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TuS-Aufmerksamkeit gehört Kornburgs Offensive - Bergmüller: "Selb ist ein brutal schwerer Gegner"

Vorschau Landesliga Nordost 16. Spieltag, Wochenende

Der TSV Buch trifft am Samstag auf das "Starensemble" aus Selb. Der TuS Feuchtwangen kann sich im Keller den TSV Kornburg schnappen. Die SG Quelle hat Schlusslicht Baiersdorf zu Gast, während sich der FSV Bruck mit dem FC Herzogenaurach um Punkte duelliert. Der ASV Vach will in einem weiteren Kellerduell den SV Mitterteich nicht vorbeiziehen lassen. Am Sonntag kommt es dann zum Frühschoppen-Derby zwischen dem SC 04 Schwabach und dem SC Großschwarzenlohe. Zur gleichen Zeit kreuzen auch der SC Feucht und die SpVgg Jahn Forchheim die Klingen.

Der TuS Feuchtwangen (blau, hier gegen Vach) hat ein wichtiges Spiel gegen den TSV Kornburg vor der Brust.

 / © Sportfoto Zink

Eindringliche Worte schickten die Bucher Kapitäne vor dem Duell mit Mitterteich im hauseigenen Spieltagsblatt in Richtung Anhang, man solle nach den jüngsten Misserfolgen doch bitte Geduld haben mit der jungen Mannschaft. Drei Niederlagen hatte es zuvor gegeben, mit denen sich der TSV Buch vorerst von den entscheidenden vorderen Plätzen der Tabelle entfernte. Der Antwort zweite Teil folgte dann auf dem Platz: Mit 5:0 gewann die Bergmüller-Elf gegen einen SVM, der abgesehen von einer engagierten Anfangsphase den Buchern nichts entgegen zu setzen hatten. Vor allem über die Außenbahnen sezierte der TSV seine Gäste, in der Mitte stand Oliver Lahr stets da, wo ein Mittelstürmer zu stehen hatte - und traf vierfach. Dass Lahr unmittelbar nach seinem vierten Tor vom Feld genommen wurde, hatte übrigens nichts mit Gastfreundschaft zu tun: "Er hat viel gearbeitet, war körperlich am Ende", erklärt Coach Manuel Bergmüller nach der Partie, in der es Mitterteich seiner Mannschaft "teilweise schon sehr leicht gemacht" habe. "Wenn der Gegner an der Mittellinie eine Abseitsfalle stellt, die man einfach überlupfen kann, kann man schon davon sprechen", sagt Bergmüller. Dennoch: Alle Mannschaftsteile erfüllten am vergangenen Wochenende ihre Aufgaben, so konnten die Bucher in der Tabelle mit 25 Zählern wieder auf Rang fünf springen. Einen Punkt und einen Rang vor ihnen stehen die Kickers aus Selb - ein Gegner, der Neuland darstellt. Eine gemeinsame Duellhistorie sucht man in den Statistiken vergebens. Doch natürlich ist der Aufsteiger aus Oberfranken alles andere als ein unbeschriebenes Blatt: "Ich weiß noch nicht, ob ich mich auf diese Begegnung freue", sagt Bergmüller also, "Selb ist ein brutal schwerer Gegner, ein Starensemble in dieser Liga." Die erst 2015 ins Leben gerufenen Kickers bekommen finanzielle Unterstützung von Unternehmer Jakob Schleicher, so gelang auch der Durchmarsch von der A-Klasse in die Landesliga. Zahlreiche Akteure mit höherklassiger Vergangenheit kicken für den Aufsteiger: Nicht nur Angreifer Danny Wild (14 Spiele, 14 Tore), der vom Regionalligisten Auerbach nach Selb wechselte, ist da zu nennen, Daniel Sedlacek, Kevin Winter und Andreas Knoll etwa kamen vom Bayernligisten Bayern Hof. "Es ist schon cool, sich mit solchen Spielern zu messen. Wenn beide Normalform bringen, kann es bitter werden. Wenn sie keine Normalform bringen und wir vielleicht noch ein bisschen besser drauf sind, als zuletzt, kann es auch was werden", gibt sich Bergmüller zunächst zaghaft, schiebt dann aber nach: "Ein bisschen was rechnen wir uns schon aus. Denn wenn es einen guten Zeitpunkt gibt, dann vielleicht jetzt." Selb nämlich schwächelte nach starkem Saisonstart in den vergangenen Wochen etwas, zwar gelang jüngst ein 3:2-Sieg in Schwaig, zuvor allerdings holten die Oberfranken aus vier Partien nur zwei Zähler, was auch in Sachen Stimmungslage etwas bewirkte. Und wie geht man nun die Aufgabe an? "Sie haben natürlich nach vorne ihre Qualitäten, deswegen liegt unser Augenmerk darauf, die Defensive zu stärken," sagt Bergmüller, der am Samstag allerdings Probleme auf der linken Bahn bekommen könnte. So droht Lukas Hofer auszufallen, ebenfalls nicht mitmischen können Philip Lang, Fabian Botzel, Niko Müller und Arthur Dutt. Aber vielleicht gelingt es den Übriggebliebenen, den Anhang mit einem Underdog-Sieg noch ein Stück weiter zu versöhnen. // jam

Nach der bitteren Pleite im Kellerduell gegen den TSV Kornburg setzte sich der FC Herzogenaurach am vergangenen Wochenende bei Schlusslicht Baiersdorf mit 3:1 durch. Die Lage bleibt aber dennoch prekär. Mit nun 17 Punkte liegen die "Pumas" auf dem 14. Tabellenplatz - punktgleich mit dem am rettenden Ufer liegenden ASV Vach. Ein Sieg wäre also durchaus wichtig. Gegner FSV Erlangen-Bruck ist eines der wenigen Teams die derzeit im Niemandsland der Tabelle liegen. Nach hinten auf den FC Herzogenaurach sind es sieben Punkte, nach vorne auf den FSV Stadeln gar acht. "Realistisch gesehen", sagt Trainer Normann Wagner, "müssten wir vier, fünf Punkte mehr haben und im Verfolgerfeld der Tabelle stehen." Allerdings sind dazu die Leistungsschwankungen der jungen Brucker Mannschaft noch zu groß. "Was aber drin ist, wenn wir mal das abrufen, was wir können", das hat man am vergangenen Samstag gegen Feucht gesehen, als die Brucker als erstes Team der Liga die volle Punktzahl gegen den Spitzenreiter behielten. Darauf gilt es für die Erlanger nun aufzubauen.

Der TuS Feuchtwangen erkämpfte sich am vergangenen Spieltag beim oberfränkischen FC Vorwärts Röslau immerhin einen Zähler. Die Mannschaft von Michael Griebel ging im ersten Durchgang durch Manuel Reichert in Führung, musste aber in der 70. Minute noch den Ausgleich schlucken. Der Trainer war deshalb auch nicht ganz zufrieden. "Bei einer besseren Chancenverwertung wäre mehr für uns drin gewesen", sagt Griebel. "Aufgrund der zweiten Halbzeit war die Punkteteilung allerdings am Ende gerecht." Die Tabellensituation bleibt also angespannt. Nun wartet auf den TuS ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Zu Gast am Samstag in Feuchtwangen ist der TSV Kornburg, der mit drei Zählern mehr auf dem Konto aktuell einen Rang vor der Griebel-Elf Relegationsplatz 16 belegt. "Kornburg ist sicher besser einzustufen als ihr derzeitiger Tabellenstand", sagt Griebel. "Im Spiel gegen Kornburg wird es darum gehen, erneut gut in die Partie zu kommen. Besondere Aufmerksamkeit gilt natürlich der prominent besetzten Offensivabteilung der Kornburger." Nach dem Trainerwechsel gilt es für Kornburg in Feuchtwangen ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu verhindern. Der gastgebende TuS hat wie schon erwähnt nur drei Punkte weniger auf dem Konto als der TSV Kornburg und rangiert auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Eine schwere Aufgabe für die Kornburger Kicker, die zudem am Samstag auf ihren etatmäßigen Torhüter verzichten müssen, denn Arthur Ockert ist angeschlagen. Sein Physio ist übrigens Klaus Mösle. Wer übrigens den TSV-Tross zu diesem wichtigen Spiel nach Feuchtwangen begleiten möchte, der hat Gelegenheit, im Bus mitzufahren. Abfahrt am Samstag ist um 12 Uhr vom Sportheim in der Kellermannstraße.

Die SG Quelle scheint ihr Formtief überstanden zu haben und hielt zuletzt den TSV Kornburg mit einem Sieg auf Abstand. Durch den Dreier konnte sich die Gündogan-Truppe bis auf drei Zähler von den Abstiegsrängen absetzen. Nun wollen die Dambacher gegen Schlusslicht Baiersdorf freilich nachlegen und die gefährdeten Ränge endgültig hinter sich lassen und den Blick Richtung gesichertes Mittelfeld richten. Der Baiersdorfer SV dagegen musste am vergangenen Spieltag gegen den FC Herzogenaurach einen weiteren Nackenschlag hinnehmen, und verlor das Kellerduell mit 1:3. Die Krenstädter haben weiterhin nur vier Zähler auf dem Konto, der Rückstand auf einen Relegationsplatz beträgt zehn Zähler. Wenn der BSV also noch ein Wörtchen im Rennen um den Klassenerhalt mitreden möchte, sollte er dringend mit dem Punkten anfangen, ansonsten könnte der Zug schon vor der nahenden Winterpause abgefahren sein.

Der ASV Vach reist am Samstag in die Oberpfalz zum SV Mitterteich. Nach der enttäuschenden 1:3-Pleite gegen den SC 04 Schwabach in der vergangenen Woche sinnen die Mannhofer auf Wiedergutmachung. Gegen Schwabach startete die Elf von Norbert Nein durchaus motiviert, fand aber gegen das schnelle Umschaltspiel der Gäste keine Mittel und wurde schon früh eiskalt erwischt. Diese Konteranfälligkeit gilt es, gegen die punktgleichen Mitterteicher um ihren Topstürmer Marco Kießling (14 Tore) abzustellen, denn ansonsten könnten gegen einen direkten Konkurrenten erneut wichtige Punkte im Abstiegskampf futsch sein. Zuletzt standen sich beide Teams übrigens in der Saison 2016/17 gegenüber. Beide Vergleiche gingen damals an den ASV Vach.

Fußballspiele zur besten Frühschoppenzeit sind längst nichts Außergewöhnliches mehr. Die Klubs erhoffen sich durch die besondere Terminierung eine bessere Zuschauerresonanz. So haben die Verantwortlichen des SC 04 Schwabach auch das Derby gegen den SC Großschwarzenlohe für eine frühere Anstoßzeit ausgewählt. Am Sonntag, um 11 Uhr, stehen sich beide Lokalrivalen im Stadion an der Nördlinger Straße gegenüber. Es war wohl der größte Coup, den die Verantwortlichen des SC 04 im Vorfeld dieser Saison gelandet hatten: Vom Lokalrivalen SC Großschwarzenlohe lockten sie Torhüter Dominik Brunnhübner an die Nördlinger Straße. Der war im Dress des SCG in der ersten Landesliga-Saison der Großschwarzenloher wiederholt positiv aufgefallen und wohl einer der Garanten für den späteren Klassenerhalt. "Sechs, sieben Punkte", so die Meinung in Schwabach, erhoffe man sich in dieser Saison durch den Ex-Profi im Tor. Brunnhübners Einstand in Schwabach verlief aber nicht ohne Probleme: Gleich am zweiten Spieltag in Baiersdorf zog er sich nämlich eine Knieverletzung zu, die ihn zum Zuschauen verdammte. Beim 3:0 gegen Mitterteich am 12. Spieltag kehrte er ins Schwabacher Tor zurück. Rechtzeitig also vor dem Derby gegen seinen alten Klub. Unvergessen die Szene in der vergangenen Saison, als er im Schwabacher Stadion gegen seinen jetzigen Mitspieler und SC-04–Kapitän Selahattin Oktay einen Strafstoß parierte und so maßgeblich zum späteren 1:1 beritrug. Eine Szene, an die sich auch SCG-Coach Florian Bauer gut erinnert. Für ihn war es allerdings nur die richtige Reaktion, schließlich "hat er ja auch den Strafstoß verursacht!" Jetzt hoffen die Schwabacher darauf, dass Brunnhübner am Sonntag im Derby im eigenen Stadion gegen den SCG seinen Kasten sauber hält. Die bisherigen Bilanz der Schwabacher mit Dominik Brunnhübner in dieser Saison kann sich sehen lassen: In sechs Spielen gab es nämlich vier Siege, zwei Unentschieden und keine Niederlage. Die Hoffnungen der Verantwortlichen im Vorfeld scheinen sich also zu bewahrheiten. "Doch wir sind gewarnt", ließ Schwabachs Coach Jochen Strobel mit Blick auf das letzte Ergebnis der Großschwarzenloher durchblicken. Nach eine Serie von vier Niederlagen am Stück haute der SCG mit dem 3:0 gegen den TSV Neudrossenfeld ein Ergebnis heraus, das die Konkurrenz zum Nachdenken zwingen sollte. Zeigt es doch, dass man mit den Großschwarzenlohern immer rechnen müsse. "Das 1:1", so SCG-Coach Florian Bauer, habe gezeigt, dass mit einer richtigen Einstellung im Sport vieles machbar ist, dass man auch gegen starke Schwabacher an guten Tagen punkten könne. An das 0:5 - im Hinspiel der Vorsaison - hegen die Großschwarzenloher indes keine guten Erinnerungen mehr: "So wie die auf unserem engen B-Platz aufgetreten sind - erste Sahne!" Und so zählt der Großschwarzenloher Übungsleiter den SC 04 auch in dieser Saison zu den großen Mannschaften der Liga, über die der Aufstieg gehen wird. Was aber nicht bedeute, dass sich die Kicker des SCG verstecken werden. "Wie beim 1:1 in der vergangenen Saison werden wir bestimmt nicht abwarten und uns den Kasten vollhauen lassen. Wir werden mutig nach vorne spielen und unsere Chancen suchen!" Wer das 1:1 in der vergangenen Saison gesehen hat, der kann sich ausmalen, was der Großschwarzenloher Trainer damit meint. Jochen Strobel, der Trainer des SC 04, geht nicht davon aus, dass sich dieses Ergebnis am Sonntag wiederholen könnte, strotze doch seine Mannschaft nach den Erfolgen der vergangenen Woche nur so vor Selbstbewusstsein. "Gerade vor heimischer Kulisse spielen wir in dieser Saison sehr konstant. Wir wollen die Vorrunde (Anm. d. Red.: erst SCG, dann in Röslau)zu Ende spielen." // Roland Jainta

Am vergangenen Spieltag ist es passiert: Der 1. SC Feucht hat sein erstes Ligaspiel in dieser Saison verloren, und das trotz früher Führung. SC-Trainer Florian Schlicker blickt zurück: "Nach dem 1:0 sind wir in den Verwaltungsmodus verfallen." Doch die Grundstimmung bleibt beim Spitzenreiter weiterhin positiv, Schlicker versucht dem 1:2 beim FSV Erlangen-Bruck sogar etwas Positives abzugewinnen: "Manchmal ist so eine Niederlage ja gar nicht so verkehrt, um die Sinne zu schärfen." Solch scharfe Sinne kann der Sportclub gut gebrauchen, trifft er zum Frühschoppenspiel (Sonntag um 11 Uhr) schließlich auf eine SpVgg Jahn Forchheim, die nach dem unrühmlichen 0:2 gegen Baiersdorf nun drei Spiele nicht mehr verloren hat. Besondere Nervosität vespüren die Oberfranken vor dem Gastspiel beim Ligaprimus offenbar nicht, wie Mittelfeldspieler Fabian Hofmann durchblicken lässt: "Für uns ist das ein ganz normales Spiel - auch wenn die Feuchter Tabellenführer sind. Wir werden, wie in jedem Spiel, bis zum Schluss kämpfen und versuchen das Bestmöglichste rauszuholen." Die letzten drei Spiele waren laut Hofmann wichtig für das Innenleben der Mannschaft: "Die Stimmung im Team ist auf jeden Fall super. Nach den letzten drei Spielen natürlich wieder ein bisschen besser. Wir verstehen uns alle super und das wollen wir auf dem Platz zeigen. Wir blicken optimistisch auf das Spiel beim Tabellenführer.“ Schließlich hat Forchheim, im Gegensatz zu Feucht, unlängst sein Spiel gegen Bruck gewonnen.

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