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FSV Bruck: Intensiv feiern erwünscht

Landesliga Nordost

Der FSV Bruck gewinnt das Landesliga-Derby beim Baiersdorfer SV mit 3:0. Es war der dritte Sieg in Folge. Nach Abstieg und Umbruch läuft es nun. Auch weil die Mannschaft endlich wieder eine Mannschaft ist.

Jubel nach dem Derby-Sieg: Die Brucker Fußballer feiern in Baiersdorf. Mittendrin Kapitän Maximilian Bauernschmitt.

 / © Wolfgang Zink

Tage wie diesen dürfen Fußballer auch mal „intensiver feiern“. Nach einem souveränen 3:0 im Derby beim Baiersdorfer SV, fünf Spielen ohne Niederlage und drei Siegen in Folge würden wohl alle Maximilian Bauernschmitt zustimmen. Der Brucker Kapitän allerdings konnte nicht dabei sein, während seine Teamkollegen zuerst das Sportheim und dann die Erlanger Innenstadt unsicher machten. Er hatte einen privaten Termin und verpasste so den Abschluss eines „coolen Tages“.

Das sei aber auch mal okay. „Ich muss nicht immer unter den Letzten sein“, sagt der 29-Jährige. Und meint natürlich, dass es bei anderen Mannschaftsabenden durchaus später werden könnte. Wie wichtig auch der private Kontakte in einer Mannschaft ist, zeigt sich in dieser Saison. Beim FSV Bruck ist ein neuer Teamgeist entstanden. „Ich will aber keinen Vergleich ziehen, die Mannschaft jetzt ist ja komplett neu“, sagt Bauernschmitt. Er selbst war vor zwei Jahren von Jahn Forchheim zurück zum FSV gewechselt.

Seit dieser Saison ist er Kapitän. Trainer Normann Wagner hatte ihn bestimmt. „Außerdem bin ich auch der älteste“, sagt Bauernschmitt, der eine Truppe mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren anführt. „Ich wachse langsam rein in das Amt.“ Nach dem Abstieg haben die erfahrenen Spieler beschlossen, einige Dinge zu verändern. „Wir haben nun klare Strukturen im Team, es gibt einen Mannschaftsrat, organisatorische Eckpfeiler sind geklärt.“ Das beginnt beim Getränke-Dienst, geht aber auch bis hin zu schwierigen Gesprächen mit dem Trainer. Außerdem ist der Mannschaftsabend am Donnerstag nach dem Abschlusstraining mittlerweile ein fester Termin. „Der Austausch ist wichtig, es ist für junge Spieler mittlerweile wieder selbstverständlich“, sagt Bauernschmitt, der auch von seiner Arbeit bei der Sparkasse viel Kommunikation gewöhnt ist.

Was dabei herauskommt, wenn ein Team immer besser zusammenwächst, hat man am Samstag in Baiersdorf erleben können. „Wir waren spielbestimmend, wir sind zu keinem Zeitpunkt ins Schwimmen gekommen“, sagt der FSV-Kapitän. Zwar begann der BSV, in der Tabelle weiterhin Letzter, energisch. Lange blieb es beim 0:0. Marcel Kaiser traf kurze vor der Pause, Yacine Kemenni und Adem Selmani legten nach dem Seitenwechsel nach.

Von Baiersdorf kam insgesamt zu wenig in einem zweikampfintensiven Spiel, das allerdings trotz der Roten Karte für Thomas Wilke nicht unfair war. „Die Aktion hat ihm selbst leid getan“, meint der Kapitän. Obwohl bei den Bruckern zunächst der Erfolg ausgeblieben war, „sind wir ruhig geblieben“, sagt Bauernschmitt. „Das ist für uns der nächste Schritt. Drei Spiele in Folge zu gewinnen beflügelt. Nach einem großen Umbruch ist es ein Prozess. Wir machen sicher noch nicht alles richtig, doch das Verständnis füreinander wird immer besser.“ Intensive Siegesfeiern sind da nur zuträglich.

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