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Das Topspiel steigt in Greding - Dombühl will in Weißenburg nachlegen

Vorschau Bezirksliga Süd 11. Spieltag

Der 11. Spieltag könnte wieder für viel Bewegung an der Spitze sorgen. Die Verfolger Zirndorf und Raitersaich bekommen es mit Teams aus dem Keller zu tun, Primus Hilpoltstein trifft auf Aufkirchen. Das Topspiel steigt zwischen Greding und Dittenheim, Schlusslicht Marienstein duelliert sich mit Eyb.

Dombühl (hier gegen Hilpoltstein) feierte jüngst einen wichtigen Dreier gegen Freystadt.

 / © Giurdanella

Der ASV Zirndorf blieb nach der spektakulären Partie in Ansbach zum achten Mal ungeschlagen. Allerdings ging die Siegesserie von fünf Spielen ohne Gegentor zu Ende. In der Tabelle fiel das Team von Martin Herrmann vom ersten auf den dritten Platz zurück. Trotz einer ordentlichen Leistung im Landkreisderby gegen den FC Wendelstein blieb derweil die TSG Roth ohne Punkte. "Gegen Wendelstein wäre mehr möglich gewesen. Spielerisch konnten wir mithalten, doch letztendlich fehlte der absolute Siegeswille, um etwas mitzunehmen", blickt der sportliche Leiter Martin Bittl zurück. Die direkten Konkurrenten auf den Abstiegsplätzen Herrieden und Ornbau haben am letzten Wochenende gepunktet und den Abstand vergrößern können. Zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt der Abstand mittlerweile schon acht Punkte. "Zirndorf ist eine sehr spielstarke Mannschaft, und für uns wird es ein sehr schwieriges Spiel. In erster Linie heißt es, hinten die Schotten dicht zu machen. Mit einer konzentrierten Leistung sollte ein Punkt möglich sein."

Einen wichtigen Punkt holte die SG Herrieden beim spannenden Derby in Aufkirchen. Nach dem Sieg des SV Ornbau steht das Team von Thomas Seibold nun wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. Mit dem Auftritt in Aufkirchen war er nur bedingt zufrieden: "In Aufkirchen hatten wir die ersten 30-35 Minuten einen richtig guten Auftritt und gingen mit 2:0 in Führung. Leider haben wir es verpasst, in dieser Phase das vorentscheidende 3:0 zu machen. Nach dem schönen 1:2-Anschlusstreffer von Babel sind wir komplett aus dem Rhythmus gekommen. Zehn Sekunden nach dem Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit wurden wir eiskalt erwischt und mussten das 2:2 hinnehmen. Ab diesem Zeitpunkt hatte Aufkirchen das Spiel im Griff und erspielte sich mehrere Torchancen. Spätestens nach dem 3:2 durch den starken Steffen Schöllhammer schien das Spiel entschieden. Wir zeigten aber wieder eine tolle Moral und erzielten kurz vor Schluss das glückliche, aber nicht unverdiente 3:3." Wie viel dieser Punkt wert sei, werde sich nach dem Ergebnis vom kommenden Sonntag zeigen. "In Aufkirchen waren wir nach Schlusspfiff mit dem Punkt zufrieden. Jetzt geht es gegen den starken Aufsteiger aus Raitersaich, der beim Relegationsspiel in Herrieden seinen Aufstieg perfekt machte. Dadurch konnten wir unseren nächsten Gegner schon einmal unter die Lupe nehmen. Zusätzlich habe ich sie beim Spiel in Dombühl beobachten können. Sie besitzen eine richtig starke Offensivabteilung. Hierauf wird unser Augenmerk liegen." Zum Spiel gegen Aufkirchen wird sich personell nichts verändern. Bei Tobias Fischer ist wegen Rückenschmerzen noch ein großes Fragezeichen hinter seinem Einsatz. Raitersaich fand gegen den SV Marienstein wieder in die Spur und holte einen souveränen Dreier. "In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan gegen Marienstein. Gegen Herrieden wird es mit Sicherheit nicht leichter. Ein Dreier sollte aber trotzdem möglich sein. Wir haben einige Rückkehrer und dadurch steht mir wieder ein größerer Kader zur Verfügung", sagt Spielertrainer Dietmar Kusnyarik. Nur ein Punkt trennt das Team von Kusnyarik von der Tabellenspitze.

Nichts zu holen gab es für den TSV 1860 Weißenburg beim neuen Tabellenführer TV Hilpoltstein in der Vorwoche. TSV-Trainer Markus Vierke hat den FC Dombühl schon beobachtet: "Dombühl ist eine sehr erfahrene Mannschaft, und es wird kein Selbstläufer. Wir müssen nicht nur kämpferisch dagegen halten, sondern auch spielerisch und taktisch Akzente setzen. Wir wollen einen Dreier holen, um wieder Anschluss zur Spitzengruppe zu bekommen." Tim Lotter hat sich in Hilpoltstein verletzt und wird nicht mit von der Partie sein. Hinter dem Einsatz von Stürmer Max Pfann steht ein Fragezeichen. Einen eminent wichtigen Dreier holte der FC Dombühl gegen den TSV Freystadt. "Die Punkte aus Freystadt, bei einem direkten Konkurrenten, sind für die Tabelle, aber auch für die Seele aller Beteiligten sehr wichtig. Hoch konzentriert, von der ersten bis zur letzten Minute, ermöglichte mein Team dem Gegner nur eine richtige Torchance, die Dominic Wächter überragend geklärt hat. Vorne hat Timo Beck einen richtigen Lauf, und sein Treffer zum 1:0 war der Dosenöffner. Kompliment an mein Team, wie es auch in Unterzahl das Spiel vom eigenen Tor weg gehalten hat", sagt Trainer Markus Engelhardt. Beim TSV Weißenburg sieht er Formschwankungen: "Beim ambitioniert in die Saison gestarteten Gegner fehlt es noch an Konstanz. Starken Auftritten, bei denen sie Gegner regelrecht zerlegten, folgten immer wieder überraschende Punktverluste. Weißenburg dominiert vor allem in Heimspielen die Gegner, trotzdem mussten sie erst eine Heimniederlage gegen den ESV Ansbach/Eyb einstecken. Mit Markus Vierke haben sie einen auch in unserem Kreis bekannten Spielertrainer, der trotz seiner jungen Jahre über reichlich Trainererfahrung verfügt." Der FC Dombühl will mutig in das Spiel gehen: "Wir werden uns nicht verstecken. Es gilt, einen Gegner wie Weißenburg ständig zu bearbeiten und zu beschäftigen. Wir wollen die Energie aus Freystadt mit in das Spiel werfen und mit noch mehr Konsequenz den eigenen Torabschluss suchen. Vermeiden wollen wir unbedingt Standardsituationen des Gegners. Sollte es welche geben, müssen wir diese hoch konzentriert verteidigen. Weißenburg muß das Spiel gewinnen, sonst reißt ein Loch für sie zu den Plätzen nach vorn. Ein langes zu Null oder besser eine frühe Führung von uns würde zusätzlichen Druck aufbauen." Personell sind fast alle Spieler an Bord. Nico Horn ist privat verhindert. Ansonsten sollten alle Spieler der vergangenen Woche zur Verfügung stehen.

Mit dem Dreier im Landkreisderby in Roth bleibt der FC Wendelstein in der Spitzengruppe und hat trotz dem sechsten Platz in der Tabelle nur drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Hilpoltstein. Mit einer starken zweiten Halbzeit behielt das Team von Andreas Speer gegen einen hochmotivierten Gegner die Oberhand. Beide Mannschaften waren auch am Feiertag gefordert. Der FC Wendelstein gewann das Totopokal-Halbfinale gegen Unterreichenbach souverän mit fünf zu zwei Toren und steht nun im Finale gegen die SpVgg Roth. Co-Trainer Jochen Kunze, der Andreas Speer am Samstag vertreten wird, erwartet eine ähnlich starke Leistung: "Wir bauen auf unsere Heimstärke und wollen auch gegen den SV Ornbau siegreich vom Platz gehen. Unsere Heimserie wollen wir weiter fortsetzen. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann an Bord, jedoch hat sich beim Pokalspiel Carlos Schepl eine Muskelverletzung zugezogen." Keine Punkte gab es für den SV Ornbau im Nachholspiel bei der 1:2 Niederlage gegen den ESV Ansbach Eyb. "Wir haben uns trotz hohen Aufwands und guter Mannschaftsleistung gegen Ansbach-Eyb nicht belohnt und bereits zum vierten Mal in dieser Saison nur mit einem Tor Unterschied ein Punktspiel verloren", sagt Trainer Marco Meier, der aber durchaus positive Ansätze sah: "Jetzt gilt es, die knappe Niederlage schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen. Das taktische Auftreten und die Einstellung der Mannschaft hat voll gepasst. So ist auch wieder was im Auswärtsspiel gegen den als Mannschaft stark auftretenden FC Wendelstein drin. Wir müssen an unserer Chancenauswertung arbeiten und dann eben ein Tor mehr schießen als der Gegner."

Nichts zu holen gab es für den SV Marienstein beim Aufsteiger Raitersaich. Die Lage für die schlechteste Offensive und Defensive der Liga wird immer bedrohlicher. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt acht Punkte, und die direkten Konkurrenten Herrieden und Ornbau haben in der Vorwoche gepunktet. Gegen die starke Offensive der Eisenbahner werden die Trauben für die Oberbayern wieder hoch hängen. Eine spektakuläre Partie, welche mit einem 4:4-Unentschieden endete, lieferte sich der ESV Ansbach Eyb in der Vorwoche mit dem ASV Zirndorf. Am Feiertag traf das Team von Jörg Müller auf den SV Ornbau und nahm die drei Punkte mit. Die Mannschaft liegt nun auf dem siebten Tabellenplatz mit 19 Punkten und ist punktgleich mit dem FC Wendelstein und dem TSV Greding. ESV-Trainer Jörg Müller sieht für das Spiel gegen Marienstein Verbesserungspotential: "Wir haben uns in Ornbau zu viele leichtfertige Ballverluste erlaubt, auch im Spielaufbau. Hier müssen wir wieder klarer und konzentrierter sein. Letzte Saison haben wir gegen Marienstein zweimal den Kürzeren gezogen. Wir wissen deshalb, wie schwer die Aufgabe wird, auch wenn der SVM im Moment am Tabellenende steht." Danny Schuster und Tobias Zippold sind angeschlagen und weiterhin fraglich.

Beim SV Ornbau gab es nach drei Siegen in Folge in der Vorwoche für den TSV Greding keine Punkte. Mit nur acht Gegentoren hat Greding nach dem TV Hilpoltstein die stärkste Defensive der Liga. Mit dem fünften Tabellenplatz und 19 Punkten auf dem Konto kann das Team von Jürgen Schmid auf jeden Fall zufrieden sein. Der FV Dittenheim blieb auch gegen den kampfstarken STV Deutenbach in der Erfolgsspur und holte einen ungefährdeten Dreier. Dittenheim hat die erfolgreichste Offensive der Liga und liegt punktgleich mit 22 Punkten mit dem Tabellenführer Hilpoltstein auf dem zweiten Platz. Trainer Martin Huber erwartet eine schwierige Partie: "Greding wird ein heißes Pflaster, denn sie sind sehr stark in der Defensive. Es wird eine hohe Messlatte für uns, da sie einige sehr gute Bezirksligaspieler in ihren Reihen haben. Wir freuen uns auf die Begegnung und wollen auch etwas mitnehmen." Einige Spieler der Mannschaft sind noch durch die Grippe geschwächt, auch der Einsatz von Torjäger Philipp Unöder steht auf der Kippe.

Nichts zu holen gab es für den STV Deutenbach beim starken FV Dittenheim. Nach einem klaren Rückstand konnte Julian Ernst mit seinem Treffer nur noch Ergebniskosmetik betreiben. STV-Coach Arno Zeilmann blickt zurück: "Der Spielverlauf war für uns sehr unglücklich, und es war letztendlich eine verdiente Niederlage. Freystadt ist eine kampfstarke und spielstarke Mannschaft, die wir nicht unterschätzen dürfen. Wir haben ein Heimspiel und wollen deshalb wieder punkten." Im Kader wird es die eine oder andere Veränderung geben, da einige Kurzurlauber zu ersetzen sind. Der Abstand zwischen beiden Teams in der Tabelle beträgt nur drei Punkte und Freystadt hätte die Möglichkeit, mit einem Sieg gleichzuziehen. Allerdings sind der SV Ornbau und die SG Herrieden schon auf Schlagdistanz hinter den Oberpfälzern und können das Team von Marco Christ einholen. Nach vier Niederlagen in Folge muss der TSV Freystadt dringend punkten, um nicht auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Mit dem Verletzungspech der letzten Wochen dürfte dies aber ein schwieriges Unterfangen werden.

Der knappe Heimsieg gegen den TSV 1860 Weißenburg bescherte dem TV Hilpoltstein wieder die Tabellenführung. TVH-Trainer Florian Grau blickt auf das Spiel in der Vorwoche zurück: "Es war ein Spiel auf Augenhöhe, und wir waren glücklich, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind." Grau freut sich auf die Partie gegen den Landesliga-Absteiger: "Durch den Trainerwechsel haben sie neue Motivation, was die bereits erzielten vier Punkte belegen. Sie haben mit Friedrich, Beck und Schöllhammer sehr gute Spieler in ihren Reihen." Zwischen den Pfosten wird wieder Patrick Lang stehen, Michael Kobras hat sich verletzt und wird länger ausfallen. Kurz vor dem Schlusspfiff fiel noch der Ausgleichstreffer im Derby gegen Herrieden und verhinderte den Dreier für Aufkirchen und somit einen perfekten Start für den neuen Trainer Norbert Brandt. Das Polster auf den Relegationsplatz beträgt nun fünf Punkte, und der Absteiger aus der Landesliga kann etwas beruhigter in die Partie gegen den Aufsteiger und Tabellenführer aus Hilpoltstein gehen.

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