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Rambau: "Diese Konstellation ist schon überraschend"

Vorschau Bezirksliga Nord 10. Spieltag

Der 10. Spieltag steht an: Für Veitsbronn kommt es zum Topspiel gegen Buckenhofen, mit Gutenstetten und Hüttenbach treffen sich zwei Verfolger. In Tennenlohe (gegen Ottensoos) gibt es eine Jobgarantie. Ein weiteres wichtiges Kellerduell findet zwischen Lauf und dem TV 48 statt.

Alex Rambau (MItte) hat derzeit gute Laune - und das gilt auch für seinen ASV Veitsbronn. 

 / © Zink / WoZi

Der ASV Weisendorf trotzte Gutenstetten vergangene Woche beim 0:0 einen Punkt ab. Coach Bernd Fuchsbauer war die schwere Aufgabe bewusst und mit dem Auftritt seiner Jungs mehr als zufrieden: "Gutenstetten war natürlich sehr wütend aufgrund der Niederlage der Vorwoche, das hat man ihnen angemerkt. Wir haben uns reingebissen und uns den Punkt absolut verdient." Mit neun Gegentreffern hat der ASV die wenigsten der ganzen Liga, darauf ist Fuchsbauer schon stolz: "Das ist die Basis, heuer machen es die Jungs sogar noch besser als in der vergangenen Saison." Nach vorne müsste sein Team noch etwas besser werden, aber da macht sich Fuchsbauer keine Sorgen. In Burgfarrnbach möchte er einen ähnlichen Auftritt sehen: "Wir müssen das wieder so hinbringen, ordentlich stehen und nach vorne unsere Aktionen fahren. Wir wollen auf uns schauen und am Besten die drei Punkte mitnehmen", so der ASV-Coach.

Das absolute Topspiel steigt am Hamesbuck, wo der Tabellenführer den ersten Verfolger Buckenhofen erwartet. ASV-Coach Alex Rambau war trotz des 4:2-Sieges in Ottensoos nicht gänzlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Die ersten zwanzig Minuten waren gut, danach haben wir das Spiel völlig aus der Hand gegeben", so Rambau, der seinem Team in der Halbzeit eine deutliche Ansage machen musste. Am Ende reichte es für einen Sieg und die daraus resultierende Tabellenführung. Dass sie am zehnten Spieltag ganz oben stehen, war so nicht zu erwarten. Nun kommt der erste Verfolger: "Diese Konstellation am zehnten Spieltag ist schon überraschend. Buckenhofen hat eine junge, gute Truppe, die sich qualitativ verstärkt hat", so Rambau, der auf ein Duell auf Augenhöhe hofft und die Tabellenführung so schnell nicht wieder hergeben mag: "Wir wissen, dass es eine Momentaufnahme ist und wir am Ende nicht dort stehen werden, aber wir wollen die Tabellenführung so lange halten, wie es geht und werden sie mit aller Macht verteidigen", so der ASV-Trainer kämpferisch, dem bereits ein Punkt im Spitzenspiel zur Verteidigung reichen würde. Die Stimmung im Team ist natürlich "prächtig. Wir sind rundum zufrieden, und es ist ja auch ein Zeichen dass wir vieles richtig machen." Durch die 1:2-Niederlage gegen Kalchreuth musste Buckenhofen die Tabellenführung nach nur einem Spieltag wieder abgeben. Für Coach Helmut Wolff ist das halb so wild: "Die Niederlage ist für uns kein Beinbruch. Gegen Kalchreuth zu verlieren ist keine Schande." Nach neun Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz zu stehen, findet Wolff "einfach nur geil." Den neuen Tabellenführer schätzt der "Bucki"-Coach wie folgt ein: "Sie sind eine Mannschaft, die durch ihr taktisches Musterverhalten glänzt. Sie sind sehr gut organisiert, und es haben sich schon die nominellen Topteams die Zähne an ihnen ausgebissen", weiß Wolff. Dennoch will er in Veitsbronn nicht leer ausgehen: "Wir freuen uns auf das Spiel, wollen ihnen Paroli bieten und etwas mitnehmen."

Das dritte Heimspiel in Folge steht für den SV Hagenbüchach vor der Tür. Mit neun Punkten aus den ersten neun Spielen ist Trainer Taner Koc nicht unbedingt zufrieden: "Es wären 16 Punkte möglich gewesen. Wir haben uns oft selbst geschlagen, das zieht sich bis jetzt wie ein roter Faden durch", so Koc, der dies "schade" findet, weil sein Team "viel investiert." Mit dem FC Kalchreuth wartet für den SVH-Trainer die nächste "Hausnummer. Sie spielen seit Jahren zusammen, haben Qualität in der Mannschaft und sich punktuell verstärkt. Es muss für uns vieles passen, damit wir uns endlich belohnen." Kalchreuth konnte in Buckenhofen mit 2:1 gewinnen: "Der Sieg war hochverdient und hätte noch höher ausfallen müssen", so Kapitän Markus Giering. "Man sieht, was die Mannschaft im Stande ist zu leisten, wenn jeder seine Aufgaben erledigt", führt er fort. In Hagenbüchach mahnt der Kapitän zur Vorsicht: "Wir wollen natürlich nachlegen. Dass die Aufsteiger aber auch ihre Qualitäten haben, mussten wir gegen Ottensoos erfahren. Die Liga ist so ausgeglichen, wer sich ausruht, der verliert."

Im Verfolgerduell erwartet Gutenstetten die Spielvereinigung Hüttenbach. SVG-Coach Daniel Tarone war nach dem 0:0 seiner Mannschaft in Weisendorf durchaus zufrieden: "Wir haben die richtige Reaktion gezeigt, es haben nur die Tore gefehlt. Ein guter Auftritt war wichtig, mit dem Punkt kann man leben", so der Chefcoach. Mit Hüttenbach erwartet er ein Duell auf Augenhöhe: "Gegen Hüttenbach ist es immer sehr gefährlich und sehr speziell. An einem guten Tag können sie dir ganz schön Probleme machen. Wir müssen auf jeden Fall schauen, dass wir auf der Höhe sind. Die Chancen stehen 50 zu 50." Hüttenbach konnte gegen TSCS mit 3:0 gewinnen und damit auf den vierten Tabellenrang springen. "Ich bin froh, dass wir rechtzeitig wieder in die Spur gefunden haben", so Co-Spielertrainer Basti Leikam. Auf das Spitzenspiel in Gutenstetten freut er sich: "Jeder ist heiß auf das Topspiel. Wir wollen unser Spiel wieder genauso abrufen, es wird sicher ein interessantes Match. Wir sind gut drauf und wollen das Spiel gewinnen", so Leikam selbstbewusst. Dass Gutenstetten die letzten beiden Spiele nicht gewinnen konnte, ist ihm nicht entgangen: "Vielleicht erwischen wir sie genau zur richtigen Zeit."

Türkspor/Cagrispor musste nach zwei Siegen in Folge in Hüttenbach eine 0:3-Pleite einstecken: "Wir müssen zur Halbzeit führen und spielen kurz nach der Pause in Unterzahl. Hüttenbach ist keine Laufkundschaft, und die Niederlage für uns kein Weltuntergang", so Trainer Jasmin Halicic, der die ärgerliche Niederlage relativ schnell abgehakt hat. Gegen die Spielvereinigung Erlangen, die mit neuem Trainer anreist, erwartet Halicic ein interessantes Spiel: "Sie kommen mit einem emotionalen Hoch und haben die letzten beiden Spiele gewonnen. Ihr neuer Trainer wird sie sicher pushen, sie können nur gewinnen. Es ist alles drin, aber wir wollen einen negativen Lauf abwenden." Das erste Pflichtspiel für den neuen "Spieli"-Coach Daniel Hanisch steht vor der Tür. Bei Aufstiegsaspirant Türkspor/Cagrispor will Hanisch keinsfalls ohne Punkte nach Hause fahren: "Es wartet ein Brocken auf uns, aber wir wollen punkten, und das ist machbar. Sie sind nicht mehr ganz so souverän, und wir wollen den Abstand nach unten vergrößern", so der neue Übungsleiter.

Nach der 0:3-Niederlage beim TV 48 Erlangen wartet Aufsteiger Tennenlohe noch immer auf den ersten Saisonsieg. Dieser soll nun endlich in Ottensoos eingetütet werden. "Der Kampf um den ersten Sieg geht weiter", so Spielleiter Dominik Nagel. "In Ottensoos wird es ein schweres Spiel, da sie die Punkte auch dringend brauchen", ist er sich sicher. Trotz des letzten Tabellenplatzes wird beim Aufsteiger keine Hektik aufkommen. Im Gegenteil, Trainer Karim Farhan bekommt eine Jobgarantie: "Wir bleiben im Verein ruhig und werden weiter so arbeiten wie bisher. Die Trainer haben unser vollstes Vertrauen, und wir sind sicher dass wir unsere benötigten Punkte holen werden. Wir werden zu 100 Prozent diese Saison mit unseren Trainern beenden, egal wie die Saison ausgehen wird", setzt Nagel ein deutliches Zeichen und nimmt dabei sicherlich auch die Mannschaft in die Pflicht.

Mit 2:1 konnte sich der SC Adelsdorf im Aufsteigerduell in Hagenbüchach durchsetzen. Spielertrainer Denis Weiler freute sich über die Punkte, weniger über den Auftritt: "Positiv ist, dass wir gewonnen haben. Vom Spielerischen war es mit die schlechteste Leistung dieser Saison. Wir haben aber auch schon gut gespielt und nicht gepunktet, von daher sind wir froh über die drei Punkte." Mit dem FC Hersbruck erwartet Weiler eine schwer zu bespielende Mannschaft und will vor allem weiter an der Chancenverwertung arbeiten: "Ich erwarte eine kompakte und robuste Mannschaft. Wir wollen ganz normal unseren Ballbesitzfußball spielen und werden dann auch unsere Chancen bekommen, wie in jedem anderen Spiel bisher auch. Die Chancen haben wir nicht immer gut ausgenutzt, daran müssen wir weiter arbeiten", so der Spielertrainer, der "mindestens einen Punkt" als Ziel ausgibt. Nach dem 1:1 gegen den TSV Burgfarrnbach wartet der FC Hersbruck nun seit sechs Spielen auf einen Sieg. Dabei wäre im Heimspiel gegen den TSV durchaus mehr drin gewesen: "Wir haben sehr gut begonnen und müssen mindestens zwei Tore machen. Burgfarrnbach trifft mit der ersten Gelegenheit, und ab da war es dann von uns nicht mehr gut. Das Unentschieden war gerechtfertigt", so Trainer Stefan Erhardt. Den SC Adelsdorf schätzt er als besonderen Aufsteiger ein: "Sie haben sich nochmal gut verstärkt und stehen mit 16 Punkten für einen Aufsteiger außergewöhnlich gut da. Wir wissen, dass uns eine schwere Aufgabe erwartet."

Das erste Heimspiel des neuen Coaches Norman Matschke steht an. Im Kellerduell erwartet der Sportklub den TV 48 Erlangen. Der neue Chefcoach möchte vor allem gegen die direkten Konkurrenten punkten. "Wir wollen unser Heimspiel gewinnen und ins Mittelfeld vorrücken", so Matschke, der um die schwere der Liga weiß: "Es wird keine einfachen Spiele geben." Am Dienstagabend konnte Lauf im Test gegen Landesligist Feucht ein achtbares 3:3 erzielen. Kann der Sportklub am Sonntag daran anknüpfen? Einen wichtigen 3:0-Sieg konnte der TV 48 Erlangen gegen Tennenlohe einfahren. "Der Sieg geht total in Ordnung, vor allem die Art und Weise hat mir sehr gut gefallen", so Spielertrainer Hannes Decher, der mit seinem Team eine unglaublich hohe Intensität gegangen ist. Auswärts konnte der TV 48 Erlangen bislang keinen einzigen Zähler einfahren, das soll sich in Lauf ändern, die zu Hause selbst noch nicht brillieren konnten und jetzt mit neuem Coach unterwegs sind: "Wir sind das auswärtsschwächste Team, da müssen wir den Hebel ansetzen. Ein neuer Trainer ist immer interessant, er wird andere, neue Ideen reinbringen. Es kann unangenehm werden", warnt Decher, der aber auf eine Stärken setzt: "Wir müssen unser Spiel durchziehen, dann ist was drin. Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel."

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