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Club-U17 gewinnt das Derby - Galasek: "Das war der Kick, den wir unbedingt gebraucht haben"

U19- und U17-Bundesliga 8. und 10. Spieltag

Klare Angelegenheit im bayerischen Duell der A-Junioren-Bundesliga: Der Zweite FC Bayern ließ beim 4:0 gegen den Vorletzten SpVgg Greuther Fürth nichts anbrennen. In der U17-Bundesliga kreuzten der 1. FC Nürnberg und das Kleeblatt im Derby die Klingen. Der Club-Nachwuchs gewann verdient mit 3:0.

Die Club-U17 feierte ihren Derbysieg ausgelassen.

 / © Sportfoto Zink

Nach einer stabilen Anfangsphase fingen sich die Franken das Gegentor nach einem Eckstoß ein und konnten ihre wenigen Gelegenheiten zum Ausgleich nicht nutzen. Nach dem Wechsel machte Fürth immer mehr auf und bot den starken Münchenern so Räume an. Die Bayern untermauerten ihre Ambitionen und waren den Gästen stets einen Schritt voraus. Folgerichtig fiel das Ergebnis auch sehr deutlich aus.

„Das war der Kick, den wir unbedingt gebraucht haben“, strahlte Tomas Galasek, der Co-Trainer der U17-Bundesligamannschaft des 1. FC Nürnberg. Verständliche Freude, denn endlich gelang ein Sieg, der mit 3:0 deutlich ausfiel – und der dazu als Krönung noch in einem Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth errungen worden ist. Die Situation hat sich dadurch spürbar verbessert, denn mit jetzt acht Zählern liegt die Nürnberger Mannschaft mit nur einem Punkt Rückstand direkt hinter dem Nachbarn aus dem Ronhof. Laute Gesänge und Tänze vor den rund 300 Zuschauern drückten die Freude und das gewonnene Selbstvertrauen bei den Club-Talenten aus. An der Berechtigung ihres Erfolges meldete Gästetrainer Tobias Gitschier nicht den geringsten Zweifel an. „Er ist absolut verdient, denn wir haben nicht das geboten, was wir uns vorgenommen hatten“, redete er Klartext. Der 1.FCN beherrschte eindeutig das Geschehen und belohnte sich prompt auch: Nachdem Eliot Muteba in der achten Minute das Ziel knapp verfehlt hatte, traf 120 Sekunden später Yazid Tambo zum erlösenden 1:0. Der Schütze avancierte mit seiner Schnelligkeit und großartigen Technik zum auffälligsten Akteur und konnte nie neutralisiert werden. Die Offensivaktionen der Fürther sahen in dieser Phase sehr bescheiden aus, endeten nahezu immer vor dem gegnerischen Strafraum. Doch dann fasste sich Stürmer Seymen Deniz ein Herz, hatte aber die Gunst der Glücksgöttin Fortuna nicht auf seiner Seite. Nachdem er in der 30. Minute nur knapp vorbeigezielt hatte, landete der zweite Versuch sechs Minuten später am Pfosten. „Wäre uns da der Ausgleich gelungen, hätte die Partie vielleicht anders verlaufen können“, mutmaßte Gitschier. Eine Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff reklamierte er für sein Team einen Foulelfmeter, der berechtigt erschien, aber vom Schiedsrichter verweigert wurde. „Das Spiel ist ziemlich zerfahren“, kommentierte der ehemalige Club-Profi Uwe Wolf als aufmerksamer Beobachter und lag damit absolut richtig. Glück hatte Nürnbergs Benjamin Sabic, dass er in der 65. Minute für ein rüdes Foul nicht die Rote Karte sah. Die Hoffnungen des Kleeblatts auf den Ausgleich zerplatzten endgültig in der 70. Minute, denn Moritz Gundelach traf zum 2:0. Die Fürther mussten sogar noch zwei ärgerliche Szenen hinnehmen. Den berechtigten Platzverweis für Yanni Raab nach einem Foul als letzter Mann kurz vor der Strafraumgrenze – und in der Schlussminute doch das dritte Gegentor durch den kurz zuvor eingewechselten Maximilian Hirschmann. Der Derbysieg dient dem Club natürlich als Mutmacher für die nächsten Aufgaben. „Wir haben uns heute für die harte Arbeit in der Länderspielpause belohnt“, meinte Club-Trainer Peter Geydarov und schaute optimistisch in die Zukunft: „Wir müssen jetzt bei der Frankfurter Eintracht nachlegen.“ Bei Fürth war nach der ersten Enttäuschung über die Niederlage keine Resignation zu erkennen, zumal die nächsten Aufgaben durchaus lösbar erscheinen. Vielleicht liegen die beiden fränkischen Bundesligisten demnächst ebenso eng zusammen, aber einige Plätze weiter oben in der Bundesligatabelle. Dieter Bracke

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