", so der Abteilungsleiter, der sich durchaus Chancen ausrechnet. Auch Coach Jasmin Halicic ist voll des Loben über den Gegner: "Sie haben den in der breite stärksten Kader, der auch mal Ausfälle kompensieren kann. Wir geben die Favoritenrolle in diesem Spiel gerne ab, werden aber sicher unser Bestes geben", sagt Halicic, der es schwierig findet, die Urlaubszeit zu kompensieren: "Damit tun wir uns schwer, deshalb müssen wir noch mehr über uns hinauswachsen." Gutenstetten steht nach fünf Spieltagen ganz oben an der Tabelle. Wenn es nach Coach Daniel Tarone geht, soll dies auch so bleiben: "Wir wollen die Tabellenführung verteidigen", sagt der Trainer klar, wohl wissend was für eine schwierige Aufgabe am Sonntag wartet: "Wir müssen eine Topleistung bringen und gut verteidigen. Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und dann brauchen wir uns vor niemanden zu verstecken. Es wird eine der schwierigsten Aufgaben, wir haben viel Respekt aber keine Angst. Es wird sicher ein hitziges Spiel, indem wir viel Leidenschaft und Willen auf den Platz bringen müssen", so der SVG-Coach.

Am vergangenen Wochenende erwischte es den ASV Veitsbronn das erste Mal. Nach dem 2:4 in Weisendorf stand die erste Niederlage zu Buche. Trainer Alexander Rambau hatte dies während des Spiels kommen sehen: "Das war schlecht von unserer Seite und nach dem 2:0 habe ich es auch kommen sehen. Wir sind immer schlechter geworden, mit dem Ergebnis sind wir noch gut bedient", sagt Rambau, der auf seine komplette Viererkette verzichten musste. Personell sieht es für das kommende Wochenende etwas besser aus. Bei Rick Bolz ist es zum Glück nicht so schlimm wie befürchtet, der Abwehrmann hat sich den Wirbel angeknackst, wird natürlich aber erst einmal fehlen. Rambau fordert gegen Hüttenbach ein anderes Auftreten: "Sie sind wir wir unangenehm und eklig zu bespielen. Ich hoffe nach der schlechten Leistung von Weisendorf auf eine Trotzreaktion." Hüttenbach verlor das letzte Spiel gegen Kalchreuth mit 1:2. In Veitsbronn kann Coach Kevin Trauner aber wieder auf zahlreiche Spieler zurückgreifen. "Wir waren zuletzt spielertechnisch eingeschränkt und können nun wieder aus dem vollen Schöpfen, das ist sehr gut", so Co-Spielertrainer Basti Leikam. In Veitsbronn soll das Team "gut mit der Offensivstärke umgehen und die ASV-Defensive knacken." Der erfahrene Spieler fühlt sich in Hüttenbach sehr wohl und freut sich auf die kommenden Wochen: "Es ist eine schöne, reizvolle Aufgabe. Die Truppe hat einen super Zusammenhalt und einen guten Charakter, das hatte ich bisher so eher selten in Mannschaften. Ich will meine Erfahrung weitergeben und Erfahrung sammeln", so Leikam, dem die enge Zusammenarbeit mit Coach und Kumpel Kevin Trauner sehr viel Spaß macht. In Veitsbronn sollen nun die nächsten Punkte eingefahren werden.

Der SV Hagenbüchach konnte sich beim TV 48 Erlangen belohnen und nach einer Aufholjagd noch einen Zähler mit nach Hause nehmen. "Wir haben Moral gezeigt und Mut bewiesen, nachdem wir bei den Gegentoren geschlafen haben", erklärt Trainer Taner Koc. Im Aufsteigerduell bekommen es seine Jungs jetzt mit Ottensoos zu tun. "Bei ihnen ist auch immer einiges los. Sie haben ein eingespieltes Team und einen guten Trainer. Das wird ein interessanter Vergleich, in dem ich hoffe, dass meine Jungs sich für ihr Engagement mal belohnen", so der Coach. Hängende Köpfe gab es bei Ottensoos nach der 3:4-Pleite im Krimi gegen Buckenhofen: "Der Frust saß tief", sagt Coach Matthias Schiller ehrlich. Mittlerweile ist das Spiel abgehakt und es wird sich auf Hagenbüchach konzentriert. Für den Coach ist dies ein "sehr, sehr wichtiges Spiel. Es ist ein Gegner, der mit uns um den Klassenerhalt spielt. In den kommenden Wochen kommen dann die richtig schwierigen Gegner." Schiller erwartet ein interessantes Spiel, indem seine Mannschaft hinten gut agieren soll. "Wir werden diesmal etwas mehr auf unsere Defensive schauen. Sie sind nach vorne auch gefährlich, trotzdem versuchen wir drei Punkte mitzunehmen. Jeder Punkt zählt", so der FCO-Trainer.

Nach fünf Spieltagen steht der Aufsteiger Tennenlohe noch ohne Zähler da. Für Spielleiter Dominik Nagel kein Grund zur Besorgnis: "Einige Urlauber sind nun wieder zurück und wir hoffen, dass der Kader wieder breiter aufgestellt ist." Mit Weisendorf wartet ein guter Gegner. Nagel hofft auf eine stabile Defensive. "Wenn wir es hinten mal schaffen, keine drei Gegentore zu bekommen, dann werden wir im Angriff sicher unsere Chancen bekommen", ist er sich sicher. "Es wird der sechste Anlauf für die ersten Punkte." Der ASV Weisendorf konnte im letzten Heimspiel gegen Veitsbronn beim 4:2 den ersehnten ersten Saisonsieg einfahren. Jetzt möchte die Fuchsbauer-Elf den positiven Trend mitnehmen und auch bei Aufsteiger Tennenlohe punkten. 

"Das war ordentlich. Einzig die Chancenverwertung muss man bemängeln", sagte Coach Denis Weiler nach dem 2:1-Erfolg bei der "Spieli". Der Spielertrainer sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. "Wir haben spielerisch bisher alle Spiele ordentlich absolviert. Zeitweise war immer mal wieder ein Bruch drin, daran müssen wir arbeiten. Bei der Punkteausbeute wäre schon noch mehr drin gewesen", trauert Weiler dem ein oder anderen Zähler nach. Gegen den TV 48 Erlangen soll der nächste Heimsieg her: "Ich denke, es wird ein offenes Spiel. Sie haben richtig Offensivpower, aber in der Defensive Defizite. Wir wollen unser Spiel durchdrücken und die drei Punkte zu Hause behalten", so Weiler. Dem TV 48 reichte gegen Hagenbüchach eine Führung nicht aus, am Ende hieß es nur 3:3. Damit man nicht wieder unten in der Tabelle festsitzt, soll in Adelsdorf gepunktet werden.

Vorletzter Platz, drei Punkte auf dem Konto. Den Start hat man sich in Lauf sicher anders vorgestellt. Coach Aleksandar Abutovic ist sichtlich froh, dass er bis auf ein, zwei Mann endlich wieder aus dem vollen Schöpfen kann. "Ich habe 19 Spieler im Kader, das ist wunderschön und ich bin optimistisch für das Wochenende", so der Trainer voller Vorfreude, der die aktuelle Situation auf keinen Fall schön reden will. Er ist einfach froh wieder auf einige Schützlinge zurückgreifen zu können, vor allem auf einer Seite: "Für die linke Seite habe ich endlich wieder drei Linksfüßler zur Verfügung." Den kommenden Gegner Burgfarrnbach hat sich Abutovic zuletzt angeschaut. "Sie sind spielerisch sicher nicht die Besten, aber sehr laufstark. Es wird schwierig, aber wenn wir alles in die Waagschale werfen und die Fehlerquote abstellen, dann bin ich sehr optimistisch." Burgfarrnbach konnte gegen Tennenlohe beim 4:1-Sieg den zweiten Dreier in der jungen Spielzeit einfahren und damit einen kleinen Schritt in Richtung Mittelfeld machen. Lauf möchte Burgfarrnbach sicherlich mindestens auf Distanz halten.

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