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Mösle: "Das muss ich erst mal sacken lassen"

Landesliga Nordost

Vor dem Spiel in Feuchtwangen entlässt Landesligist TSV Kornburg seinen Trainer Klaus Mösle. Den 5:1-Erfolg seiner nun ehemaligen Mannschaft hat Mösle einen Tag später natürlich registriert, vom Fußball hat der 57-Jährige aber erst einmal genug.

Klaus Mösle ist seit Donnerstag nicht mehr Trainer in Kornburg.

 / © Sportfoto Zink

Sie sind nicht mehr Trainer des TSV Kornburg, Herr Mösle. Es ist doch sicher auch mal schön, am Sonntag entspannt Klöße vorzubereiten, oder?

Mösle: Es gibt Zwiebelkuchen. Eine richtige Spezialität.

Ah, es gab aber zuletzt eine Entscheidung, die Ihnen wohl nicht so geschmeckt hat ...

Mösle: Es ist eine Mischung aus Unverständnis und Enttäuschung. Jeder sagt: So ist das Geschäft, aber so ist es nicht. Es hat auch im letzten Jahr ewig gedauert, bis alles gegriffen hat. Das liegt sicher auch an uns in der sportlichen Leitung, weil die Urlaubsplanung einiger Spieler nicht so gut war.

Das hatten Sie schon mal moniert.

Mösle: Vielleicht ist es auch so, dass mancher Spieler schon zu lange mit mir zusammengearbeitet hat. Fakt ist, dass sie jetzt 5:1 in Feuchtwangen gewonnen haben – mit der Aufstellung, die ich so mit Ayala (Fanesi, dem Co-Trainer) besprochen hatte.

Eine Genugtuung für Sie?

Mösle: Was heißt Genugtuung? Es wäre sicher auch mit mir so gelaufen. Sie haben schon früh das 1:0 geschossen und dann ist eben die Umschaltqualität des TSV Kornburg zum Tragen gekommen. Die ist ja unbestritten da. Und auch die Ergebnisse waren zuletzt ja nicht so schlecht. Wir haben zwar gegen Quelle Fürth verloren, aber in Herzogenaurach gewonnen und beim Tabellenzweiten Stadeln 1:1 gespielt.

Also hat Sie die Entscheidung der Abteilungsleitung überrascht?

Mösle: Das kam vollkommen unerwartet. Wir hatten am Montag noch ein Teambuilding, nur Mannschaft und Trainer. Das Training am Dienstag war super, am Donnerstag wurde mir dann vor dem Training mitgeteilt, dass ich es nicht mehr leiten werde.

Gegenüber dem Schwabacher Tagblatt haben die Abteilungsleiter Sie ausdrücklich gelobt ...

Mösle: Es wird eben mit der sportlichen Situation begründet. Nichts liegt mir ferner als Streit. Ich war in Kornburg, um gute Arbeit zu verrichten, für mich steht der Verein immer im Vordergrund.

Und jetzt ist der Mann, den Sie als Co-Trainer geholt haben, Ihr Nachfolger.

Mösle: Das hat natürlich einen kleinen Beigeschmack, aber ich bin jetzt 25 Jahre Trainer, bin bei vier Stationen dreimal aufgestiegen und war eigentlich immer mehrere Jahre dort. Das eine Jahr in Kornburg ist also der Negativrekord für mich. Das muss ich jetzt erst mal sacken lassen.

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